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	<title>die katrin &#187; gesellschaftliches</title>
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	<description>my photography &#38; other stuff</description>
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		<title>&#8220;Das kleine Haus im Wald&#8221;</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jan 2014 00:11:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[katrin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[beobachtungen]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaftliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Hallelujah! Dieses Video macht mich grade ein bisschen sprachlos. Diese Sprachlosigkeit, wenn man inmitten von Geschichte steht. Im Süden Berlins steht ein Einfamilienhaus seit über 20 Jahren leer. Eine Gruppe Jugendliche des JC Finkenwalde hat sich nun aufgemacht und der &#8230; <a href="https://die-katrin.eu/2014/01/08/das-kleine-haus-im-wald/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Hallelujah! Dieses Video macht mich grade ein bisschen sprachlos. Diese Sprachlosigkeit, wenn man inmitten von Geschichte steht. </p>
<p>Im Süden Berlins steht ein Einfamilienhaus seit über 20 Jahren leer. Eine <a href="http://www.job-ev.de/jc-fiwa/?p=63">Gruppe Jugendliche des JC Finkenwalde</a> hat sich nun aufgemacht und der Geschichte dieses Hauses nachgespürt. Im Kern steht die vorige Bewohnerin, während die Kamera den noch vorhandenen Spuren ihres vergangenen Lebens nachspürt. Einige Plätze im Haus sehen ziemlich verwüstet aus, eher klassisch abandoned place, der nicht mehr ganz so alleingelassen scheint. Einige Stellen sehen aus, als wäre dieses Haus Hals über Kopf verlassen worden und seitdem nie wieder berührt. </p>
<p>Props ans <a href="http://www.kraftfuttermischwerk.de/blogg/seit-ueber-20-jahren-verlassen-das-kleine-haus-im-wald-ein-jugendfilmprojekt/">Kraftfuttermischwerk</a>. Und <a href="http://www.job-ev.de/jc-fiwa/?p=63">auf der Projektseite</a> gibt es noch weitere Infos und Bilder. </p>
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<p><a href="http://vimeo.com/80671958">Direkt bei vimeo</a></p>
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		<title>No challenge should be faced without a little charme and a lot of style.</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Nov 2013 09:45:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[katrin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[events]]></category>
		<category><![CDATA[freuden der virtualität]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaftliches]]></category>
		<category><![CDATA[zeichen und ihr (eigen)leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Soundtrack. Bluetonic von den Bluetones. Odyssey of Failure. Das Scheitern-Barcamp vergangenes Wochenende in der c-base. Klein &#038; fein. Impostor Syndrom. Wir sind alle drauf abgegangen wie Schmidts Katze als der johl mit diesem Label ankam. Offenbar eine übliche Reaktion. Endlich! &#8230; <a href="https://die-katrin.eu/2013/11/04/no-challenge-should-be-faced-without-a-little-charme-and-a-lot-of-style/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Soundtrack. <a href="http://www.youtube.com/watch?v=7JVFHCcHv5Y" target="_blank">Bluetonic von den Bluetones</a>.</p>
<p>Odyssey of Failure. Das <a href="http://odyssey-of-failure.info" target="_blank">Scheitern-Barcamp</a> vergangenes Wochenende in der c-base. Klein &#038; fein. </p>
