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	<title>Comments on: Diese Stadt hat keine Seele.</title>
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		<title>By: Rihanna</title>
		<link>https://die-katrin.eu/2009/09/21/diese-stadt-hat-keine-seele/#comment-2115</link>
		<dc:creator><![CDATA[Rihanna]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 16:24:06 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://miss-sophie.eu/?p=1438#comment-2115</guid>
		<description><![CDATA[Liebe Miss Sophie,

eine Weile  verfolge ich jetzt schon Deine Einträge zu Indien und Delhi, denn es ist immer interessant, wie Neuankömmlinge auf die Stadt und das Land reagieren. Heute nun muss ich mit einer Nachfrage und einem Kommentar reagieren.
Würdest Du heute, gut einen Monat nach Deinem Eintrag, dasselbe über New Delhi sagen?
Wie Du richtig angemerkt hast, wurde NEW Delhi erst vor wenigen Jahrzehnten, zwischen 1911 und 1931, von Lutyen neu entworfen, das heißt vor allem die Gegend um Central Secretariat und Connaught Place. Delhi als Stadt hat jedoch eine lange Geschichte, und das schließt Süd-Delhi (oder: New Delhi) mit ein. Was wir in der Gegenwart vor Augen haben, ist die achte Version der Hauptstadt Delhi. Eine Stadt als Palimpsest, in der die historischen Ebenen, die sieben Vorläufer, an vielen Ecken mehr als nur durchschimmern. 
Sicherlich gibt es südlich vom CP, allen voran im Regierungsviertel breite Boulevards, saubere Wege, gepflegte Rasenflächen und viele hohe Mauern und Zäune. Das muss keine Schande sein. Das ist in Indien hart erkämpft. Doch um so südlicher man kommt, um so mehr löst sich die scheinbare, die künstliche Ordnung zugunsten von Straßenlabyrinths, illegaler Siedlungen und ehemaliger &quot;Karawanseraien&quot; (erkennbar in Bezeichnungen wie Sheikh Sarai, Ber Sarai, Lado Sarai etc.), die im Laufe der Zeit zu festen Wohnsiedlungen wurden, wieder auf. Hier wurde nicht auf dem Reißbrett kreiert, sondern hier wuchs organisch zusammen, was mal mehr mal weniger zusammen gehört(e).
Dass Süd-Delhi ein lebender Organismus ist, sieht man ebenfalls an Beispielen wie Hauz Khas Village, wo moderne Wohnhäuser neben Ruinen einer alten Madrasa aus Mughal-Zeiten einen Platz gefunden haben. Vergangenheit und Gegenwart verbinden sich dort harmonisch. 
Delhi ist ein rauhes Pflaster. Rücksicht und Freundlichkeit gehören nicht unbedingt zu den hervorstechenden Eigenschaften der Delhiites im Straßenalltag. &quot;The roughest city in India&quot; wurde sie erst kürzlich in der ToI genannt. New/Delhi: Riesen Metropole, Moloch, in ihrer Gesamtheit keine Schönheit. Aber doch, so finde ich, voller Seele.]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Miss Sophie,</p>
<p>eine Weile  verfolge ich jetzt schon Deine Einträge zu Indien und Delhi, denn es ist immer interessant, wie Neuankömmlinge auf die Stadt und das Land reagieren. Heute nun muss ich mit einer Nachfrage und einem Kommentar reagieren.<br />
Würdest Du heute, gut einen Monat nach Deinem Eintrag, dasselbe über New Delhi sagen?<br />
Wie Du richtig angemerkt hast, wurde NEW Delhi erst vor wenigen Jahrzehnten, zwischen 1911 und 1931, von Lutyen neu entworfen, das heißt vor allem die Gegend um Central Secretariat und Connaught Place. Delhi als Stadt hat jedoch eine lange Geschichte, und das schließt Süd-Delhi (oder: New Delhi) mit ein. Was wir in der Gegenwart vor Augen haben, ist die achte Version der Hauptstadt Delhi. Eine Stadt als Palimpsest, in der die historischen Ebenen, die sieben Vorläufer, an vielen Ecken mehr als nur durchschimmern.<br />
