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	<title>die katrin &#187; indien</title>
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		<title>Ein Sonnenaufgang in 5 Minuten.</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Feb 2011 17:01:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[(Ok, ich hab ein bisschen geschummelt. Das allererste Bild ist nicht Teil der 5 Minuten.)]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.ipernity.com/doc/die_katrin/9650332"><img src="http://u1.ipernity.com/17/03/32/9650332.490772a4.560.jpg" width="560" height="375" alt="Varanasi - auf dem Ganges" border="0"/></a></p>
<p><a href="http://www.ipernity.com/doc/die_katrin/9650373"><img src="http://u1.ipernity.com/17/03/73/9650373.0e5db9fb.560.jpg" width="560" height="347" alt="Varanasi - Sonnenaufgang" border="0"/></a></p>
<p><a href="http://www.ipernity.com/doc/die_katrin/9650374"><img src="http://u1.ipernity.com/17/03/74/9650374.c6428278.560.jpg" width="560" height="375" alt="Varanasi - Sonnenaufgang" border="0"/></a></p>
<p><a href="http://www.ipernity.com/doc/die_katrin/9650375"><img src="http://u1.ipernity.com/17/03/75/9650375.2dbc4271.560.jpg" width="560" height="375" alt="Varanasi - Sonnenaufgang" border="0"/></a></p>
<p><a href="http://www.ipernity.com/doc/die_katrin/9650376"><img src="http://u1.ipernity.com/17/03/76/9650376.1dbdb73f.560.jpg" width="560" height="375" alt="Varanasi - Sonnenaufgang" border="0"/></a></p>
<p><a href="http://www.ipernity.com/doc/die_katrin/9650377"><img src="http://u1.ipernity.com/17/03/77/9650377.b09e776c.560.jpg" width="560" height="375" alt="Varanasi - Sonnenaufgang" border="0"/></a></p>
<p><a href="http://www.ipernity.com/doc/die_katrin/9650382"><img src="http://u1.ipernity.com/17/03/82/9650382.9ff9fd4e.560.jpg" width="560" height="375" alt="Varanasi - Sonnenaufgang" border="0"/></a></p>
<p>(Ok, ich hab ein bisschen geschummelt. Das allererste Bild ist nicht Teil der 5 Minuten.)</p>
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		<title>Eine Bombenwarnung und ein Jahrhunderte alter Streit.</title>
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		<pubDate>Wed, 16 Feb 2011 15:50:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[katrin]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der letzte Tag in Varanasi. 18:30 Uhr. Wir stehen am Bahnhof und warten auf den Zug nach Delhi. Der erste Anruf. Es gibt eine Bombenwarnung für Varanasi. Kurz innehalten, kurz nachdenken. Wenn, dann an den Ghats, direkt am Ganges. Alles &#8230; <a href="https://die-katrin.eu/2011/02/16/eine-bombenwarnung-und-ein-jahrhunderte-alter-streit/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der letzte Tag in Varanasi. 18:30 Uhr. Wir stehen am Bahnhof und warten auf den Zug nach Delhi. Der erste Anruf. Es gibt eine Bombenwarnung für Varanasi. Kurz innehalten, kurz nachdenken. Wenn, dann an den Ghats, direkt am Ganges. Alles andere würde keinen Sinn machen. Dort sind die meisten Menschen unterwegs. Dort ist die Symbolik am stärksten. Diejenigen unter uns, die schon länger in Indien sind, reagieren fast belustigt. Ach, Warnungen gibt&#8217;s hier doch eh alle Nase lang. </p>
<p><img alt="" src="http://u1.ipernity.com/17/02/59/9650259.45de572b.560.jpg" title="Bahnhof Varanasi" class="aligncenter" width="560" height="375" /></p>
<p>30 Minuten später klingeln die Telefone im Sekundentakt. Es gab eine Explosion an einem der Ghats. Wir vermuten den Main Ghat. Um diese Uhrzeit findet dort jeden Abend eine Zeremonie statt. Mehrere Tausend Besucher. Und genauso war es. Reihum werden die beruhigenden Nachrichten in den Norden des Landes geschickt, dass wir im Zug sitzen und alles ok ist. Der wacklige mobile Internetzugang gibt die ersten Meldungen aus. 20 Verletzte. Zehn Minuten später die Meldung, dass ein Kind an den Verletzungen gestorben ist. </p>
<p><img alt="" src="http://u1.ipernity.com/17/03/80/9650380.041c60d4.560.jpg" title="Bei Sonnenaufgang auf dem Ganges" class="aligncenter" width="560" height="365" /></p>
<p>Die Ghats sind Treppen, die von der etwas höher gelegenen Stadt bis in den Ganges hinein reichen. Es sind die Orte, an denen die Gläubigen Hindus sich selbst und ihre Kleidung in der heiligen Mutter reinigen. Am Main Ghat versammeln sich abends die Menschen, um einer Zeremonie des Lichts beizuwohnen. Es ist die größte Treppe in der Stadt und ist an der Promenade gute hundert Meter breit. Irgendwo an dieser Treppe haben die &#8220;Indian Mujaheddin&#8221; einen Sprengsatz gezündet. Der Knall und umherfliegende Steine haben eine Panik ausgelöst, bei der die meisten Leute verletzt wurden. Irgendjemand spricht den unvermeintlichen Satz aus: &#8220;Gestern waren wir noch&#8230; Wäre unser Zug heute nur 2 Stunden später&#8230;&#8221; </p>
<p><img alt="" src="http://u1.ipernity.com/17/03/94/9650394.b3873b5e.560.jpg" title="Main Ghat in Varanasi" class="aligncenter" width="560" height="375" /></p>
<p>Auf eine beunruhigende Art und Weise berührt mich diese Vorstellung fast gar nicht. Ich bin fast ein bisschen enttäuscht. Ich würde gern mal mich selbst und die anderen dabei erleben, wenn eine Explosion stattfindet. Du stehst mittendrin oder am Rande oder so halb dazwischen. Der Schreck, das Wegrennen, die Massendynamik. Was sind die eigenen Gedanken. Welcher Ausdruck ist in den Gesichtern der anderen Menschen zu lesen. All das. </p>
<p><img alt="" src="http://u1.ipernity.com/17/03/79/9650379.c63a44c7.560.jpg" title="auf dem Ganges" class="aligncenter" width="560" height="373" /></p>
<p>Die &#8220;Indian Mujaheddin&#8221; sind eine islamische Gruppe, die mit der Explosion ihren Unmut über das Urteil zur Babri Masjid zum Ausruck gebracht haben. Die Kurzform: A-Hörnchen nimmt B-Hörnchen sein jahrtausende altes Spielzeug weg, weshalb das B-Hörnchen dem A-Hörnchen sein neues, mittlerweile ein paar hundert Jahre altes Spielzeug jetzt auch wieder kaputt macht und infolgedessen den halben Kindergarten auf den Hades zum Weiterspielen schickt. Und weil A-Hörnchen und B-Hörnchen sich nicht vertragen können, ist C-Hörnchen jetzt auch beleidigt, weil D-Hörnchen es keinem Recht machen kann. Ja, das ist alles so bitter, dass nur noch Satire hilft. </p>
