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		<title>Die zweite Hälfte</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Apr 2013 21:24:14 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[fühlt sich auch mehr an wie ein großer, fetter Hangover der ersten Hälfte. Konterbier, anyone?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>fühlt sich auch mehr an wie ein großer, fetter Hangover der ersten Hälfte. </p>
<p>Konterbier, anyone?</p>
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		<title>Zeitstrudel.</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Apr 2013 07:31:10 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Mitte April ist es schon wieder. Ich möchte fast in altbekanntes &#8220;Mei, wie die Zeit…&#8221; verfallen. Noch dreimal wach werden und ich kann schon Rente beantragen. Passt die Lebensphase wenigstens zu den Sprüchen. Aber war ja irgendwie auch klar, dass &#8230; <a href="http://die-katrin.eu/2013/04/14/zeitstrudel/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mitte April ist es schon wieder. Ich möchte fast in altbekanntes &#8220;Mei, wie die Zeit…&#8221; verfallen. Noch dreimal wach werden und ich kann schon Rente beantragen. Passt die Lebensphase wenigstens zu den Sprüchen. Aber war ja irgendwie auch klar, dass sowas mal wieder passieren muss. Ich hab schon wieder vergessen, wie diese Theorien mit dem Zeitempfinden genau lauten. Ich hatte das schon recht lange nicht mehr, dass die Zeit so an mir vorbeigerasselt ist. Is ja auch echt viel passiert. Da fühlten sich drei Monate eben auch mal an wie ein halbes Jahr andernzeits. </p>
<p>Ich bin nun wieder in Blenheim. Blenheim, das Brandenburg Neuseelands. Ich bin froh, wenn ich hier wieder raus bin, aber ich liebe jede Sekunde in diesem Ort. Ich sage mir immer, Katrin!, sag ich mir, das sind nur die Erinnerungen, weil letzten September hatteste&#8217;s ja so schön hier. Und dann kann ich nur sagen, Katrin!, sag ich da nur, da haste wohl recht. Aber so einfach ist das dann auch wieder nicht. Zu viele Werkstätten, die dringend mal wieder einen Anstrich gebrauchen könnten. Zu viele Menschen, die hier im servicefreundlichsten Land, das ich bislang besuchte, einfach mal einen Scheiß drauf geben, ob sie dich jetzt mit einem Lächeln aus dem Laden rauskomplimentieren. Zu wenig Kultur. Zu viele boy races. Dat is ja fast wie zu Hause hier!</p>
<p>Zu Hause. Auch ein gutes Stichwort. Da werde ich nämlich bald wieder sein. So. Da ist es raus. Die Sache ist nämlich die, dass ich viel zu viel Sehnsucht habe. Da dachte ich mir so, Katrin!, dachte ich mir, wir haben den Weltuntergang 2012 ganz wunderbar überlebt, da wird Südamerika kaum in den nächsten sechs Monaten von einem Asteroidenschauer zerlegt. Guck ich also erstmal wieder im schnuckligen Berlin vorbei. Wobei… bald is so relativ wie Zeitempfinden eben ist. Erstmal muss ich hier wieder ein bisschen Geld verdienen. Ich war nämlich schon das dritte Mal pleite hier. Innerhalb von acht Monaten. Ich persönlich finde das sehr beachtlich. Aber nun habe ich nur noch vier Monate hier. Und die Gewissheit, mir derzeit nicht einmal das Ticket nach Hause leisten zu können, ist dann schon ein wenig, nun sagen wir, herausfordernd. In Momenten wie diesen kann man so schön Sozialexperiment mit sich selber spielen. Welche Auswirkungen hat es, jeden Morgen mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, um das Geld für den petrol share zu sparen? Wie einfach ist es, zwischen Renwick und Blenheim jemanden zu finden, der oder die einen zum Supermarkt mitnimmt und welche Menschen trifft man währenddessen? Werde ich selbst an den Punkt gelangen, dass ich durchs Hostel laufe und olle Kippen aufsammle, um einzwei Zigaretten draus zu drehen, wie der junge Mann das gestern hier tat? Aber wir waren bei zu Hause. Zu Hause ist da wo Menschen mal eben so aus Spaß den Tag damit verbringen, das U-Bahnnetz abzufahren. Meinereiner hat sich das noch in jahrelangem Leben hart erfahren müssen. Aber ich kann mit Stolz sagen, dass ich nur wenige Haltestellen nicht persönlich kenne. </p>
<p>Das nächste Mal dann mit der S-Bahn, ja?</p>