Sicherlich gibt es südlich vom CP, allen voran im Regierungsviertel breite Boulevards, saubere Wege, gepflegte Rasenflächen und viele hohe Mauern und Zäune. Das muss keine Schande sein. Das ist in Indien hart erkämpft. Doch um so südlicher man kommt, um so mehr löst sich die scheinbare, die künstliche Ordnung zugunsten von Straßenlabyrinths, illegaler Siedlungen und ehemaliger &#8220;Karawanseraien&#8221; (erkennbar in Bezeichnungen wie Sheikh Sarai, Ber Sarai, Lado Sarai etc.), die im Laufe der Zeit zu festen Wohnsiedlungen wurden, wieder auf. Hier wurde nicht auf dem Reißbrett kreiert, sondern hier wuchs organisch zusammen, was mal mehr mal weniger zusammen gehört(e).<br />
Dass Süd-Delhi ein lebender Organismus ist, sieht man ebenfalls an Beispielen wie Hauz Khas Village, wo moderne Wohnhäuser neben Ruinen einer alten Madrasa aus Mughal-Zeiten einen Platz gefunden haben. Vergangenheit und Gegenwart verbinden sich dort harmonisch.<br />
Delhi ist ein rauhes Pflaster. Rücksicht und Freundlichkeit gehören nicht unbedingt zu den hervorstechenden Eigenschaften der Delhiites im Straßenalltag. &#8220;The roughest city in India&#8221; wurde sie erst kürzlich in der ToI genannt. New/Delhi: Riesen Metropole, Moloch, in ihrer Gesamtheit keine Schönheit. Aber doch, so finde ich, voller Seele.</p>
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		<title>By: Die Begeisterung, geschluckt vom Relativismus. &#8211; miss sophie</title>
		<link>https://die-katrin.eu/2009/09/21/diese-stadt-hat-keine-seele/#comment-2114</link>
		<dc:creator><![CDATA[Die Begeisterung, geschluckt vom Relativismus. &#8211; miss sophie]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2009 14:18:10 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[[...] Die Begeisterung, geschluckt vom Relativismus. Ich überlege grade, ob ich Indien als total klasse bezeichnen könnte. Meine Antwort geht in etwa so: &#8220;Hmmmjoaschon. So wie man halt auch jedes andere Land mit dem richtigen Blick darauf als total klasse bezeichnen kann.&#8221; ZACK. Da isse wieder. Diese fiese Mischung aus postmoderner Relativität und bloß-nicht-gegenüber-anderem-ungerecht-sein-wollen. Einzelne Städte kann ich total klasse finden. Aber ganze Länder? Und nein, selbst Städte bekommen bei genauerer Betrachtung auch immer alle ihr Fett weg. Rishikesh mit den Ashramtouris. Agra mit den Touristenstalkern. Jaipur&#8230; Na, Jaipur hat Glück. Und über Delhi hab ich mich ja schon zur Genüge ausgelassen. [...]]]></description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[&#8230;] Die Begeisterung, geschluckt vom Relativismus. Ich überlege grade, ob ich Indien als total klasse bezeichnen könnte. Meine Antwort geht in etwa so: &#8220;Hmmmjoaschon. So wie man halt auch jedes andere Land mit dem richtigen Blick darauf als total klasse bezeichnen kann.&#8221; ZACK. Da isse wieder. Diese fiese Mischung aus postmoderner Relativität und bloß-nicht-gegenüber-anderem-ungerecht-sein-wollen. Einzelne Städte kann ich total klasse finden. Aber ganze Länder? Und nein, selbst Städte bekommen bei genauerer Betrachtung auch immer alle ihr Fett weg. Rishikesh mit den Ashramtouris. Agra mit den Touristenstalkern. Jaipur&#8230; Na, Jaipur hat Glück. Und über Delhi hab ich mich ja schon zur Genüge ausgelassen. [&#8230;]</p>
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