<p><img alt="" src="http://u1.ipernity.com/17/03/80/9650380.041c60d4.560.jpg" title="Fernsehen auf dem Ganges" class="aligncenter" width="560" height="365" /></p>
<p>Die Langform: <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=ayodhya,+india&#038;sll=51.151786,10.415039&#038;sspn=15.737839,37.397461&#038;ie=UTF8&#038;hq=&#038;hnear=Ayodhya,+Faizabad,+Uttar+Pradesh,+Indien&#038;ll=26.794654,82.199707&#038;spn=5.588169,9.349365&#038;z=7">Ayodhya</a> ist ein Ort im Bundesstaat Uttar Pradesh, mit 200 km quasi um die Ecke von Varanasi. In Ayodhya gibt es den Ramkot Hill bzw. die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ram_Janmabhoomi">Ram Janmabhoomi</a>, die als Geburtsort des Hindu-Gottes Rama gilt. Seit 1527/28 steht auf eben diesem Ramkot Hill die <a href ="http://en.wikipedia.org/wiki/Babri_Mosque">Babri Masjid</a>, erbaut vom ersten Mughal-Kaiser als er dabei war, Indien zu erobern. Es ist unklar, ob dort vorher ein Tempel für Lord Rama stand, der von den Mughalen zerstört wurde. Und genau darum dreht sich seit 500 Jahren der Streit. Die einen behaupten, der Geburtstort sei doch eigentlich ein paar Meter weiter weg gewesen. Die anderen sagen, ist egal, dort war ein Tempel, der zerstört wurde. Im 20. Jahrhundert gab es unzählige Petitionen, Kampagnen, Gerichtsverhandlungen und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ayodhya_Debate#Timeline_of_the_debate">was nicht alles</a> um eine Klärung herbeizuführen. Die Stimmung heizte sich so sehr auf, dass 1992 eine Meute von 150.00 Hindus bei einer religiösen Kundgebung, die von der rechtskonservativen BJP unterstützt wurde, die Babri Masjid zerstörten. In den folgenden Monaten kam es zu krassen Ausschreitungen in nordindischen Städten, bei denen Hindus und Muslims gegenseitig ihre Häuser verbrannten, Läden plünderten und sogar Menschen auf die Straße prügelten und anzündeten. Die Spirale, schon lange am Drehen, drehte sich weiter. Unzählige Bombenanschläge, ein Brandanschlag auf einen Zug, alles was seitdem passierte und direkt gegen Hindus und/oder Muslims gerichtet war, hat in der Geschichtsschreibung die Zerstörung der Moschee und den Streit um den Ort als Ursache. (Das war jetzt die kurze Langform. All die kleinen Verstrickungen und Motivationen auf die Reihe zu kriegen, erfordert weit mehr.)</p>
<p><img alt="" src="http://u1.ipernity.com/17/02/51/9650251.8357cc37.560.jpg" title="Zwei Herren auf einem Scooter" class="aligncenter" width="454" height="560" /></p>
<p>Direkt im Anschluss an die Zerstörung 1992 wurde ein Untersuchungskommittee eingerichtet. 17 Jahre später hat es seine Arbeit für beendet erklärt und die Unterlagen an den Allahabad High Court gegeben. Am 30. September 2010, 60 Jahre nachdem die ersten Klagen eingereicht wurden, wurde das Urteil gefällt, das umstrittene Land dreizuteilen. Ein Drittel geht an den von Triloki Nath Pandey vertretenen Ram Lalla, ein Drittel an die Nirmohi Akhara, ein Drittel an die Muslims. <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Ram_Lalla">Ram Lalla</a> ist die Wiedergeburt von Ram als Kind und soll jetzt einen neuen Tempelbau erhalten. <a href="http://timesofindia.indiatimes.com/india/The-man-who-was-Ram-Lallas-next-friend/articleshow/6668887.cms">Triloki Nath Pandey</a> ist der &#8220;sitting deity&#8221; (sitzende Gottheit), eine Art irdischer Vertreter und gleichzeitig Mitglied in der hindunationalistischen Partei <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Rashtriya_Swayamsevak_Sangh">RSS</a>. Die Muslims sind vertreten durch das <a href="http://timesofindia.indiatimes.com/india/Waqf-board-handles-Muslim-rulers-property/articleshow/6668877.cms">Sunni Central Waqf Board</a>, ein von der indischen Regierung legitimierter und offenbar gemäß den islamischen Traditionen bestehender Verband, der die öffentlichen muslimischen Besitztümer verwaltet. Und die Muslims haben eben seit dem 16. Jahrhundert ihre Ansprüche auf das Land. Die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nirmohi_Akhara">Nirmohi Akhara</a> wiederum sind eine religiöse Gruppe, die diverseste Tempel in ganz Indien besitzt und seit dem 19. Jahrhundert Ansprüche auf das Land verteidigt. </p>
<p><img alt="" src="http://u1.ipernity.com/17/02/46/9650246.95b63e64.560.jpg" title="Kreuzung in Varanasi, die Erste" class="aligncenter" width="560" height="375" /></p>
<p><img alt="" src="http://u1.ipernity.com/17/02/47/9650247.dadd9ab7.560.jpg" title="Kreuzung in Varanasi, die Zweite" class="aligncenter" width="560" height="368" /></p>
<p>Soweit, so klar, so eindeutig? Au contraire. Es nimmt kein Ende. Das Sunni Waqf Board hat im Dezember den Fall nun zum Supreme Court in Indien gebracht. Wenn man sich <a href="http://www.frontlineonnet.com/fl2721/fl272100.htm">die Artikel in der Frontline</a> und allgemein die Reaktionen auf das Urteil so durchliest, fragt man sich, was in den letzten 20 Jahren eigentlich passiert ist. Das Urteil sollte ein Kompromiss sein. Es ist ein Kompromiss, den kaum einer akzeptieren will. Historiker beschweren sich, dass die archäologoschen Ergebnisse, die Tempel und Geburtstort am Ort der Moschee sehen, keineswegs wissenschaftlich seien. Die Richter sollen ihr Urteil basierend auf Glauben und Religion getroffen haben, was dem Selbstverständnis des pluralistischen, demokratischen Rechtsstaates Indien widerspricht. Dem Sunni Qaqf Board und den Nirmohi Akhar ist das zugeteilte Land zu klein, um darauf jeweils eine Moschee bzw. einen Tempel zu bauen, die dann wiederum genügenden Abstand zur jeweils anderen Stätte hat. Die Anwohner befürchten unisono neue Konflikte. </p>
<p>Und genau das brachte der Abend des 7. Dezember 2010.<br />
