die katrin

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Auch das ist Berlin.

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Lebt man länger als drei Tage im Friedrichshain oder im Prenzlauer Berg verliert man den Bezug zur Realität. Klar, das hier ist schon auch ‘ne Realität. Aber sie hat nichts, rein gar nichts mit dem Querschnitt der Berliner, gänzlich zu schweigen der bundesrepublikanischen Bewohnerschaft zu tun. Nirgendwo sonst findet man soviel in Lebensqualität gegossene Ignoranz wie in diesen beiden Bezirken.

Neulich Marzahn. Gestern Weißensee und Alt-Höhenschönhausen. Zwischendrin immer wieder Wittenau und das Märkische Viertel. Es sind die Ecken, die mich so sehr an den Ort erinnern, in dem ich Kindheit und Jugend verbrachte. Strausberg. Die Randgebiete Berlins und die Städte Brandenburgs rund um die Hauptstadt. Sie sind eine wilde Mischung aus Einfamilienhäusern, Plattenbauten und Mietskasernen. Dazwischen ganz viel grün. Ich könnte dort nicht leben. Aber ich kann es auch in der Berliner Innenstadt nicht mehr. Zuviel Abwechslung des Immergleichen. Ein Paradox, aus dem ich ausbrechen werde. Ausbrechen muss. Selbst die Rückkehr nach Berlin, überhaupt nach Deutschland, steht in mutigen Momenten in den Sternen.

2 Comments

  1. Find ich gut. Viele werden sich ja dessen nicht so gern bewusst und motten sich in ihrer Blase ein. Ich hab das auch erst über mehrere Jahre in Berlin gelernt, dass dieses Spiegeln der Realitäten ganz wichtig ist. Grüße über die Spree aus Schöneberg.

  2. Das ist sehr richtig. Nur Prenzlauer Berg ist nicht überall so Schickimicki wie in Richtung Mitte. Hier im Norden (fast Weißensee) ist’s zum Beispiel sehr gut.

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