<p>Impostor Syndrom. Wir sind alle drauf abgegangen wie Schmidts Katze als der <a href="https://twitter.com/johl" target="_blank">johl</a> mit diesem Label ankam. Offenbar eine übliche Reaktion. Endlich! Endlich ein Wort für das, was mich seit immer schon begleitet. Macht das drüber wegkommen und damit umgehen auch nicht leichter. Aber Labels haben diesen schönen Vorteil, dass sie einen Ankerpunkt bieten, einen Haltepunkt, der die inneren Signale bündeln kann und das Handlen erleichtern kann. Wie auch Depression und Selbstmitleid. Wir dürfen nur nicht an so einem Punkt stehen bleiben und es genauso wenig als Absolutum sehen. Gefühle, innere Zustände, Gedanken sind fließend. Gleiches gilt für die Labels, die wir drauf packen.<br />
Eingänge ins Schloss: Post aufm Ada Intitiative Blog &#8220;<a href="http://adainitiative.org/2013/06/kicking-impostor-syndrome-in-the-head-lessons-from-adacamp-dc-and-sf/" target="_blank">Kicking impostor syndrome in the head</a>&#8220;, <a href="http://geekfeminism.wikia.com/wiki/Impostor_syndrome" target="_blank">Impostor Syndrome im Geek Feminism Wiki</a>.</p>
<p>Sartre. Jemand erwähnte, dass Sartre sich u.a. mit dem Wahn des Absoluten in unserer Kultur und Gesellschaft auseinandergesetzt hat. Seit langem mein Ding. Zeit, seine Texte zur Hand zu nehmen. </p>
<p>ADHS. Damals beim Lesen von &#8220;Dinge geregelt kriegen&#8221; hatte ich mal den Gedanken, ob das nicht ein Grund für meine damaligen Depressionen sein könnte. Habe es aber wieder beseite geschoben, weil mein Hirn, meine biochemischen Prozesse dann doch ziemlich gut in der Lage sind zu selektieren, auszublenden. Und deswegen kam es mir für mich zu einfach vor und eher wie ein Wegrennen vor der Auseinandersetzung mit den internalisierten Anspruchshaltungen, die mein eigentliches Thema waren und z.T. immer noch sind. Übrig blieb die spannende Beobachtung, dass unterschiedliche kognitive/psychische Erscheinungen die gleichen Effekte haben. Jetzt wieder. Sämtliche beschriebene Effekte des ADHS auf Leben und Lebensorganisation konnte ich direkt unterschreiben. Wie aber auch ganz viele andere im Raum. Wieder die gleichen Gedanken und Selbstbeobachtungen. Diesmal unterfüttert mit der Einsicht, dass es auch keinen Unterschied macht, denn (siehe oben) ein Ankerpunkt ist kein Endpunkt. Dazu der Gedanke, dass auch schon viele Kulturbeobachter von der Reizüberflutung in unserer Zeit und unserer Welt sprechen und das ganze Konglomerat als Skala mehr Sinn macht als es als diskretes Merkmal einer psychischen Störung zu sehen. Es sei denn, ich gehe soweit (wie auch schon geschehen), unsere gesamte Gesellschaft mit dem ADHS-Stempel zu versehen. Aber was ist damit gewonnen?</p>
<p>Das Absurdeste überhaupt. Exakt in der Mitte des Scheitern-Barcamps bin ich gescheitert. Musste ich ein Scheitern vor mir selbst und emotional eingestehen. Ist eine Sache gescheitert, die von vornherein (rational schon immer klar) zum Scheitern verurteilt war. Das Gute, schon währenddessen habe ich überlegt, was wohl Hilfreiches für mich aus dieser ganzen Geschichte rauskommt und eine Antwort gefunden. Jetzt, nicht vergessen, festhalten daran, denn die Antwort hat noch immer Gültigkeit. </p>
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		<title>Crack. Alkohol. Meth.</title>
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		<pubDate>Mon, 04 Nov 2013 07:31:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[katrin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[gesellschaftliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Hans Cousto hat in seiner Drogerie ein &#8220;Plädoyer für die Magic Mushroom Social Clubs&#8221; gehalten. Davor gibt&#8217;s jede Menge Statistiken aus einer niederländischen Studie, die 19 Substanzen nach verschiedenen Faktoren und Effekten vergleicht. Mal wieder sehr interessant: die Stellung &#8230; <a href="https://die-katrin.eu/2013/11/04/crack-alkohol-meth/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Der Hans Cousto hat in seiner Drogerie ein &#8220;<a href="http://blogs.taz.de/drogerie/2013/11/03/pladoyer-fur-magic-mushroom-social-clubs/">Plädoyer für die Magic Mushroom Social Clubs</a>&#8221; gehalten. Davor gibt&#8217;s jede Menge Statistiken aus einer niederländischen Studie, die 19 Substanzen nach verschiedenen Faktoren und Effekten vergleicht. Mal wieder sehr interessant: die Stellung von Alkohol im Vergleich zu allen anderen Substanzen. Alkohol, neben Tabak auch legal und den wenigsten Einschränkungen unterworfen. </p>