<img alt="" src="http://u1.ipernity.com/17/03/24/9650324.9e60529d.560.jpg" title="Ruhe finden am Ganges" class="aligncenter" width="560" height="369" /></p>
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		<title>Am Fluss.</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Feb 2011 14:15:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[katrin]]></dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war ein Sonnabend, der sich anfühlte wie der 14. Sonntag in Folge. Zwei Tage später ging es zurück in den kalten Winter Berlins. Zu viert machten wir uns auf in Richtung Kashmiri Gate. Irgendwo dort haben unsere indischen Freunde &#8230; <a href="https://die-katrin.eu/2011/02/13/am-fluss/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es war ein Sonnabend, der sich anfühlte wie der 14. Sonntag in Folge. Zwei Tage später ging es zurück in den kalten Winter Berlins. Zu viert machten wir uns auf in Richtung Kashmiri Gate. Irgendwo dort haben unsere indischen Freunde ihren Ringerclubimmer und ihre Badestelle. Im Yamuna baden gehen. Nach allem, was wir über diesen Fluss gehört hatten, war es ein Wunder, dass die Herren noch an einem Stück durch die Welt laufen. Selbst der Regen 1986 dürfte weniger gesundheitsschädlich gewesen sein. Der beißende Gestank von meiner ersten näheren Begegnung mit diesem Fluss hing mir noch immer in der Nase. </p>
<p><img alt="" src="http://u1.ipernity.com/17/90/44/9699044.5ce03891.560.jpg" title="Subway unter der Mahatma Gandhi Marg" class="aligncenter" width="560" height="375" /></p>
<p>Vorbei an Wohnsiedlungen, leerstehenden Häusern, in Hinterhofgassen gelegenen Palästen, die von der Polizei bewohnt werden, über und unter riesigen Umgehungsstraßen entlang, in die Ecken direkt am Fluss, unterwegs der <a href="http://die-katrin.eu/2010/12/22/der-kondomwagen/">Kondomwagen</a>, Touristenbusse ohne Touristen, weil hier jeder Fahrer ein Kleinunternehmer ist, der sein Gefährt mit nach Hause nimmt und die beiden Busse heute nicht gebucht sind, über kleine 1m hohe Mäuerchen, die aussehen als sollen sie Deiche sein, bis runter an den Yamuna. </p>
<p><img alt="" src="http://u1.ipernity.com/17/90/46/9699046.0a10805a.560.jpg" title="Yamuna River" class="aligncenter" width="560" height="375" /></p>
<p>Als S. davon erzählte, dass er am Yamuna ringen geht und dort täglich trainiert, dachte ich an eine Turnhalle oder einen Raum mit ein paar Geräten und Platz für Bodenmatten. Was ich zu sehen bekam, glich eher einem Garten. Hinter der kleinen Mauer war der Trainingsringplatz. Unter freiem Himmel, auf Sand, ordentlich geharkt. In der Mitte des Grundstücks der Wettkampfplatz. Hinten ein paar Geräte zum Gewichte stemmen. Im Haus noch mehr Geräte. Dahinter die Stufen hinab zum Fluss. Alles wirkte eher wie ein Tempel. Der Lärm der Gandhi Marg ist hier nicht mehr zu hören. Auf der anderen Seite des Flusses erstreckt sich weite Ödnis. Am Rande der Großstadt eine kleine Oase. </p>
<p><img alt="" src="http://u1.ipernity.com/17/90/26/9699026.f2b85810.560.jpg" title="Nigambodh Ghat" class="aligncenter" width="560" height="375" /></p>
<p>Wir stehen am <a href="http://maps.google.de/maps?f=q&#038;source=s_q&#038;hl=de&#038;geocode=&#038;q=Nigambodh+Ghat&#038;aq=&#038;sll=51.151786,10.415039&#038;sspn=15.073229,37.397461&#038;ie=UTF8&#038;hq=kashmiri+gate,&#038;hnear=Neu-Delhi,+Neu+Delhi,+Delhi,+Indien&#038;t=h&#038;cid=8276943803048104665&#038;ll=28.665738,77.237535&#038;spn=0.00257,0.004565&#038;z=18">Flussufer</a>. Delhi kann ich trotzdem nicht komplett hinter mir lassen. Zu diesig die Luft. Zu nah dran die U-Bahnbrücke. Zu viel Gestank allenthalben. Doch bevor ich mich versehe, sitzen wir in einem Boot und paddeln auf die andere Uferseite. Stille auf dem Wasser. Die Nachmittagssonne taucht unsere Häupter in goldenes Licht. Die Schornsteine des Krematoriums rauchen ununterbrochen. Direkt davor am Flussufer wird eine Leiche auf einem Scheiterhaufen verbrannt. </p>
<p><img alt="" src="http://u1.ipernity.com/17/90/33/9699033.3645603e.560.jpg" title="Krematorium am Nigambodh Gath" class="aligncenter" width="375" height="560" /></p>
<p><img alt="" src="http://u1.ipernity.com/17/90/29/9699029.df69f8c4.560.jpg" title="Leichenverbennung am Yamuna" class="aligncenter" width="560" height="375" /></p>
<p>Es ist der vorletzte Tag in Indien. Ein gruseliges Jahr neigt sich dem Ende und reicht mir die Hand zur Versöhnung. </p>
<p><img alt="" src="http://u1.ipernity.com/17/90/32/9699032.72fa2c9d.560.jpg" title="Frau am Yamuna River" class="aligncenter" width="560" height="457" /></p>
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		<title>Mit dem Zug durchs Leben.</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Feb 2011 10:15:16 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Es ist früher Morgen. Der Zug erwacht zum Leben. Alle stehen auf, gehen sich die Zähne putzen, trinken Tee oder Kaffee. Der Nestle Pulverkaffee, der eigentlich nach Schokolade mit einem Hauch Koffeinaroma schmeckt. Und so sehr nach Zugfahren. Denn auf &#8230; <a href="https://die-katrin.eu/2011/02/08/2425/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist früher Morgen. Der Zug erwacht zum Leben. Alle stehen auf, gehen sich die Zähne putzen, trinken Tee oder Kaffee. Der Nestle Pulverkaffee, der eigentlich nach Schokolade mit einem Hauch Koffeinaroma schmeckt. Und so sehr nach Zugfahren. Denn auf den Fahrten habe ich ihn meistens getrunken. Selten an den Straßenständen. </p>