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		<title>Wie nur, wie?</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Apr 2013 03:42:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[gesellschaftliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Seitdem der Bundestag das Leistungsschutzrecht hat durchgehen lassen und Sascha Lobo seine flammende Rede darnieberschrieb, geht auch mir wieder vermehrt durch den Kopf: Wie würde ich meiner Mama oder meiner Oma oder einem eher konservativen, aber dennoch freiheitsliebenden Freund aus &#8230; <a href="http://die-katrin.eu/2013/04/01/wie-nur-wie/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seitdem der Bundestag das Leistungsschutzrecht hat durchgehen lassen und <a href="http://saschalobo.com/2013/03/22/unsere-muetter-unsere-fehler/">Sascha Lobo seine flammende Rede</a> darnieberschrieb, geht auch mir wieder vermehrt durch den Kopf: Wie würde ich meiner Mama oder meiner Oma oder einem eher konservativen, aber dennoch freiheitsliebenden Freund aus England erklären, was denn nun genau das Problem ist?</p>
<p>Das ist gar nicht so einfach. In Blitzgeschwindigkeit rauschen Stichworte und übliche Entgegnungen wie “Aber mich betrifft das ja gar nicht!”, Aushebelung des Grundgesetzes und freiheitlicher Grundwerte und -rechte, Politikverdrossenheit, dem dann doch irgendwie vorhandenen tief sitzenden Glauben daran, dass die Polizei und die Politik die braven, guten, rechtgläubigen Bürger nicht weiter behelligen werden, abstrakte Technik, weit weg von der Lebensrealität vieler Menschen, und dann doch wieder nicht, wenn ich jeden Tag mein Handy anhabe und meine Emails lese, Polizeistaat, Rasterfahndung, Funkzellenabfrage, Fluggastdatenübertragung, kapitalistische Elitenpolitik, illegale Downloads, “Ja, aber das ist doch auch gegen das Gesetz!”, neue Geschäftsmodelle, veränderte technische und kulturelle und eben auch ökonomische Strukturen &#8211; all das und noch viel mehr rauscht im Nanosekundentakt durch mein Hirn. </p>
<p>Es ist ein Kuddelmuddel mit vielen Fragen. Wann und wie betrifft es mich? Oder diejenigen Menschen, die das Internet für Skype mit den Kindern und zum Buchen der Urlaubsreise nutzen? Wie nutzen unsere Eltern oder Großeltern überhaupt das Internet? Und ich? Was genau ermöglicht eigentlich die bundesrepublikanische Verfassung im Alltag? Ist die standardmäßige Funkzellenabfrage in Berlin irgendwie relevant für meine Nachbarn, die ihr Kind morgens in die Kita bringen, dann auf Arbeit oder Arbeitssuche gehen, abends den Fernseher anschalten, morgens das Radio, am Wochenende in den Park gehen, an Ostern ihre Familien besuchen, im Sommer in Urlaub fahren, … Wo betrifft das meine Nachbarn? Wenn ihre Telefonnummer eine von zigtausenden in einer Liste ist? Sehr wahrscheinlich eine Art Karteileiche. Und halten sie es vielleicht für ein notwendiges Übel, dass ihre Daten miterfasst werden, wenn doch damit ein paar Verbrechen aufgeklärt werden können? So wie so viele von uns freiwillig ihre Daten bei zig Internetdiensten hinterlassen und die Werbung gern in Kauf nehmen für den kostenlosen Dienst. Solange… Ja, solange was? Solange es nicht allzu creepy wird? Solange eine bestimmte Balance zwischen ‘anbieten’ und ‘nutzen’ gewahrt bleibt? Aber wie wird diese Grenze bestimmt? Und wo sind die Grenzen, deren Verlauf wir alle schleichend verändern, weil Zusammenleben Kultur ist und Kulturen aus Konventionen und Übereinkünften bestehen, jeden Tag neu gelebt und neu verhandelt. </p>
<p>Ich würd jetzt gerne mit einem “Heureka! Das ist der Weg und das ist mein Beitrag dazu!” enden. Den seh ich nur grade nicht. Aber den muss ich auch gar nicht alleine finden. </p>
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		<title>Wie Musik, die man eigentlich auf einem Plattenspieler spielen müsste.</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Apr 2013 02:31:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[die kleinen dinge]]></category>