<p>Die Headline ist btw das Ranking der chronischen Toxizität, d.h. wie hoch ist die Vergiftungsgefahr der jeweiligen Substanzen im Dauerkonsum. </p>
<p>Und ich glaub, ich starte mal einen Substanz-Disclaimer, der bei Posts dieser Thematik jetzt immer ran kommt.<br />
Genießt euer Leben. Macht, was ihr wollt. Aber verfickt nochmal, macht euch klar, was ihr da tut bzw. tun wollt. Nicht nur für euch, sondern auch für eure Freund*innen und andere Menschen in eurem Umfeld. Hier gibt&#8217;s mehr Infos zu Substanzen, Wirkweisen und aktuelle Meldungen zu dem, was grade unterwegs ist: <a href="http://www.drugscouts.de/de/substanzen">drugscouts</a> und <a href="http://www.drogenkult.net">DrogenGenussKultur</a>.</p>
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		<title>Nacktheit.</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Oct 2013 08:51:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[katrin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[gesellschaftliches]]></category>
		<category><![CDATA[zeichen und ihr (eigen)leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Miley Cyrus. Seit Tagen (oder fast schon Wochen?) flattert die Geschichte hier in unseren Medien und Timelines rum. Meist auch an mir vorbei. Einzig über den Nilz kriege ich immer mal wieder mit, dass er sich konsequent auf ihre Seite &#8230; <a href="https://die-katrin.eu/2013/10/04/nacktheit/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Miley Cyrus. Seit Tagen (oder fast schon Wochen?) flattert die Geschichte hier in unseren Medien und Timelines rum. Meist auch an mir vorbei. Einzig über den <a href="http://www.qlod.org/weltfrieden/">Nilz</a> kriege ich immer mal wieder mit, dass er sich konsequent auf ihre Seite stellt. Gestern dann Tag der Offenen Briefe. </p>
<p>Sinéad O&#8217;Connor wählt den Offenen Brief als Kommunikationsmittel und äußert sich nach diversen Anfragen seitens der Journaille lieber auf ihrem eigenen Blog zum Thema. (&#8220;<a href="http://www.sineadoconnor.com/2013/10/open-letter-to-miley-cyrus/">Open Letter to Miley Cyrus</a>&#8221; aufm Blog, is aber grade down; Mirror davon aufm <a href="http://www.theguardian.com/music/2013/oct/03/sinead-o-connor-open-letter-miley-cyrus">Guardian</a>.) Dieser wiederum hat Amanda Palmer dazu veranlasst, eine Replik auf ihrem Blog zu veröffentlichen: &#8220;<a href="http://amandapalmer.net/blog/20131003">An open letter to sinéad o’connor, re: miley cyrus.</a>&#8221;</p>
<p>Sinéad O&#8217;Connor&#8217;s Brief fasse ich mal zusammen als: &#8216;Mädel, das mit dem nackt rumtanzen ist nur eine Form der Ausbeutung, sei sie auch selbstgewählt. Denn sex sells und du bist damit nur ein weiteres Verkaufsobjekt. Find mal besser andere Wege, um dich als starke bzw. erstarkende post-Hannah-Montana-Frau in der Öffentlichkeit zu präsentieren und durchzusetzen, denn du bist mehr als deine Sexualität.&#8217; Ist nicht viel gegen zu sagen. Das bringt die Mechanismen des Showbiz ziemlich genau auf den Punkt und folgt argumentativ einer der großen Grundansichten des Feminismus nämlich Frauen sind mehr als ihr Körper und das gilt es zu erkämpfen. Den paternalisierenden bzw. maternalisierenden Tenor dieses Briefes erwähne ich der Vollständigkeit halber mal, aber lasse es soweit auch ohne weiteren Kommentar stehen.</p>