<p>Über den Häusern und Sträuchern hängt der Dunst. Eng vermischt mit dem Staub des Wüstenrandes. Wir sind <a href="http://maps.google.de/maps?f=d&#038;source=s_d&#038;saddr=delhi&#038;daddr=27.87939,78.07828+to:27.82945,78.21443+to:27.3018,79.42845+to:Varanasi,+Uttar+Pradesh,+Indien&#038;hl=de&#038;geocode=FazwtAEdAFyaBCkttn40W_0MOTHOTSBOSbfCUg%3BFd5nqQEdSGGnBCl_kGEtm6R0OTGMcGifqRGkcw%3BFcqkqAEdHnWpBCkxjxgIe750OTExzBtoB7jMQQ%3BFaiXoAEdYvu7BCnZ7BirsieeOTHjALQ608cOEA%3BFRoyggEdQ07yBClNz-tvty2OOTG18D-FEBcTaA&#038;mra=dvme&#038;mrcr=0&#038;mrsp=1&#038;sz=7&#038;via=1,2,3&#038;sll=26.382028,80.397949&#038;sspn=6.895887,9.382324&#038;ie=UTF8&#038;z=7">irgendwo zwischen Delhi und Varanasi</a>, wahrscheinlich rund um Kanpur. Nichts könnte egaler sein als der genaue Ort. Nichts könnte unwichtiger sein als die Zeit. Mit einem Schlag raus aus allem. Was zählt ist die Ruhe. </p>
<p>(Die Menschen, die mit mir unterwegs waren, werden sich jetzt wahrscheinlich in die Hose pissen vor Lachen. Ich hatte so dermaßen schlechte Laune auf dieser Zugfahrt. Natürlich konnte ich meine Arbeit auch nach 20 Stunden Flug nicht so einfach hinter mir lassen. Blöde Erinnerungen begleiteten mich auf dieser Reise. Und wir waren zu dreizehnt unterwegs. Bei dieser Größenordnung stellt sich mein Lagerkoller bereits nach den ersten 5 Minuten des gemeinsamen Zusammenseins ein. Die andern können da herzlich wenig für. Aber unfassbar politisch korrektes und basisdemokratisches &#8220;Lasst uns das mal besprechen&#8221; lässt mir sofort die Halsschlagader anschwellen und die Hutschnur gen Sonne platzen. Wir sind doch hier nicht im Hippie-Stuhlkreis! Und der nächtliche Krach in den Zügen erst! Was die zusammenschnarchen. Es ist mir ja ein einziges Rätsel, wie die Inder da auch nur ein Auge zu kriegen. Aber die schaffen das!)</p>
<p>Egal. Denn dann steigst du aus dem Zug aus und siehst das hier:</p>
<p><a href="http://www.ipernity.com/doc/die_katrin/9650244"><img src="http://u1.ipernity.com/17/02/44/9650244.338ac5c3.560.jpg" width="560" height="375" alt="on the train - Pause am Morgen" border="0"/></a><br />
(Unbedingt <a href="http://www.ipernity.com/doc/die_katrin/9650244/sizes/o">in groß</a> ansehen! Und versucht gar nicht erst, den Anfang des Zuges zu erkennen.)</p>
<p>Und dann drehst du dich um und siehst das hier:</p>
<p><a href="http://www.ipernity.com/doc/die_katrin/9990130"><img src="http://u1.ipernity.com/17/01/30/9990130.35c0f087.560.jpg" width="560" height="372" alt="on the train" border="0"/></a><br />
(Ebenfalls <a href="http://www.ipernity.com/doc/die_katrin/9990130/sizes/o">in groß</a> ansehen!)</p>
<p>Und ich schwöre bei Gott und meiner Take-That-Tasse, dass beide Bilder nur mit ein bisschen Vignette und Kontrast nachbearbeitet sind. In diesem Moment war einfach alles vergessen, was Alltag in Berlin ist. Alle Erinnerungen und Gefühle aus dem Jahr davor waren wieder da. Das ist der Ort, an dem ich genau jetzt genau richtig bin. Nie vergessen der Morgen, als ich von Bangalore nach Goa gefahren bin. Zwischen sechs und acht Uhr morgens fahren wir durch die Hinterwälder Goa&#8217;s. Nach Monaten voller trockener, staubiger, sandiger Gegenden ist es das erste Mal saftiges, sattes, nasses Grün. Die Sonne blinzelt durch die Baumkronen. Die Kinder schauen auf dem Weg zur Schule unserem Zug nach. An der Tür sitzt niemand. Ich lasse mich nieder und genieße die frische Luft, diese unfassbar frische Luft. In diesem Moment hätte ich auch einfach sterben können. </p>
<p>Zurück nach Varanasi. Ein paar Stunden und mehrere Zwischenstopps später hielten wir wieder. Dieses Mal am Rande eines Dorfes. Das Schöne am Winter ist, dass plötzlich alle draußen sind. Laue 23, 24°C locken wirklich jeden hinter seiner Klimaanlage hervor. </p>
<p><iframe src="http://player.vimeo.com/video/19636342?portrait=0&amp;color=ff9933" width="599" height="337" frameborder="0"></iframe><br />
<a href="http://vimeo.com/19636342">direktausmzugraus</a></p>
<p>(Tschuldigung. Ich muss kurz weg und mir dieses Video noch ungefährt 10.000 Mal angucken.)</p>
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		<title>Der Rückflug.</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Jan 2011 07:46:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[miss sophie]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[indien]]></category>

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		<description><![CDATA[Meine Damen und Herren, der Mount Everest. Muss ich mehr sagen? Jadochklar. Kurz nach dem Start noch ein bisschen von dem Nebel, der unsere Maschine 1 Stunde später hat starten lassen. Mit dem Auge konnte ich den Himalaya schon sehen. &#8230; <a href="https://die-katrin.eu/2011/01/04/der-ruckflug/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Damen und Herren, </p>
<p>der Mount Everest.</p>
<p><a href="http://www.ipernity.com/doc/ms_sophie/9783530/sizes/1024"><img alt="" src="http://u1.ipernity.com/17/35/30/9783530.59ca6f60.1024.jpg" title="Mount Everest" class="alignnone" width="782" height="1024" /></a></p>
<p>Muss ich mehr sagen? </p>
<p>Jadochklar. Kurz nach dem Start noch ein bisschen von dem Nebel, der unsere Maschine 1 Stunde später hat starten lassen. Mit dem Auge konnte ich den Himalaya schon sehen. Meine Kamera noch nicht. Alle Rädchen in Bewegung gesetzt. Nichts wollte so recht. Die Berge im Hintergrund blieben ein verschwommener weißer Streifen. Aber irgendwie auch egal. Der bloße Anblick reichte für diese Gefühlsmischung aus heller Aufregung und tiefer, innerer Ruhe. Beides ineinander verwoben und in diesem Moment alles andere als ein Gegensatz. </p>
<p>Richtung Pakistan dann kein Wölkchen mehr am Himmel. Endlich die weißen Gipfel auch auf dem kleinen Display. Den gesamten Flug über Zentralasien entlang freie Sicht. </p>
<p><a href="http://www.ipernity.com/doc/ms_sophie/9783529/sizes/in/album/219870"><img alt="" src="http://u1.ipernity.com/17/35/29/9783529.c87b184c.1024.jpg" title="Zentralasien" class="alignnone" width="1024" height="686" /></a></p>
<p>Mehr von dem, für das ich immer noch keine Worte finde, <a href="http://www.ipernity.com/doc/ms_sophie/album/219870">auf ipernity</a>. Dieses Mal in Originalgröße hochgeladen. </p>