		<category><![CDATA[new zealand]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese E-Mails sind eigentlich Briefe. Werke, die man ausdrucken müsste, um sie, wenn es einem mal schlecht geht, in die Hand zu nehmen, zu fühlen. Das Papier salzig nässen, unterstreichen, an die Brust drücken, in das innere Seitenfach der Handtasche &#8230; <a href="http://die-katrin.eu/2013/04/01/wie-musik-die-man-eigentlich-auf-einem-plattenspieler-spielen-musste/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p><a href="http://ein-fremdwoerterbuch.blogspot.com/2013/03/druck.html">Diese E-Mails sind eigentlich Briefe. Werke, die man ausdrucken müsste, um sie, wenn es einem mal schlecht geht, in die Hand zu nehmen, zu fühlen. Das Papier salzig nässen, unterstreichen, an die Brust drücken, in das innere Seitenfach der Handtasche klemmen, im Klappordner im Kalender verstecken, als Lesezeichen in das Buch legen, das man gerade liest, oder aufhängen an der Pinnwand in der Küche.</a></p></blockquote>
<p>Halellujah! JA! Möchte ich schreien und sofort die Foto-Love-Story ausdrucken, die ich Anfang des Jahres erhielt. Und diese kleinen Roman-Fragmente aus dem Leben meiner Berliner Freunde, beobachtet und beschrieben von einem von ihnen.</p>
<p>Eines jedoch habe ich hier auch gelernt: Eine kurze Nachricht, die nicht viel mehr sagt als &#8220;ich denke an dich &lt;3&#8243;, ist genausoviel wert. Alles, was hier fehlt, hat Zeit bis zum nächsten Wiedersehen oder dem nächsten Telefonat. Bis dahin weißt du, dass du nicht alleine bist.</p>
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		<title>Dinge, die sich ändern, seit ich älter werde.</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Mar 2013 01:21:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[beobachtungen]]></category>

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		<description><![CDATA[Lange Zeit sah ich mich selbst als einen Menschen, der zu anderen aufblickt. Ich bewunderte, was andere Menschen machen und wie sie sind. Ich selbst hatte immer das latente Grundgefühl, dass ich nicht viel zu bieten hatte. Dann kam eine &#8230; <a href="http://die-katrin.eu/2013/03/17/dinge-die-sich-andern-seit-ich-alter-werde/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Lange Zeit sah ich mich selbst als einen Menschen, der zu anderen aufblickt. Ich bewunderte, was andere Menschen machen und wie sie sind. Ich selbst hatte immer das latente Grundgefühl, dass ich nicht viel zu bieten hatte. Dann kam eine Zeit, in der ich mich selbst als einen Menschen sah, der bestimmte Sachen an anderen Menschen bewundert und ansonsten war (und bin) ich recht zufrieden mit dem, wie ich mich selbst sehe. Und jetzt passiert es mir immer häufiger, dass Menschen um mich herum sind, die nachfragen, wenn ich von irgendwas erzähle, die mehr wissen wollen. Wenig Wunder, wenn ich hier in so vielen Momenten die Älteste in der Runde bin. Plötzlich stehen Menschen vor mir und sagen: wow, das is so cool, das will ich auch machen! Und ich muss gestehen, dass mir das an ein bis drei Abenden auch schon zu Kopf gestiegen ist. Abende, an denen ich plötzlich die Alterskarte gezogen habe, um in Diskussionen ein vermeintliches Argument anzubringen. &#8220;Jaja, werd du erst mal n bisschen älter…&#8221; Arrogante Kackscheiße ist das, und kein Fliegenschiss mehr. </p>
<p>Die Erfahrungen des eigenen Lebens, der eigenen Vergangenheit und Diskussionen einzubringen: Ja. Immer. Das kann nur bereichernd sein. Sich damit über andere Menschen und deren Ansichten stellen: Excuse me, who are you again? Viel zu oft treffe ich Menschen (unter anderen mich selbst), die ihre Neugier auf das Leben und die Welt gegen Zynismus eintauschen. Und _das_ kann ganz schnell zu arroganter Kackscheiße werden. In meiner Erfahrung ;). </p>
<p>Passend muss noch ein Spruch, den meine liebe Freundin A. vor einiger Zeit bei Facebook aus der Poesiealbumskiste rausgemottet und entstaubt hat: Alle haben immer gesagt, dass geht nicht. Also hat es keiner gemacht. Dann kam einer, der wusste das nicht. Und hat es einfach gemacht. </p>
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		<title>Der Grimm des anderen.</title>
