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	<title>Comments on: Der Autor &#8211; wird noch lange leben.</title>
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		<title>By: miss sophie</title>
		<link>https://die-katrin.eu/2008/03/11/der-autor-wird-noch-lange-leben/#comment-1874</link>
		<dc:creator><![CDATA[miss sophie]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Mar 2008 08:46:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[:) In Anbetracht dessen, das in der Bedeutung von &quot;Intention&quot; irgendwie immer auch ein Grad von bewusstem Wissen über das, was mensch sagen will, steckt, hatte dein Deutschlehrer vermutlich gar keine Intentionen. Ich glaube, die wenigsten Deutschlehrer machen sich wirklich bewusst, was sie da vermitteln. Die folgen einfach den So-kann-eine-Unterrichtseinheit-aussehen-Heften.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>:) In Anbetracht dessen, das in der Bedeutung von &#8220;Intention&#8221; irgendwie immer auch ein Grad von bewusstem Wissen über das, was mensch sagen will, steckt, hatte dein Deutschlehrer vermutlich gar keine Intentionen. Ich glaube, die wenigsten Deutschlehrer machen sich wirklich bewusst, was sie da vermitteln. Die folgen einfach den So-kann-eine-Unterrichtseinheit-aussehen-Heften.</p>
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		<title>By: olli</title>
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		<dc:creator><![CDATA[olli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Mar 2008 08:21:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[habe ich wirklich &lt;i&gt;Intentionen &lt;/i&gt; geschrieben? och nö ... Merken: Erst Kaffee, dann kommentieren ...]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>habe ich wirklich <i>Intentionen </i> geschrieben? och nö &#8230; Merken: Erst Kaffee, dann kommentieren &#8230;</p>
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		<title>By: olli</title>
		<link>https://die-katrin.eu/2008/03/11/der-autor-wird-noch-lange-leben/#comment-1872</link>
		<dc:creator><![CDATA[olli]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Mar 2008 08:20:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Genau mit diesen Intentionen hat es mein Deutschlehrer seinerzeit geschafft, den leise vorhandenen Wunsch nach einem Literaturstudium zu vaporisieren. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Meine genialen Interpretation endeten regelmäßig in strittigen Diskussionen, in denen er - ob der notengebenden Gewalt - Recht behielt.&lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Und ich Trottel habe mich doch tatsächlich abschrecken lassen ...]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Genau mit diesen Intentionen hat es mein Deutschlehrer seinerzeit geschafft, den leise vorhandenen Wunsch nach einem Literaturstudium zu vaporisieren. </p>
<p>Meine genialen Interpretation endeten regelmäßig in strittigen Diskussionen, in denen er &#8211; ob der notengebenden Gewalt &#8211; Recht behielt.</p>
<p>Und ich Trottel habe mich doch tatsächlich abschrecken lassen &#8230;</p>
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		<title>By: miss sophie</title>
		<link>https://die-katrin.eu/2008/03/11/der-autor-wird-noch-lange-leben/#comment-1871</link>
		<dc:creator><![CDATA[miss sophie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Mar 2008 23:35:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts bestand historische Interpretation mehr oder weniger ausschließlich darin, aus dem Text auf den Autor zu schließen. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Schleiermacher hat die These aufgestellt, des Schreibers Gedanken und Intentionen könnten - wenn er nur gut genug ist - in den Text einfließen und der Leser - wenn er nur gut genug ist und sich fleißig in das Werk einfühlt - könne das dann aus dem Text wieder herauslesen. Die Positivisten haben dieses Theorem genommen und für ihre literaturgeschichtliche Arbeit angewendet. Völlig außen vor gelassen wurde dabei das &quot;Kunstprodukt Literatur&quot; mit dem Merkmal, immer auch eine Bruchstelle zwischen realem Leben und künstlerischem Produkt zu beinhalten. Besonders schlimm muss es in Frankreich und Russland zugegangen sein. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Aus dieser krass einseitigen Beschäftigung mit Literatur ist die Gegenbewegung Russischer Formalismus -&gt; Strukturalismus -&gt; &quot;Tod des Autors&quot; entstanden. Diese Entwicklung war im Grunde als eine Art Kartharsis notwendig. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Weshalb auch heute noch der Eindruck entsteht, gegen historische Interpretation wird geschimpft? Ich glaube, das liegt an 2 Sachen. &lt;br/&gt;Zum Einen sind die Theorietexte bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts vom Kampf gegen den Biographismus gezeichnet. Dieser rebellische Charakter spricht mit Sicherheit viele Studenten an, die dann - ein wenig blind und kritiklos manchmal - die Positionen für sich annehmen und in den Seminaren &quot;im Geiste&quot; der Theoretiker argumentieren. &lt;br/&gt;Zum anderen ist eine historische Interpretation auf diskurs- und kulturtheoretischer Basis sehr aufwendig und umfangreich. Der Schriftsteller ist als Autor nach wie vor das wichtigste Ordnungskriterium für den Diskurs &#039;Literatur&#039;. Da passiert es schnell, dass mensch sich in der Quellenarbeit hauptsächlich auf Äußerungen des Schriftstellers beschränkt. So geschehen z.B. bei Deleuze/Guattari, die in ihrem Kafka-Text immer wieder die Tagebücher heranziehen. Damit aber beißt sich die Katze in den Schwanz und die Gefahr ist gegeben, dass bei jeder historischen Interpretation die Schriftsteller-Persönlichkeit in den Vordergrund gerät und im Grunde doch wieder nach der Autorintention gefragt wird. &lt;br/&gt;&lt;br/&gt;Interessant und erstaunlich finde ich an der ganzen Debatte immer wieder, dass es - aus welchen Gründen auch immer - nicht auszureichen scheint, einen Text für sich und im Gefüge anderer Texte zu betrachten. Der Mensch, das Subjekt, ist für viele nach wie vor so wichtig. Er ist wie eine Art Anker, der als Fundament alles andere rechtfertigt. Für mich spricht daraus auch immer eine gewisse Hilflosigkeit.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ende des 19., Anfang des 20. Jahrhunderts bestand historische Interpretation mehr oder weniger ausschließlich darin, aus dem Text auf den Autor zu schließen. </p>
<p>Schleiermacher hat die These aufgestellt, des Schreibers Gedanken und Intentionen könnten &#8211; wenn er nur gut genug ist &#8211; in den Text einfließen und der Leser &#8211; wenn er nur gut genug ist und sich fleißig in das Werk einfühlt &#8211; könne das dann aus dem Text wieder herauslesen. Die Positivisten haben dieses Theorem genommen und für ihre literaturgeschichtliche Arbeit angewendet. Völlig außen vor gelassen wurde dabei das &#8220;Kunstprodukt Literatur&#8221; mit dem Merkmal, immer auch eine Bruchstelle zwischen realem Leben und künstlerischem Produkt zu beinhalten. Besonders schlimm muss es in Frankreich und Russland zugegangen sein. </p>
<p>Aus dieser krass einseitigen Beschäftigung mit Literatur ist die Gegenbewegung Russischer Formalismus -> Strukturalismus -> &#8220;Tod des Autors&#8221; entstanden. Diese Entwicklung war im Grunde als eine Art Kartharsis notwendig. </p>
<p>Weshalb auch heute noch der Eindruck entsteht, gegen historische Interpretation wird geschimpft? Ich glaube, das liegt an 2 Sachen. <br />Zum Einen sind die Theorietexte bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts vom Kampf gegen den Biographismus gezeichnet. Dieser rebellische Charakter spricht mit Sicherheit viele Studenten an, die dann &#8211; ein wenig blind und kritiklos manchmal &#8211; die Positionen für sich annehmen und in den Seminaren &#8220;im Geiste&#8221; der Theoretiker argumentieren. <br />Zum anderen ist eine historische Interpretation auf diskurs- und kulturtheoretischer Basis sehr aufwendig und umfangreich. Der Schriftsteller ist als Autor nach wie vor das wichtigste Ordnungskriterium für den Diskurs &#8216;Literatur&#8217;. Da passiert es schnell, dass mensch sich in der Quellenarbeit hauptsächlich auf Äußerungen des Schriftstellers beschränkt. So geschehen z.B. bei Deleuze/Guattari, die in ihrem Kafka-Text immer wieder die Tagebücher heranziehen. Damit aber beißt sich die Katze in den Schwanz und die Gefahr ist gegeben, dass bei jeder historischen Interpretation die Schriftsteller-Persönlichkeit in den Vordergrund gerät und im Grunde doch wieder nach der Autorintention gefragt wird. </p>
<p>Interessant und erstaunlich finde ich an der ganzen Debatte immer wieder, dass es &#8211; aus welchen Gründen auch immer &#8211; nicht auszureichen scheint, einen Text für sich und im Gefüge anderer Texte zu betrachten. Der Mensch, das Subjekt, ist für viele nach wie vor so wichtig. Er ist wie eine Art Anker, der als Fundament alles andere rechtfertigt. Für mich spricht daraus auch immer eine gewisse Hilflosigkeit.</p>
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		<title>By: Pat Bateman</title>
		<link>https://die-katrin.eu/2008/03/11/der-autor-wird-noch-lange-leben/#comment-1870</link>
		<dc:creator><![CDATA[Pat Bateman]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Mar 2008 22:44:00 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[bei der autorintensität stimm ich zu... das ist quatsch, weil zu subjektiv. doch weshalb haben alle immer solche probleme mit der historischen interpretation?&lt;br/&gt;okay, auch die geschichtsschreibung ist letzten endes konstruiert, doch was nützt mir der versuch, einen text losgelöst von zeit und raum zu entschlüsseln?&lt;br/&gt;das konnte mir noch niemand befriedigend erklären...]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>bei der autorintensität stimm ich zu&#8230; das ist quatsch, weil zu subjektiv. doch weshalb haben alle immer solche probleme mit der historischen interpretation?<br />okay, auch die geschichtsschreibung ist letzten endes konstruiert, doch was nützt mir der versuch, einen text losgelöst von zeit und raum zu entschlüsseln?<br />das konnte mir noch niemand befriedigend erklären&#8230;</p>
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