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		<title>Überholen ohne einzuholen.</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Dec 2010 08:39:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[miss sophie]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[indien]]></category>

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		<description><![CDATA[Aller Entwicklung zum Trotz muss ich in diesem Land immer an meine Zeit in den 1980ern in der DDR denken. Stil und Qualität der Möbel, der Klamotten, der Fahrzeuge. Es dürfte einiges mit der Ästhetik zu tun haben. Da merkt &#8230; <a href="https://die-katrin.eu/2010/12/26/uberholen-ohne-einzuholen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Aller Entwicklung zum Trotz muss ich in diesem Land immer an meine Zeit in den 1980ern in der DDR denken. Stil und Qualität der Möbel, der Klamotten, der Fahrzeuge. Es dürfte einiges mit der Ästhetik zu tun haben. Da merkt man dann wohl auch den gemeinsamen Einfluss der UdSSR auf DDR und Indien. Indien und die UdSSR waren einstmals gute Freunde. Ich glaube, sie mögen sich auch heute noch, aber Indien flirtet mittlerweile lieber mit den USA. Aberwieauchimmer. Indien ist ein Schwellenland, das merkt man an allen Ecken und Enden. </p>
<p>Und dann gibt es diese kleinen Momente, an denen ich mir nur dachte: Wer ist hier eigentlich das Schwellenland? In Indien bin ich das erste Mal über ein Dual-SIM-Telefon gestolpert. Also ein Telefon, in das man 2 SIM-Karten reinstecken kann und diese auch gleichzeitig nutzen kann. Das ist zwar jetzt keine Neuheit auf dem deutschen Markt (danke, Google), aber mir sind die Dinger noch nie untergekommen. Und das Telefon, das ich in der Hand hatte, war zudem auch noch so geil gebaut, dass die zwei Tastenreihen rund um diesen Joystickpömpel den jeweiligen SIM-Karten zugeordnet sind. Taste links oben ruft Adressbuch von SIM1 auf. Taste dadrunter ruft Adressbuch von SIM2 auf. Da war ich kurz mal geflasht. Und mein indischer Kollege ebenso. Der allerdings ob der Tatsache, dass ich so ein Ding noch nie gesehen hatte. Schließlich komme ich ja aus dem hochtechnisierten Erste-Welt-Land. </p>
<p><a href="http://www.ipernity.com/doc/ms_sophie/9710875"><img src="http://u1.ipernity.com/17/08/75/9710875.70bd0acb.jpg" width="600" height="402" alt="tron filmplakat in hindi" border="0"/></a></p>
<p>Bei 3D-Kinos sieht die Sache ähnlich aus. Tron Legacy. Start in Delhi am 17. Dezember. Als ich das erste Filmplakat sah, bekam ich kurz ein feuchtes Höschen ob der Tatsache, dass ich nicht erst auf meine Rückkehr ins dicke B warten musste, um den Film zu sehen. Und der ganze Spaß auch noch zu indischen Preisen. Yeehaaw! Aber ich schweife ab. Es soll ja um Kinos gehen. Als ich also das Plakat sah, überlegte ich hektisch, wie möglichst schnell die Reservierung klarkriege. Für einen der zwei Kinosäle, die ich aus westlich-überheblichen und aus Berlin gewohnten Gründen erwartete. Ein Blick ins Netz brachte schnelle Entspannung. Allein die eine große Multiplexerkette PVR hat 6 3D-Kinos in Delhi und Umgebung. Und die zeigten den Film 4x am Tag. Großartig. So muss das. Und so verließ ich an meinem letzten Tag glückselig das Kino in die gleißende Wintersonne Delhis. </p>
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		<title>Der Kondomwagen.</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Dec 2010 14:55:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[miss sophie]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[indien]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hab keinen blassen Schimmer, wie das mit der sexuellen Aufklärung in Indien so aussieht. Ich kann nur vermuten, dass es mit der Sexualkunde an den Schulen nicht allzuweit her ist. Ich muss grade an eine indische Studentin, Bachelor 3. &#8230; <a href="https://die-katrin.eu/2010/12/22/der-kondomwagen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hab keinen blassen Schimmer, wie das mit der sexuellen Aufklärung in Indien so aussieht. Ich kann nur vermuten, dass es mit der Sexualkunde an den Schulen nicht allzuweit her ist. Ich muss grade an eine indische Studentin, Bachelor 3. Jahr, denken, die relativ fassungslos davon erzählte, dass die meisten ihrer Kommilitonen (Männlein wie Weiblein) mit der Bezeichnung &#8220;Pädophilie&#8221; nichts anfangen konnten, als das Thema neulich im Kurs diskutiert wurde. Das sagt jetzt natürlich herzlich wenig über harmlosere Themen wie Sex, Schwänze, Sperma, Eisprung, Bienchen und Blümchen aus. Aber irgendwie musst ich dieses Detail hier dringend im Blog unterbringen. </p>
<p>Wie auch immer. Das einzige, was ich weiß und selbst erlebt habe, ist die Reaktion der durchschnittlichen anfangzwanzigjährigen Studenten, wenn das Thema eine sexuelle Note bekommt: Sie kichern, giggeln oder gucken verschämt auf den Tisch. </p>
<p>Insgesamt dürfte es aber wirklich nicht weit her sein mit dem allgemeinen Wissen über STDs. Alle Nase lang sieht man hier in Indien Männer, die sich am Sack kratzen. Und das mit einer Beharrlichkeit, die wohl nur teilweise auf Blasenentzündung, Pilze oder sonstige hygienebedingte Krankheiten schließen lässt. Zumal die Inder an und für sich ein sehr reinliches Völkchen sind. Aber egal.</p>
<p><a href="http://www.ipernity.com/doc/ms_sophie/9695849"><img src="http://u1.ipernity.com/17/58/49/9695849.b6a5a3dc.jpg" width="600" height="429" alt="kondomwagen" border="0"/></a></p>
<p>Aufklärung in Delhi findet wo statt? Auf der Straße. Natürlich, möchte ich fast ausrufen. Als wir am Sonnabend zum Yamuna River runtergelaufen sind, führte uns unser Weg an einem Wägelchen vorbei, auf dessen Anhänger ein großer Kasten mit Gucklöchern aufgespannt war. Die Gucklöcher gaben den Blick frei auf den innenstehenden DVD-Player, dessen Video Übertragungswege von Krankheiten und potenziellen Kindern erklärte. Alles, was in Indien Rang und Namen hat, hat seine Stimme und sein Gesicht hergegeben. Interessanterweise waren das nur Männer und das Ganze wurde als Comic umgesetzt. Wie genau die Story ging, weiß ich leider nicht. Aber im Anschluss gab&#8217;s Kondome gratis. </p>