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		<pubDate>Sun, 03 Feb 2013 06:14:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katrin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[new zealand]]></category>

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		<description><![CDATA[Er hat jetzt sein eigenes Zimmer bekommen. Ich kannte ihn bereits aus Dunedin. Ein Freund von mir hat dort mit ihm einen Monat im gleichen Hostel gewohnt, zeitweise auch in einem Zimmer. Ich schätze ihn auf Ende dreißig, groß und &#8230; <a href="http://die-katrin.eu/2013/02/03/der-grimm-des-anderen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Er hat jetzt sein eigenes Zimmer bekommen. Ich kannte ihn bereits aus Dunedin. Ein Freund von mir hat dort mit ihm einen Monat im gleichen Hostel gewohnt, zeitweise auch in einem Zimmer. Ich schätze ihn auf Ende dreißig, groß und schlaksig, seine Gedanken eher weiter weg vom kulturellen Mainstream. Er bezeichnet seine Zeit vor Neuseeland als spirituelle Phase, fünf Jahre hat sie angehalten. Es könnte spannend sein, mit ihm zu sprechen, seine Sicht auf die Welt zu hören. Aber etwas hält mich davon ab. Da ist immer etwas grimmiges in seinen Augen, beobachtend, beurteilend, verurteilend. Wenn er mit Leuten spricht, spricht er nicht mit ihnen, sondern zu ihnen, Monologe werden es, sie ermüden das Gegenüber. Immer Contra, immer die eigene Sicht in die Länge ziehen. Alle Gespräche, die ich mit angehört habe und die wenigen, die ich selbst mit ihm geführt habe, enden mit dem Schweigen des Gegenübers. Ich bezweifle, dass er ahnt, warum. Die Jugendlichen auf dem Höhepunkt ihrer hormonellen Getriebenheit nerven ihn. Dennoch bleibt er. Sich einen anderen Ort zu suchen, das kommt ihm nicht in den Sinn. Warum sollte er, er hat genauso ein Recht hier zu sein wie alle anderen auch. Dagegen ist wenig zu sagen. Und doch, am Ende ist er derjenige, der genervt und alleine vor seinem Rechner sitzt. Zu viel Selbstgerechtigkeit treibt andere hinfort. Gestern abend ist das Grimmige nach außen getreten. Mehrmals hat er versucht zu provozieren, hat sich in Gespräche eingemischt, Leute beleidigt, &#8220;wanna fight? you can have it, right now!&#8221; Selbst abends im Zimmer gegenüber dem Zimmerkollegen. Keiner hat sich drauf eingelassen. Aber am nächsten Morgen gingen die Geschichten rum. Da der Zimmerkollege als Konsequenz nach einem anderen Raum fragte, haben auch die Hostelleute davon Wind bekommen. Sie haben ihn nicht rausgeschmissen, obwohl sie anscheinend darüber nachdachten. Passiert ist ja nichts. Und wegen einmal? Aber sie wollen auch nicht das Risiko eingehen, dass sich jemand nochmal in seinem Zimmer, in dem Raum wo man schläft und wo alle Sachen sind, bedroht fühlt. </p>
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		<title>Wale sind die neuen Schafe.</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Feb 2013 06:22:36 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nach Kaikoura kommen die Menschen wegen der Seelöwen und der Wale. Bis vor 20 Jahren war das Örtchen klein und verschlafen. Dann kamen die Wale. Und mit ihnen die Touristen. Und mit den Touristen ganz viel neues Einwohnervolk. In der &#8230; <a href="http://die-katrin.eu/2013/02/02/wale-sind-die-neuen-schafe-2/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach Kaikoura kommen die Menschen wegen der Seelöwen und der Wale. Bis vor 20 Jahren war das Örtchen klein und verschlafen. Dann kamen die Wale. Und mit ihnen die Touristen. Und mit den Touristen ganz viel neues Einwohnervolk. In der Bucht kann man die alten Häuser, die alte Stadtstruktur sehen. Die neu Hinzugezogenen breiten sich um den State Highway herum aus. Rein von außen scheint Kaikoura aber dennoch eine feste Sozialstruktur zu haben (sorry, mit fällt grad kein weniger elaboriertes Wort ein). Sehr offen wird die Kaikoura Community gelebt. Überall sieht man Schilder, die darauf hinweisen, was die Community so alles macht. Auch für und mit dem Tourismus läuft da einiges. Oft genug hat auch der Lions Club seine Finger im Spiel. Mich lässt das ja immer sehr skeptisch zurück. Viel Charity machen sie hier, die Clubs. Aber dennoch sind Clubgebühren auch hier Standard. In Kerikeri zum Beispiel sind es rund 500,- Dollar im Jahr. Und es ist die Loyalität den Clubfreunden gegenüber (selbstgefühlt oder von außen angeraten), die einen dann dazu bringt, bei den entsprechenden Geschäften einzukaufen etc. Dies ist by the way einer der Gründe, weshalb ich diesem Land gegenüber so skeptisch bin. Rotary, Lions, die Freimaurer, in vielen Orten steht am Ortseingangsschild ein weiterer Pfosten mit Schildern aller Clubs, die im Ort vertreten sind. </p>