<p>Amanda Palmer hat darauf im Kern ungefähr Folgendes geantwortet: &#8216;Das ist ja alles schön und gut und richtig. Aber was auch passiert: Wenn eine Frau sich selbstgewählt nackt in der Öffentlichkeit präsentiert, dann gibt&#8217;s Kontra, und zwar zuallererst von anderen Frauen, die einem einreden vom patriarchalen System korrumpiert worden zu sein. Und das führt auch wieder nur dazu, dass Frauen sich in ihrem Körper unwohl fühlen, weil sie sich nicht nach außen geben können, wie sie es gerne würden. Viel zielführender ist es, die gesamte Bandbreite zuzulassen und zu bekräftigen und stattdessen andere Mittel zu finden, um den Kampf um das eigene Selbst zu kämpfen.&#8217; Dieser Text benennt m.E. eines der großen Probleme des derzeitigen Mainstream-Feminismus: Alles, aber auch wirklich alles wird als Produkt männlicher Machtstrukturen eingeordnet, insbesondere wenn es in den Bereich Sexualität/Nackheit/Schönheit(sideale) geht. </p>
<p>Szenenwechsel nach Bielefeld und zu Feine Sahne Fischfilet. Dazu vorweg: Wer die Story als Internethype mitbekommen hat, lese sich bitte <a href="https://www.facebook.com/photo.php?fbid=712718192076277&#038;set=a.159183567429745.32981.147962038551898&#038;type=1">das Statement der Band</a> (FB-Link, public) dazu durch. Die haben neulich ein Konzert im AJZ gegeben. Der Drummer zog irgendwann sein T-Shirt aus. Das Konzert wurde daraufhin von den Hausbetreibern mit Verweis aufs Hausrecht/Plenumsbeschluss unterbrochen, welches besagt, dass nackte Oberkörper nicht geduldet werden, da das AJZ auch ein Schutzraum gegen Sexismus ist. Nach ungefähr 20 Minuten Klärung mit allen Beteiligten hat die Band dann auch weitergespielt. </p>
<p>Was mir daran auffällt: Es ist egal, wer sich auszieht. Das Ausziehen ist das Problem. Nacktheit. Nacktheit soll nicht in der Öffentlichkeit stattfinden. Nacktheit ist obszön. Nacktheit ist sexuell. Dem männlichen nackten Körper wird permanent sexuelle Gewalt und Macht zugeschrieben. Der weibliche nackte Körper ist Ausdruck der sexuellen Objektifizierung. Also bitte alle wieder die Klamotten anziehen und lieber den obersten Knopf noch zuknöpfen, damit… Ja was? Was ist damit eigentlich gewonnen? Und was verloren? Der nackte Körper ist nicht nur, aber eben auch Teil eines jeden Menschen. Wie kann der nackte Körper entsexualisiert werden, wenn er nicht mehr stattfindet? Ich möchte behaupten: gar nicht. Das Thema wird nur aus der Öffentlichkeit hinaus ins Private argumentiert. </p>
<p>Und damit wird auch weiterhin Sexualität als Tabu aufrecht erhalten. </p>
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		<title>Geld von A nach B. Gedankenfetzen.</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Oct 2013 16:10:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[katrin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[gesellschaftliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Das Barcamp Hamburg hat heute seine Anmeldung gestartet. Es gibt Tickets für 19,- Euro das Wochenende. Es ist das erste Mal, dass ich sehe, dass ein Barcamp Eintritt nimmt. Die Hintergründe kenne ich (noch) nicht. Ich saß ein Weilchen da, &#8230; <a href="https://die-katrin.eu/2013/10/01/geld-von-a-nach-b-gedankenfetzen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Das Barcamp Hamburg hat heute seine Anmeldung gestartet. Es gibt Tickets für 19,- Euro das Wochenende. Es ist das erste Mal, dass ich sehe, dass ein Barcamp Eintritt nimmt. Die Hintergründe kenne ich (noch) nicht. Ich saß ein Weilchen da, überlegte und entschied mich dagegen. Das fühlt sich zu falsch an, für ein Barcamp Eintritt zu bezahlen. Ich kann mir ein paar Sachen schon so zurecht reimen. Wer Eintritt zahlt, wird auch wahrscheinlicher dort auftauchen. Die no-show-Rate (= Leute tauchen nicht auf und sagen auch nicht ab, so dass Leute aus der Warteliste nachrücken können) bei Barcamps ist leider immer