<p><a href="http://www.ipernity.com/doc/ms_sophie/9695848"><img src="http://u1.ipernity.com/17/58/48/9695848.abc4ff7c.jpg" width="600" height="402" alt="kondomwagen - video" border="0"/></a></p>
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		<title>Der Weg des Internet. Eine Geschichte in Bildern.</title>
		<link>https://die-katrin.eu/2010/12/18/der-weg-des-internet-eine-geschichte-in-bildern/</link>
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		<pubDate>Sat, 18 Dec 2010 20:53:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[miss sophie]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[indien]]></category>

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		<description><![CDATA[Dinge, die ich an Indien sehr gerne mag: Die Infrastruktur von Stadt tritt an ihrer Oberfläche in Erscheinung. Da fährt man so mit dem Zug am Stadtrand entlang, raucht genüsslich seine Zigarette an der offenen Zugtür und sieht plötzlich vor &#8230; <a href="https://die-katrin.eu/2010/12/18/der-weg-des-internet-eine-geschichte-in-bildern/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Dinge, die ich an Indien sehr gerne mag: Die Infrastruktur von Stadt tritt an ihrer Oberfläche in Erscheinung. Da fährt man so mit dem Zug am Stadtrand entlang, raucht genüsslich seine Zigarette an der offenen Zugtür und sieht plötzlich vor sich über mehrere hundert Meter die Abwasserrohre über Land gehen. Wohnt halt keiner da, also warum sich den Stress geben und extra den Boden aufreißen. Oder Fernsehkabel. Wand aufreißen? Achwas, die Fenster sind eh nicht dicht oder im Zweifelsfall gar nicht eingebaut, dann kann da auch einfach das Kabel zum Dach lang gehen. Oder auch die Straße zur Metro. Da guckt plötzlich mittendrin ein Stück dickes Rohr mit so einem Drehdings aus der Erde. Kommt man leicht dran, wenn mal was zu basteln ist. Irgendwie so wird der Hase hier laufen. Recht pragmatisch halt.</p>
<p>Das ist jetzt keine Besonderheit von Indien, sondern wohl mehr ein Phänomen, das mit technischem Fortschritt und Stadtentwicklung zusammenhängt. Jehr weiter die Zeit voranschreitet und je größer die Menschenansammlung, desto mehr wird unter die Erde verlegt. Mit den Telefonleitungen in kleinen D ist das ja auch nicht anders gelaufen. Aber genug halbeindrittelgares, kulturwissenschaftliches Geseier. Kommen wir zu den absurd-lustigen Momenten.</p>
<p>Neulich bezog ich das Apartment der Portugiesischlektorin. Sie hat Internet. So richtig echtes. Ich also voller Vorfreude den Laptop aufgeklappt, den Strom für die Steckdose angestellt, dem Modem bei der Einwahl zugeguckt und &#8230; ja, nichts. Es wäre zu einfach gewesen. Nur weil das WLAN-Lämpchen leuchtet, heißt das nämlich noch lange nicht, dass die IP-Vergabe auch planmäßig vonstatten geht. Die Routermodemdiva möchte gebeten werden. Den Blumenstrauß hab ich mir gespart. Ein paar Mal an und aus schalten haben auch gereicht. Ich hab sie auch einmal kurz gestreichelt und direkt im Anschluss beschimpft. Und siehe da: Teh internet was back wiz me.<br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/ms_sophie/9671735"><img src="http://u1.ipernity.com/17/17/35/9671735.e17d4c70.jpg" width="600" height="231" alt="der weg des internet - der router" border="0"/></a></p>
<p>Zu den Streicheleinheiten zwischendrin gehörte selbstverständlich auch die sorgsame Pflege der besten Freunde der Routermodemdiva. Also gucken, ob auch alle Kabel richtig fest sind. Diese Bastarde lösen sich auch hier oft genug von selbst aus ihrer Verankerung. Das kleine Ding hier ist der Splitter. Warum die Dinger bei uns so riesig sein müssen, ist mir seit diesem Jahr ein einziges Rätsel.<br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/ms_sophie/9671736"><img src="http://u1.ipernity.com/17/17/36/9671736.bd052922.jpg" width="600" height="224" alt="der weg des internet - der splitter" border="0"/></a></p>
<p> Aber sei&#8217;s drum. Stecker festgezurrt und weiter zur Telefondose an der Wand.<br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/ms_sophie/9671737"><img src="http://u1.ipernity.com/17/17/37/9671737.3d5af4d1.jpg" width="600" height="234" alt="der weg des internet - zur wand" border="0"/></a></p>
<p>So dachte ich zumindest. Das Kabel läuft allerdings über der Klimaanlage (hier liebevoll AC genannt; die Inder stehen übrigens total auf Abkürzungen, aber das nur am Rande) in Richtung Balkon. An diesem Punkt wollte mich die Hoffnung auf eine Telefondose noch nicht loslassen. Ich wunderte mich also standesgemäß, ob die Dose auf dem Balkon angebracht worden sei und wie absurd das denn nun wieder sei. Aber Dinge, die anders sind, sind bei mir grundsätzlich auf eine herzliche Weise absurd und an Absurditäten übertrifft sich Indien immer wieder. Mit der gemeinen Gattung &#8220;westliche Ingenieurslogik&#8221; kommt man hier nur selten wirklich weit.<br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/ms_sophie/9671738"><img src="http://u1.ipernity.com/17/17/38/9671738.23c39f19.jpg" width="600" height="259" alt="der weg des internet - über den ac" border="0"/></a></p>
<p>Während ich also verwundert die Balkontür öffnete und dem Kabel folgte, dass zwischen Fenster und AC raushing, musste ich breit grinsen, mir selbst einen Schlag auf den Hinterkopf verpassen (ihr wisst, die Sache mit der Denkfähigkeit) und mit einem weiteren Schlag war mir alles klar: Natürlich! Telefonkabel waren zur Zeit des Hausbaus noch nicht vorgesehen (oder zumindest nicht für den alltäglichen Hausgebrauch) und deswegen auch nicht in den Hausbau eingeplant. Und alles, was danach kommt, wird provisorisch rangepappt. Und bleibt dann halt so. Ist ja auch ziemlich einfach und ohne großen Aufwand umzusetzen.<br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/ms_sophie/9671739"><img src="http://u1.ipernity.com/17/17/39/9671739.2ad134cd.jpg" width="600" height="206" alt="der weg des internet - am balkon vorbei" border="0"/></a></p>