<p>Anyways. Wale. Meine Damen und Herren, hier nun ein paar Orcawale. </p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/58756674" width="600" height="335" frameborder="0" webkitAllowFullScreen mozallowfullscreen allowFullScreen></iframe></p>
<p>Musik: <a href="http://www.jamendo.com/de/track/76980/the-holiday">The Holiday</a> von <a href="http://www.purpleapple.skyblog.com">Jordan&#8217;s Folk</a></p>
<p><span style="font-size:0.8em">Abweichend von meinem sonstigen Standard ist dieses Video unter der Lizenz CC-BY-NC-SA veröffentlicht.</span></p>
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		<title>Ein halbes Jahr.</title>
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		<pubDate>Fri, 01 Feb 2013 23:33:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katrin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich mach das jetzt mal chronologisch. Seit Wochen sage ich tagsüber Sätze und Absätze vor mich her. Im Takt der Maschinen entwickelten sie ihren eigenen Rhythmus. Für jedes Aufnahmegerät war es zu laut. Vergessen waren sie des Abends. Und viel &#8230; <a href="http://die-katrin.eu/2013/02/02/ein-halbes-jahr/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich mach das jetzt mal chronologisch. Seit Wochen sage ich tagsüber Sätze und Absätze vor mich her. Im Takt der Maschinen entwickelten sie ihren eigenen Rhythmus. Für jedes Aufnahmegerät war es zu laut. Vergessen waren sie des Abends. Und viel ist es. Zu viel. Zu vieles schon wieder vergessen. Vielleicht auch gut so. Wer weiß das schon. </p>
<p><a href="http://u1.ipernity.com/23/07/79/13140779.5c3bcdce.jpg" rel="shadowbox[sbpost-2842];player=img;"><img title="mt eden" alt="mt eden" src="http://u1.ipernity.com/23/07/79/13140779.0373cfd7.560.jpg" height="560" width="390" /></a></p>
<p>August. Auckland. Thames. Rotorua. Ankunft in Auckland. Die erste Woche völlig verschlafen. Die ersten Traveller kennenlernen. Mit ein paar Kiwi-Familien leben. Der Sonnenuntergang über der Bucht so wunderwunderschön, so friedlich, so bezaubernd, dass du weißt, du wirst nie wieder ohne Sehnsucht nach Berlin zurückgehen können. Als ich die ersten Male mit dem Bus gefahren bin &#8211; vorbei an den Buchten links und den Bergen rechts &#8211; musste ich weinen vor Freude. Es war dies die Zeit des Anfangs. Ich habe Berlin hinter mir gelassen, bereit in einem anderen Land mein Leben zu leben. Auf Probe wenn man so will, nicht so auswanderermäßig, nur für ein Jahr. Aber ich dachte mir, so müsse sich das anfühlen mit dem Auswandern. Nur das Heute und Morgen zählt. Die einzige Verbindung zu meiner Vergangenheit bin ich. Ich hatte ein unerschütterliches Vertrauen in die Dinge, dass das alles gut so ist. Dass alles gut gehen wird. Ich habe immer gehofft, dass der Spruch wahr ist: Das Glück ist mit den Reisenden. Wohl wissend, dass dies nicht allein bedeutet, nur den Ort zu wechseln. </p>
<p><a href="http://u1.ipernity.com/23/74/07/13277407.2d80df73.jpg" rel="shadowbox[sbpost-2842];player=img;"><img title="the coromandel" alt="the coromandel" src="http://u1.ipernity.com/23/74/07/13277407.bf91b9bb.560.jpg" height="315" width="560" /></a></p>
<p><a href="http://u1.ipernity.com/23/40/47/13284047.68c801cc.jpg" rel="shadowbox[sbpost-2842];player=img;"><img title="Kuirau Park" alt="Kuirau Park" src="http://u1.ipernity.com/23/40/47/13284047.eb8a0e13.560.jpg" height="315" width="560" /></a></p>