ziemlich krass. Auch wenn die tatsache sehr sozialen 19,- umgekehrt nicht wirklich weh tun, wenn man nicht hingeht. Vielleicht waren&#8217;s auch fehlende Sponsorengelder in den vergangenen Jahren. Dazu kam mir kurz der Gedanke: Warum dann nicht Crowdfunding, also eine gute, alte Spendenaktion? Aber ist der Unterschied wirklich so groß? Aber ist der Unterschied wirklich da? Beim Crowdfunding gibt&#8217;s irgendein produktspezifisches Gimmick, bei einem Barcamp wahrscheinlich sowas wie garantiertes Dabeisein. Beim Ticketverkauf gibt&#8217;s ein Ticket, auch sowas wie garantiertes Dabeisein. Hier ist der Gedanke in die Abendsonne entwichen…</p>
<p>Eine frisch gegründete, auf Wirtschaftlichkeit ausgerichtete und mit Geschäftsmodell versehene Firma macht eine Crowdfunding-Aktion. Ich runzelte für einen Moment die Stirn. Bis mir (das erste Mal in dieser Form) klar wurde, dass sie damit auf einen Bankkredit verzichten können. Peer to peer in der Ökonomie. Nichts neues hier, ich weiß. </p>
<p>Frisch auf meinem Schreibtisch: &#8220;From Bakunin to Lacan. Anti-Authoritarianism and the Dislocation of Power&#8221; von Saul Newman. </p>
<p>Frisch beiseite gelegt: McLuhan&#8217;s &#8220;Krieg und Frieden im globalen Dorf&#8221;. Die Darstellung war mir viel zu wirr und die Begriffe so unscharf, dagegen ist Bourdieu geradezu ein analytischer Guru. Weiß jemand, ob es sich dennoch lohnt? </p>
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		<title>Kurzer shout zur Passivität.</title>
		<link>https://die-katrin.eu/2013/08/05/kurzer-shout-zur-passivitat/</link>
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		<pubDate>Mon, 05 Aug 2013 08:53:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[katrin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[gesellschaftliches]]></category>
		<category><![CDATA[zeichen und ihr (eigen)leben]]></category>

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		<description><![CDATA[Part eins: Derzeit ist die Frage ja (mal wieder) sehr groß, weshalb Menschen in Deutschland so selten auf die Straße gehen bzw. generell eher passiv auf Missstände in unserer Gesellschaft reagieren. Part zwei: Ich übersetze momentan einen Theorietext zu Rassismus &#8230; <a href="https://die-katrin.eu/2013/08/05/kurzer-shout-zur-passivitat/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Part eins: Derzeit ist die Frage ja (mal wieder) sehr groß, weshalb Menschen in Deutschland so selten auf die Straße gehen bzw. generell eher passiv auf Missstände in unserer Gesellschaft reagieren.<br />
Part zwei: Ich übersetze momentan einen Theorietext zu Rassismus vom Deutschen ins Englische. Dieser Text enthält viele Passivkonstruktionen, die sich bei der Übersetzung als, nun ja, Herausforderungen darstellen. </p>
<p>Kurz zur Erinnerung: Passivsätze sind Sätze à la &#8220;Das Buch wurde mir geklaut.&#8221; Ein entsprechender Aktivsatz lautet: &#8220;XY hat mir das Buch geklaut.&#8221; Der große Unterschied im Satzbau: Der Aktivsatz hat ein (grammatisches) Subjekt und in vielen Sätzen, die Aussagen rund um Menschen treffen, ist an dieser Stelle ein Akteur: &#8220;Der Idiot im blauen Shirt hat mir das Buch geklaut.&#8221; (Vorkommende Sexismen bitte ich zu entschuldigen.) </p>
<p>Wie gesagt, die deutsche Fassung des Übersetzungstextes wimmelt von Passivkonstruktionen. Und wenn man mal genau hinhört und -liest, passiert das im Deutschen insgesamt ziiiemlich häufig. Im Englischen nun gibt es auch die Möglichkeit, Passivsätze zu konstruieren. Allein, es passiert sehr selten. In dem Anspruch, einen möglichst wohlklingenden englischen Text zu erstellen, bin ich nun geneigt, viele Aktivsätze zu verwenden. </p>