<p>Und dann hatten Entdeckungslust und pure, fröhliche Neugier genügend Raum, den Rest des Weges zu erkunden. Der Gebäudekomplex hier besteht aus vier Teilhäusern. Zuersteinmal treffen sich alle Telefon-/Internetkabel unseres Teilhauses am ersten Mast, werden zweimal rumgewickelt und festgeknotet, damit&#8217;s auch ja hält.<br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/ms_sophie/9671740"><img src="http://u1.ipernity.com/17/17/40/9671740.f67dbd4c.jpg" width="600" height="256" alt="der weg des internet - zum ersten treffpunkt" border="0"/></a></p>
<p>Von dort geht es weiter zum zweiten Mast. Dort kommen noch ein paar Kabel aus den anderen Teilhäusern zusammen. Hier finden die ersten Vorbereitungen für die große Party statt.<br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/ms_sophie/9671742"><img src="http://u1.ipernity.com/17/17/42/9671742.dccd2106.jpg" width="600" height="189" alt="der weg des internet - zum zweiten treffpunkt" border="0"/></a></p>
<p>Am eigentlichen Sammelpunkt ist dann Zeit zum Ausgehen. Alle machen sich nochmal hübsch, stellen sich in ungeordneten Zweierreihen auf und verschwinden.<br />
<a href="http://www.ipernity.com/doc/ms_sophie/9671743"><img src="http://u1.ipernity.com/17/17/43/9671743.f2737618.jpg" width="388" height="600" class="aligncenter" alt="der weg des internet - zur großen sammelstelle" border="0"/></a></p>
<p>An dieser Stelle endete mein Weg des Internets. Weiter kam ich nicht. Vermutlich haben die Telefonmenschen dann doch irgendwo ein Loch gebuddelt. </p>
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		</item>
		<item>
		<title>Luxusprobleme. Oder warum mich das Leben in Deutschland noch ein bisschen mehr ankotzen wird, wenn ich wieder dort bin.</title>
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		<comments>https://die-katrin.eu/2010/12/15/luxusprobleme-oder-warum-mich-das-leben-in-deutschland-noch-ein-bisschen-mehr-ankotzen-wird-wenn-ich-wieder-dort-bin/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 22:00:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[miss sophie]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[dummheit der menschen]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaftliches]]></category>
		<category><![CDATA[indien]]></category>

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		<description><![CDATA[Eigentlich begann mein letzter Post damit, wie fucking erholsam es ist, wieder hier zu sein. Die Erholung von &#8220;ZOMG, der Bus hat eine Minute Verspätung! Damn you, BVG!&#8221; Die Erholung von all den &#8220;MEGAZOMG, der Zug hat 23 Minuten Verspätung!!! &#8230; <a href="https://die-katrin.eu/2010/12/15/luxusprobleme-oder-warum-mich-das-leben-in-deutschland-noch-ein-bisschen-mehr-ankotzen-wird-wenn-ich-wieder-dort-bin/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Eigentlich begann <a href="http://miss-sophie.eu/2010/12/15/back-in-delhi/">mein letzter Post</a> damit, wie fucking erholsam es ist, wieder hier zu sein. Die Erholung von &#8220;ZOMG, der Bus hat eine Minute Verspätung! Damn you, BVG!&#8221; Die Erholung von all den &#8220;MEGAZOMG, der Zug hat 23 Minuten Verspätung!!! You evilfuckingbastarddeutschebahn, you!!!&#8221; An einem Ort zu sein, wo man mit festen Fahrzeiten nicht rechnen, weil man nie genau weiß, wann der Bus jetzt wirklich kommt oder ob gerade eine Riksha vorne an der Ecke steht und wie gut der Fahrer durch den Verkehr durchkommt, ist Balsam für die geschundene durchtechnisierte-Welt-Seele. </p>
<p>Mal ernsthaft, was ist euer scheiß Problem? Ist die Welt schonmal untergegangen, weil ihr euern Anschluss verpasst habt und auf die nächste Bahn warten musstet? Was plant ihr denn für die reguläre Fahrzeit an Tätigkeiten ein? Läuft das nach dem Motto: &#8220;Okay, der Zug braucht zwei Stunden, das ist genau die Länge des neuen Podcasts, den spiel ich mir auf den mp3-Player.&#8221; &#8220;Hmm, der Akku meines Laptops hält 3,5 Stunden, hoffentlich krieg ich einen Steckdosenplatz, und wenn nicht, darf der Zug aber ja keine Verpätung haben.&#8221; Oh fuckadishit, der Zug hat Verspätung! Was mach ich jetzt bloß? Oh nein! Ich könnte mit meinen Gedanken allein sein. Ich könnte schönen Erinnerungen nachhängen. Oder an einen geliebten Freund oder Verwandten denken und mir eine kleine Überraschung für ihn ausdenken. Holy Mother of Crap! Gibt&#8217;s da nicht irgendein armes Würstchen im Zug, über das ich mich lustig machen kann? Puh, zum Glück hält der Akku des Telefons noch ein bisschen. Los, schnell ein paar rants über andere Menschen raushauen. Oh, na klar, ich könnte mich ja auch noch ein bisschen über schlechte Technik/ dumme Politiker/<insert whatever here> aufregen. Aber hmmm, selber besser machen? Huiuiui, zum Glück ist der Zug jetzt da und ich hab keine Zeit mehr, mir konstruktive Gedanken zu machen, irgendwas eigenes auf die Beine zu stellen. Denn ich muss ja jetzt raus und zum nächsten Ort, an dem ich meinen Zynismus hegen und pflegen kann.</p>
<p>Hört doch bitte mal auf, Unregelmäßigkeiten im Tagesablauf als Fehler zu definieren. It&#8217;s not a bug, it&#8217;s a feature. Unsere durchgestylte Welt mitsamt seinen Wünschen und Hoffnungen auf Ordnung und Struktur ist nur der uns alle blendende Schein, dass so etwas wie perfekte Planung jemals möglich sein könnte. Ist es nicht, denn hinter allem stehen Menschen. Du und ich. Die wir alle nicht perfekt sind. Und ja, es gibt andere Menschen auf diesem Planeten. Fucking learn to live with this.</p>
<p>Und damit widme ich mich jetzt weiter meinen Gedanken, Erinnerungen und Plänen für die nächste Zeit in Berlin.</insert></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Back in Delhi.</title>