<p>September. Blenheim. Vineyards. Das Grapevine. Ein Hostel wie eine WG. Instantwohlfühlgefühl. Und eine Soap Opera sondergleichen. Die erste Affäre. Lange Zeit hatte ich mir Gefühle verboten. Ich wollte unbeschwert in die Welt hinaus wandern. Als ich hier ankam, wusste ich dass das schon gut so war. Ich fühlte mich frei und im Reinen mit mir selbst. Keine Rücksichtnahme, kein nichts, was sonst so alles an Verbindlichkeiten einer Beziehung mit auf Reisen geht. Und ich rede nicht allein von Monogamie. Da ist immer dieses kleine nagende schlechte Gewissen, dass der Liebste zurückgelassen ist, während man selbst auf große Abenteuerreise geht. Da ist immer wieder die Sehnsucht, der andere möge doch am liebsten hier sein. Nein, es ist gut, keine Liebe in Berlin gelassen zu haben. Die Freunde so weit weg zu wissen ist hart genug. Aber es ist umso besser, dass das jetzt vorbei ist. </p>
<p><a href="http://u1.ipernity.com/24/97/87/13449787.c58f666a.1024.jpg" rel="shadowbox[sbpost-2842];player=img;"><img title="Vineyard near Seddon" alt="Vineyard near Seddon" src="http://u1.ipernity.com/24/97/87/13449787.6ad810ab.560.jpg" height="419" width="560" /></a></p>
<p>Oktober. Noch ein Schwupps Blenheim und der Rest Kerikeri. Sandfliegen, diese elendigen Mistviecher. Sehen aus wie kleine Fliegen, beißen sich in Armen und Unterbeinen fest, pieksen ein wenig heftiger als Mücken und hinterlassen als Andenken heftig juckende, große, rote Punkte. Dafür sind die Mücken um einiges nachsichtiger als ihre mitteleuropäischen oder indischen Kollegen. Das juckt ein wenig nach dem Biss und dann ist vorbei. Kerikeri war der fünfte Ort, an dem ich hier wohnte. Der fünfte Ort und immer noch kein besonderer Enthusiasmus für ein Städtchen. Dieses komische zwiespältige Gefühl gegenüber Neuseeland stellt sich so langsam ein. Ich bereue nichts, bin gerne hier und ich wüsste auch nicht, an welchem Ort ich derzeit lieber sein wollte. So viele Menschen, die ich hier kennenlerne, sind gute Menschen. Nicht alle natürlich, aber die lerne ich auch nicht kennen, die treffe ich nur. Aber zu vieles an diesem Land stimmt nicht. Es ist nicht das Paradies, dass die Expats in Coromandel hofften zu finden. Das ist es nur, wenn man die Augen vor der Realität verschließt und sich in seine kleine, grün-hügelige Welt einmummelt. Dennoch, immer wieder auch der Gedanke, dass es nirgendwo perfekt ist. Dass ich noch genug Zeit habe, andere Orte auf diesem Planeten kennenzulernen. Kerikeri auf jeden Fall. Ganz oben im Norden. Ein paar Wochen Liebesnest. Dann ist es vorbei. Zu viele Geister der Vergangenheit huschen warnend an mir vorbei. </p>
<p><a href="http://u1.ipernity.com/25/96/45/14199645.25218ec5.jpg" rel="shadowbox[sbpost-2842];player=img;"><img title="chch sunset-4" alt="chch sunset-4" src="http://u1.ipernity.com/25/96/45/14199645.4650cfe6.560.jpg" height="374" width="560" /></a></p>
<p>November. Christchurch. Mit meinem letzten Geld quartiere ich mich im Drifters ein. Meine Heimat für die kommenden drei Monate. Jetzt heißt es Job suchen, aber ernsthaft. Das neuseeländische Konto ist leer, das deutsche im Minus. Eine Plastefabrik ist es geworden.  Machine Operator darf ich mich nennen. Ich stehe auf der einen Seite der Maschine und sammle die Plasteschalen ein, um sie in Kartons zu verpacken. Zwischendrin füttere ich die Maschine mit frischem Rohplastik, auf Rollen aufgebahrt. Wenn irgendwas schief geht, muss der engineer ran. Es ist ein Job mit viel Routinen. Wie schon auf den Vineyards, reih auf, reih ab. 50 Schälchen in den Karton, die nächsten 50 Schälchen in den Karton, zukleben, nächster, Palette um Palette. Es ist in beiden Fällen sehr erholsam. Wenn man seine Zeit nur in Schulen, an Unis und in Berlin-Mitte-Agenturen zugebracht hat, verliert man dann doch schlicht die Bodenhaftung. Egal wie sozialkritisch ich in den letzten Jahren  unterwegs war, meinen Wein und mein Bier und all die Dinge aus dem Supermarkt habe ich dann doch immer völlig selbstverständlich hingenommen. Nie auch nur einen Hauch von Ahnung gehabt, wieviele Hände allein bei der Produktion der einzelnen Inhaltsstoffe beteiligt sind, ganz zu schweigen von dem ganzen Verpackungskram. Aber woher soll man das auch wissen. Vielleicht mal aus einer Sendung mit der Maus. Und selbst dann gerät sowas in Vergessenheit. Was will man mit solch einem Wissen auch anfangen? Anyways, es macht mich dennoch