<p>Und stelle fest: Da gibt es kein Subjekt. Und wenn ich mir aus dem Kontext etwas Passendes zusammenbastele, stelle ich doch jedes Mal fest, dass ich damit eine Aussage generiere, die wesentlich konkreter, wesentlich stärker ist als das deutschsprachige Äquivalent. Ich nenne Dinge im Aktivsatz beim Namen, die im Passivsatz unter den Tisch fallen können. </p>
<p>Damit bin ich bei meinem Punkt. Der Aktivsatz kann ganz viel, ist diskursiv z.T. hochkomplex, und generell kann jede Satzart ganz viel, vor allem aber eins: Mit dem Gesagten auf Menschen, Gegenstände, Konzepte und Ideen referenzieren. Das kann der Passivsatz auch, aber eben nur halb, weil nur das grammatische Objekt referenziert wird, nicht aber das grammatische Subjekt. Als Effekt davon kann jeder von uns mit Passivkonstruktionen Dinge im Unbestimmten lassen, wenn man [sic!] sich nicht festlegen will. Und aus nicht-so-konkreten sprachlichen Äußerungen lassen sich auch schwerer konkrete Handlungen und Aktionen ableiten. </p>
<p>An dieser Stelle spanne ich jetzt mal den rissigen Bogen zu Part eins. Was, wenn einer der Gründe für die weitverbreitete Untätigkeit unsere Sprache ist? Bzw. die Art und Weise, wie wir sprachliche Äußerungen in unserem kulturellen Raum tätigen. Wilde These also: In unserem deutschsprachigen kulturellen Raum verwenden wir häufig sprachliche Passivkonstruktionen, die bei Beobachtungen und Feststellungen keine Akteure benennen (gegen die wiederum Aktionen geplant werden können) und unbewusst das Gefühl der Handlungsunfähigkeit bestärken. Ich behaupte nicht, dass dies der einzige Grund ist. Wie ihr auch an fehlenden Verlinkungen erkennt, habe ich jetzt mal laut vor mich hin gedacht. </p>
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		<title>Wie nur, wie?</title>
		<link>https://die-katrin.eu/2013/04/01/wie-nur-wie/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Apr 2013 03:42:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[katrin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[gesellschaftliches]]></category>

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		<description><![CDATA[Seitdem der Bundestag das Leistungsschutzrecht hat durchgehen lassen und Sascha Lobo seine flammende Rede darnieberschrieb, geht auch mir wieder vermehrt durch den Kopf: Wie würde ich meiner Mama oder meiner Oma oder einem eher konservativen, aber dennoch freiheitsliebenden Freund aus &#8230; <a href="https://die-katrin.eu/2013/04/01/wie-nur-wie/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Seitdem der Bundestag das Leistungsschutzrecht hat durchgehen lassen und <a href="http://saschalobo.com/2013/03/22/unsere-muetter-unsere-fehler/">Sascha Lobo seine flammende Rede</a> darnieberschrieb, geht auch mir wieder vermehrt durch den Kopf: Wie würde ich meiner Mama oder meiner Oma oder einem eher konservativen, aber dennoch freiheitsliebenden Freund aus England erklären, was denn nun genau das Problem ist?</p>
<p>Das ist gar nicht so einfach. In Blitzgeschwindigkeit rauschen Stichworte und übliche Entgegnungen wie “Aber mich betrifft das ja gar nicht!”, Aushebelung des Grundgesetzes und freiheitlicher Grundwerte und -rechte, Politikverdrossenheit, dem dann doch irgendwie vorhandenen tief sitzenden Glauben daran, dass die Polizei und die Politik die braven, guten, rechtgläubigen Bürger nicht weiter behelligen werden, abstrakte Technik, weit weg von der Lebensrealität vieler Menschen, und dann doch wieder nicht, wenn ich jeden Tag mein Handy anhabe und meine Emails lese, Polizeistaat, Rasterfahndung, Funkzellenabfrage, Fluggastdatenübertragung, kapitalistische Elitenpolitik, illegale Downloads, “Ja, aber das ist doch auch gegen das Gesetz!”, neue Geschäftsmodelle, veränderte technische und kulturelle und eben auch ökonomische Strukturen &#8211; all das und noch viel mehr rauscht im Nanosekundentakt durch mein Hirn. </p>