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		<pubDate>Wed, 15 Dec 2010 21:14:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[miss sophie]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[indien]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist einfach nur fucking erholsam, wieder in Indien zu sein. An den alten Bushaltestellen steht noch nicht mal dran, welche Linie hier lang fährt. Die Züge haben regelmäßig 3-6 Stunden Verspätung. Und wenn dein Zug doch mal pünktlich um &#8230; <a href="https://die-katrin.eu/2010/12/15/back-in-delhi/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist einfach nur fucking erholsam, wieder in Indien zu sein. An den alten Bushaltestellen steht noch nicht mal dran, welche Linie hier lang fährt. Die Züge haben regelmäßig 3-6 Stunden Verspätung. Und wenn dein Zug doch mal pünktlich um 6 Uhr morgens ankommt, wirft das deine komplette Planung über den Haufen, direkt vom Bahnhof aus ein paar Sachen zu erledigen. Denn um sechs Uhr morgens passieren an der New Delhi Railway Station genau drei Dinge: die Riksha- und Taxifahrer belagern dich, weil sie sonst nichts zu tun haben (okay, das machen sie auch den Rest des Tages, weil sie scheiße nochmal ihr Geld verdienen müssen und morgens macht da keinen blassen Unterschied zu mittags oder abends, but what the heck), die U-Bahn ist bereits gut gefüllt mit Menschen, die mindestens 1 Stunde unterwegs zu ihrer Arbeit sind (letztes Jahr hatte ich eine Studentin, die jeden Morgen 2 Stunden unterwegs war) und Unmengen an Menschen warten vor dem Bahnhof auf ihren Zug (den Grund dafür habe ich noch nicht rausgefunden; vielleicht liegt es an den unberechenbaren öffentlichen Verkehrsmitteln und/oder der Tatsache, dass sie von sonstwoher kommen und den Puffer an &#8216;Bus kaputt&#8217;/&#8217;1 Bus/Zug später wäre 1 Tag zu spät&#8217;/ whattheheckdoiknow einkalkulieren müssen; vielleicht sind sie aber auch ohne Ticket zum Bahnhof gekommen und haben erst eins für den nächsten Tag bekommen.). </p>
<p>Wieder in Delhi sein. Am letzten Abend in Berlin saß ich mit meinem Mitbewohner bei einem Joint beisammen und er fragte mich, ob ich aufgeregt sei. Die Frage stellte ich mir schon davor. Interessanterweise war ich es nicht. Ich fahre ja nur ein paar Freunde besuchen. Der aufregendste Part bestand und besteht darin, dass ich jetzt im Norden Delhis wohne. Und damit eine komplett andere Welt dieser Stadt nochmal näher kennen lerne. Nord- und Süddelhi haben soviel miteinander gemeinsam wie Berlin und Stuttgart. Der Süden besteht aus Wohnvierteln, die in den letzten 4-5 Jahrzehnten rund um ein paar annektierte Dörfer gebaut wurden. In den Sarais kann man die alten Bauweisen, die engen Gassen, das Leben auf der Straße noch finden. In den Wohnvierteln, meist mit einer Mauer von den großen, dazwischen reingezogenen Verbindungsstraßen abgetrennt, gibt es ein paar Shops mit den wichtigen Sachen zum Leben und das war&#8217;s meist. Die schickeren Viertel mit Eigenheimen hier. Die Mehrfamilienhäuserreihen dort. Aber fast überall die Toreinfahrt, die nachts geschlossen und den gesamten Tag über mit Guards ausgestattet sind. Auf der Straße sonst nur die, die die dort auch leben.</p>
<p>Im Norden findet man Toreinfahrten ebenso, jedoch weitaus seltener. Und die Guards fehlen. (Außer an den Eingängen zu den University Hostels, aber das ist sowieso ein ganz anderes Thema. Beim International Women&#8217;s Hostel müssen die Mädels bis neun oder zehn Uhr abends zurück sein, hab vergessen wann genau. Wollen sie bis elf Uhr draußen bleiben, müssen sie das bis neun Uhr beim Guard gemeldet haben, jepp, daran kann ich mich ziemlich genau erinnern.) Aber zurück zum Norden. Die Häuser sind hier näher an der Straße. Wenn kein Shop unten im Haus drin ist, gibt&#8217;s zwar immernoch einen mindestens zwei Meter hohen Zaun, um die Terrasse im Erdgeschoss von außen abzuschirmen (ja, der private Raum ist hier wirklich privat), aber das Feeling ist ein anderes. </p>
<p>Wenn ich weiter drüber nachdenke und mir Old Delhi vor Augen führe, ist es fast eine Bewegung hin zum verschlossenen kleinen privaten Raum, bei der Arbeit und Leben mehr und mehr getrennt werden. Alt-Delhi besteht fast vollständig aus engen und nicht ganz so engen Gassen, in denen der Profession gemäß die Läden angeordnet sind. Hier die Straße mit den Papiermachern. Dort die Straße mit den Ersatzteil- und Werkzeugverkäufern. Da hinten die Textilgasse, dicht gefolgt von den Juwelieren. Zwischendrin gibt es die Straßen, in denen nichts ist, nur Zugänge zu den privaten Häusern. Die Blicke, die dich hier verfolgen, lassen dich genau spüren, dass du da vorne falsch abgebogen und als Tourist hier gerademal toleriert wirst. Aber es sind wenige. (Ihr ahnt es, mein erstes Mal Old Delhi war ein laaanger Spaziergang.) Aber Old Delhi ist winzig. Ein paar Quadratkilometer mit der riesigen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jama_Masjid,_Delhi">Jama Masjid</a> und direkt nebendran dem Meena Bazaar auf nochmal ungefähr der gleichen Fläche. Der Norden entspricht dann schon mehr dem, was mir als Wohngebiet und Stadtaufteilung bekannt vorkommt. Ein paar klassische Einkaufsstraßen hier, ein Shoppingviertel da, dazwischen die Ecken, wo eher gewohnt wird. Der Süden hingegen ist noch stärker aufgeteilt. Die Wohnviertel sind häufig Wohnviertel, bei denen man froh sein kann, wenn in Laufweite ein paar kleine Shops mit dem Notwendigsten da sind, wie Vasant Vihar, Munirka oder dieses Polizei-/Staatsbedienstetenviertel kurz vorm Regierungs- und Botschaftsviertel. Häuserreihe um Häuserreihe und zwischendrin auf relativ klar begrenztem Gebiet der Markt. </p>
<p>Soweit zu meinem Außenblick. Dem Blick eines Menschen, der nur mittel- und nordeuropäische Städte und Dörfer kennt. Dem Blick eines Menschen, der vom brandenburgischen Strausberg nach nebenan ins große Berlin gezogen ist (mit all seinen unterschiedlichen Vierteln) und alles andere von diesem Planeten nur aus Zeitschriften, Kino und dem Fernsehen kennt. </p>
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