froh, dass ich so einiges mehr mittlerweile nicht mehr selbstverständlich benutze, sondern sehe, was ich da benutze. Der November in Christchurch bringt auch meine zweite Affäre. Sie wird eine Offenbarung für mich und birgt eine sehr interessante Freundschaft. Das Drifters hat ebenfalls großes Soap Opera Potenzial in sich. Wie das eben so ist, wenn viele Menschen längere Zeit auf engem Raum zusammenleben und sich jeden Tag sehen. Die Wochenenden sind gespickt mit Ausflügen. Banks Peninsula, Lake Tekapo, Hanmer Springs, Arthurs Pass. Im Januar folgen Kaikoura und nochmal Hanmer Springs. Mountainbiken im Hanmer Forest macht einfach zu viel Spaß. Es sind gute Wochen. </p>
<p><a href="http://u1.ipernity.com/25/77/48/13947748.26eca311.jpg" rel="shadowbox[sbpost-2842];player=img;"><img title="lake tekapo-38" alt="lake tekapo-38" src="http://u1.ipernity.com/25/77/48/13947748.d10a726d.560.jpg" height="315" width="560" /></a></p>
<p><a href="http://u1.ipernity.com/25/97/77/14199777.b79e72d0.jpg" rel="shadowbox[sbpost-2842];player=img;"><img title="hanmer springs-24" alt="hanmer springs-24" src="http://u1.ipernity.com/25/97/77/14199777.0ad755c2.560.jpg" height="374" width="560" /></a></p>
<p><a href="http://u1.ipernity.com/25/96/39/14199639.aa44acad.1024.jpg" rel="shadowbox[sbpost-2842];player=img;"><img title="arthurs pass-4" alt="arthurs pass-4" src="http://u1.ipernity.com/25/96/39/14199639.92d2bb5b.560.jpg" height="374" width="560" /></a></p>
<p>Dezember. Christchurch, Dunedin, Queenstown. Die Ausflüge waren günstig, aber ansparen ist was anderes. Neben meinem Plastefabrikjob arbeite ich jetzt auch im Hostel. Sechs Tage die Woche 10-11 Stunden arbeiten. Am Tag bleibt vielleicht eine Stunde für mich, eine Stunde, die nicht für die Selbsterhaltung, Hygiene oder den Arbeitsweg draufgeht. Es zehrt. Und das waren nur ein paar Wochen. Immer wieder denke ich an die Menschen, die Jahre, jahrzehntelang so arbeiten, arbeiten müssen. Weil das Geld sonst nicht reicht. Weihnachten und das Jahresende rücken in großen Schritten näher. Keinem von uns wir dso richtig weihnachtlich ums Herz. Mir persönlich ist das ganz recht. Ich liebe die großen Essen in unserer WG, es waren immer besondere Tage. Aber das waren all die anderen großen Essen in unserer WG auch. Es ist wie mit dem Valentinstag. Ich brauche keinen speziellen Tag im Jahr, um mich darauf zu besinnen, dass ich gute Menschen im mich herum habe. Aber wenn schon alle so&#8217;n Fass aufmachen, dann kann man ruhig schon auch was Besonderes machen. Grillen am Strand zum Beispiel. Loch in den Sand buddeln. Große Baumstammreste als Gerüst für das Rost drauflegen. Noch ein paar Löcher für das Bier buddeln. Fertig ist das Strandbarbeque. Hier habe ich mich das erste Mal auch ins Wasser getraut. Viel zu kalt sonst. Ich bin ja mittlerweile echt so &#8216;ne Frostbeule geworden. Als kleines Kind haste mich mit der Angel wieder rausfischen müssen, weil ich freiwillig niemals nicht… Heute. Alles anders. Und dann überlegte ich die ganze Zeit, ob das mein erstes Mal Baden im Pazifik war. Ich konnte mich an keine andere Gelegenheit erinnern, nur daran, wie ich darüber schonmal getwittert hätte. Einbildung? Egak. Weiter geht&#8217;s. Tunnel Beach war auch der Hammer. Ist &#8216;n bisschen südlich von Dunedin. Parkst dein Auto an der Klippe und latscht erstmal &#8216;ne halbe Stunde den Berg runter. Kommst auf ner weiteren Klippe an und denkst dir: &#8220;Sie nennen es Beach. Hier muss irgendwo Strand sein?!&#8221; Und dann entdeckst du dieses Loch in der Erde, gehst drauf zu und entdeckst den langen Tunnelgang. Strandsand am Ende. Das muss es sein! </p>
<p><a href="http://u1.ipernity.com/25/97/32/14199732.cf7d6544.1024.jpg" rel="shadowbox[sbpost-2842];player=img;"><img title="tunnel beach-6" alt="tunnel beach-6" src="http://u1.ipernity.com/25/97/32/14199732.2ef954bc.500.jpg" height="500" width="334" /></a></p>