<p>Es ist ein Kuddelmuddel mit vielen Fragen. Wann und wie betrifft es mich? Oder diejenigen Menschen, die das Internet für Skype mit den Kindern und zum Buchen der Urlaubsreise nutzen? Wie nutzen unsere Eltern oder Großeltern überhaupt das Internet? Und ich? Was genau ermöglicht eigentlich die bundesrepublikanische Verfassung im Alltag? Ist die standardmäßige Funkzellenabfrage in Berlin irgendwie relevant für meine Nachbarn, die ihr Kind morgens in die Kita bringen, dann auf Arbeit oder Arbeitssuche gehen, abends den Fernseher anschalten, morgens das Radio, am Wochenende in den Park gehen, an Ostern ihre Familien besuchen, im Sommer in Urlaub fahren, … Wo betrifft das meine Nachbarn? Wenn ihre Telefonnummer eine von zigtausenden in einer Liste ist? Sehr wahrscheinlich eine Art Karteileiche. Und halten sie es vielleicht für ein notwendiges Übel, dass ihre Daten miterfasst werden, wenn doch damit ein paar Verbrechen aufgeklärt werden können? So wie so viele von uns freiwillig ihre Daten bei zig Internetdiensten hinterlassen und die Werbung gern in Kauf nehmen für den kostenlosen Dienst. Solange… Ja, solange was? Solange es nicht allzu creepy wird? Solange eine bestimmte Balance zwischen ‘anbieten’ und ‘nutzen’ gewahrt bleibt? Aber wie wird diese Grenze bestimmt? Und wo sind die Grenzen, deren Verlauf wir alle schleichend verändern, weil Zusammenleben Kultur ist und Kulturen aus Konventionen und Übereinkünften bestehen, jeden Tag neu gelebt und neu verhandelt. </p>
<p>Ich würd jetzt gerne mit einem “Heureka! Das ist der Weg und das ist mein Beitrag dazu!” enden. Den seh ich nur grade nicht. Aber den muss ich auch gar nicht alleine finden. </p>
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		<title>&#8220;the prison&#8221;. &#8220;Arbeitslager&#8221;. Kapital. Und ein paar gute Worte mittendrin.</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Oct 2012 03:00:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[katrin]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[gesellschaftliches]]></category>
		<category><![CDATA[new zealand]]></category>

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		<description><![CDATA[DISCLAIMER Du bist auf dem Weg nach Neuseeland für ein paar Monate Working Holiday und zufällig hier auf meinem Blog gelandet? Zu allererst: Viel Spaß! Zum nachfolgenden Artikel. Dieser Artikel ist von Oktober 2012 und spiegelt meine persönliche(!) Meinung in &#8230; <a href="https://die-katrin.eu/2012/10/22/the-prison-arbeitslager-kapital-und-ein-paar-gute-worte-mittendrin/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size:0.8em"><em><strong>DISCLAIMER</strong> Du bist auf dem Weg nach Neuseeland für ein paar Monate Working Holiday und zufällig hier auf meinem Blog gelandet? Zu allererst: Viel Spaß! Zum nachfolgenden Artikel. Dieser Artikel ist von Oktober 2012 und spiegelt meine persönliche(!) Meinung in meinem eigenen Schreibstil. Plus, je mehr Zeit zwischen diesem Artikel und der Zukunft (deiner jetzigen Gegenwart) liegt, desto mehr kann sich verändert haben. </em></span></p>
<p>Duncannon. Der Name klingt nach mittelalterlichem Schloss hoch oben in den Bergen Schottlands. Das mit dem mittelalterlich stimmt soweit &#8211; wenn man Schloss durch Festung ersetzt und sich ein paar krude Regularien dazu denkt. Das Duncannon in Blenheim. Wir nannten es liebevoll &#8220;the prison&#8221;. Weil die Bungalows noch weniger Charme versprühen als jedes Schullandheim in Deutschland und mehr nach funktionalem Lager aussehen denn nach Hostel (was es offiziell ist). Weil man keinen Alkohol trinken darf. (Ok, man darf den nur in seinem Zimmer trinken, nicht aber in den communal areas, aber hey. Zum Grund dafür komme ich gleich.) Weil man nur an zwei ausgewiesenen, immerhin überdachten Ecken rauchen darf, nicht aber auf dem restlichen unter-freiem-Himmel-Gelände (selber Grund wie beim Alkohol, aber ad absurdum geführt in der Umsetzung). Weil sie das Geschäftsmodell work&#038;stay-packages verfolgen. Weil sie für die Bereitstellung von Vans für die Fahrt zur Arbeit das Doppelte von dem verlangen, was ortsüblich ist. </p>