<p>Und dann kam das Rhythm and Alps Festival und ganz viel Gras. Und der Andi aus Berlin. Und Queenstown an Neujahr mit ganz viel Regen. Und die Game of Thrones Bücher. Es ist immer so, es gibt Bücher, die sind grade Hype und die lesen dann alle. Derzeit ist es Game of Thrones. Zu recht. Völlig zu recht. Und mir fehlen mittlerweile die Wörter. So viel schon wieder geschrieben. Der Januar war wieder wie der November. Arbeiten und am Wochenende raus. Kaikoura. Süßes Meeresörtchen mit Halbinsel zum drauf wandern und Wale und Seelöwen entdecken. Irgendwo ist hier auch noch das Walvideo vergraben. </p>
<p><a href="http://u1.ipernity.com/25/98/39/14199839.b9af05be.1024.jpg" rel="shadowbox[sbpost-2842];player=img;"><img title="kaikoura-46" alt="kaikoura-46" src="http://u1.ipernity.com/25/98/39/14199839.14a00f6e.560.jpg" height="273" width="560" /></a></p>
<p>Udn jetzt sitze ich hier in Nelson, habe das Reisen vor mir, genieße die Pause. Pause von allem. Tief Luft holen. Kraft tanken. Ein bisschen was von dem Enthusiasmus erhaschen, der tief verborgen in mir schlummert. </p>
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		<title>The Glumm. Eine Empfehlung.</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Dec 2012 08:14:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>katrin</dc:creator>
				<category><![CDATA[freuden der virtualität]]></category>
		<category><![CDATA[literarisches]]></category>

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		<description><![CDATA[Seltsamer Gedanke. Wir existieren alle in fremden Wohnzimmern zwischen 64 Seiten starken Sammelmappen und Fotobüchern und haben keinen blassen Schimmer davon. Wir verstauben im Hintergrund von Fotografien, von denen wir vergessen haben, dass sie je gemacht wurden, wir sind ahnungslos &#8230; <a href="http://die-katrin.eu/2012/12/10/the-glumm-eine-empfehlung/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Seltsamer Gedanke. Wir existieren alle in fremden Wohnzimmern zwischen 64 Seiten starken Sammelmappen und Fotobüchern und haben keinen blassen Schimmer davon. Wir verstauben im Hintergrund von Fotografien, von denen wir vergessen haben, dass sie je gemacht wurden, wir sind ahnungslos verstaubende Personen, weltweit inkognito publiziert.<br />
<span style="font-size:0.8em">aus: <a href="http://glumm.wordpress.com/2012/11/27/backdoor-man/">Backdoor Man</a></span></p></blockquote>
<p>Herr Glumm. Herr? Glumm in jedem Falle. Wer Geschichten mag, der wird … &#8211; puh, grade noch gerettet. Oder auch: Was der <a href="http://www.zumblondenengel.de">Fred</a> für den Fußball, ist der Glumm für den ganzen dreckigen Rest. Und wo ich schonmal so weit draußen hänge, genieße ich noch ein wenig die Frischluft und ihr könnt derweil <a href="http://glumm.wordpress.com/">hier weiterlesen</a>.</p>
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		<title>Paprika.</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Dec 2012 17:56:30 +0000</pubDate>
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				<category><![CDATA[new zealand]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe nie sonderlich viel Wert auf Paprika gelegt. Sie war mir egal. Sie war immer ein Gemüse, dass vergleichsweise günstig war, daher leicht den Kochtopf befüllte, grundsätzlich als gesund gilt und daher häufig in meinem Einkaufskorb landete. Dann kam ich nach Neuseeland und im Winter kostet Paprika umgerechnet gut 3,- Euro. Pro Stück. Genau. Lest diesen Satz ruhig noch einmal. Worauf ich aber hinaus will, ist, plötzlich, so völlig ausm Nichts, hab ich voll den Appetit auf Paprika. Jedes Mal schleiche ich um das Paprikafach im Supermarkt und hoffe, dass der Preis sich ausnahmsweise mal aufs Kilo bezieht. Aber nein, pro Stück. Und wieder greife ich nicht zu. Mein durch europäische und deutsche Subventionen versautes Preis- und Wertgefühl ist einfach stärker. </p>
<p>Aber Neuseeland wäre nicht Neuseeland, wenn es nicht auch ein Happy End gäbe. Oder wie der Typ aus Best Exotic Marigold Hotel sagte und es auch sonst so schön heißt: &#8220;All&#8217;s well at the end. And if it&#8217;s not well, it&#8217;s not the end!&#8221; Mittlerweile haben wir Sommer und sind bei 1,20,- Euro pro Stück angekommen und ich habe endlich meine erste neuseeländische Paprika genossen. </p>
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