<p>Hideaway Lodge. Der Name klingt nach verträumter Oase mitten im Nirgendwo. Das mit dem mitten im Nirgendwo stimmt soweit &#8211; wenn man Oase durch schmucklose Bungalowsiedlung ersetzt und sich ein paar Kakerlaken in der Größe meines Mittelfingers dazu vorstellt. Die liebevolle Bezeichnung &#8220;Arbeitslager&#8221; stammt von einer hiesigen Freundin, die mal zu Besuch war und rückwärts wieder rausgestolpert ist. Das Hideaway hat mit dem Duncannon das Funktionale gemein. Es ist ein Ort für Saisonarbeiter und solche, die es werden wollen. Allerdings muss ich das Hideaway gleich mal ein wenig in Schutz nehmen. Der Besitzer und Manager ist nämlich eine Seele von Mensch und kümmert sich großartig darum, uns mit Jobs zu versorgen. Und wer kein Auto hat, kann immer kostenlos 2x am Tag mit dem Hostelvan in die Stadt gefahren werden oder eben zur Arbeit, wenn nötig. Und sowas wie Alkoholverbot oder solche Scherze gibt&#8217;s hier auch nicht, trotz Leuten von den Inseln. </p>
<p>Aber kommen wir zu ein paar Erklärungen mit ein paar subjektiven Einfärbungen. Die Sache mit dem Alkohol und dem Rauchen, vor allem die Sache mit dem Alkohol. Das Duncannon beherbergt eine ganze Reihe an sogenannten RSE-Arbeitern. RSE steht für Recognised Seasonal Employer (Scheme), hier der Link zur offiziellen Seite des <a href="http://www.dol.govt.nz/initiatives/strategy/rse/index.asp">Department of Labour</a>. Das Duncannon fungiert also als Arbeitgeber für Saisonarbeiter, die hier in Neuseeland meist von den Inseln nördlicherseits kommen, also Tonga, Wanuatu, Samoa usw. (Für die Hideaway Lodge gilt das nur eingeschränkt, die sind &#8220;nur&#8221; anerkannter Wohnort.) Saisonarbeiter werden &#8211; ähnlich wie in Deutschland für die Spargel- und Erdbeerernte &#8211; dringend gebraucht, um die schiere Menge an anfallender Erntearbeit erledigen zu können. Diese Notwendigkeit trifft dann auf Einwanderungspolitik westlicher Art und wird eben in besagtem RSE-Programm organisiert. Mit entsprechenden Bedingungen, Regularien und Vorschriften, wie sich das für eine ordentliche Einwanderungspolitik halt so gehört. Die Saisonarbeiter von den ökonomisch dritt-welt-lerischen pazifischen Inseln dürfen sich schließlich glücklich schätzen, wenn sie eines der begehrten Visa erhalten und hier in Neuseeland vergleichsweise viel Geld verdienen dürfen. Was sie gefälligst wieder nach Hause tragen sollen anstatt es hier für ihre eigenen Freuden zu verbraten. Und schlussendlich sind sie zum Arbeiten hier, nicht zum Trinken. Dass die Leute von den Inseln hier auf eine freiheitlich-kapitalistische Kultur treffen, in der ihnen den ganzen Tag lang vorgelebt wird, dass man selbst über sein Leben entscheiden kann und das verdiente Geld einem selbst &#8220;gehört&#8221; und man (vermeintlich) selbst entscheiden kann, wofür man das so ausgibt, wird nirgendwo erwähnt, geschweige denn problematisiert. Zu selbstverständlich ist auch hier die Annahme, dass man den Menschen von den Inseln ja etwas Gutes tut. Dass Neuseeland ein großer Haufen verfaulendes Obst wäre, gäbe es diese Saisonarbeiter nicht, wird wohl nur hinter vorgehaltener Hand in verschlossenen Zimmern geflüstert. </p>
<p>Soviel zur Arroganz des Westens. Auf der anderen Seite stehen die Familien und z.T. Communities, deren tatsächlich einzige Chance, an Geld via Arbeit zu kommen, eben diese Saisonarbeit in Neuseeland ist (und in Australien). Ihr erinnert euch an meinen Post über Leute, die aus Asien oder Südamerika hierher kommen und das vornehmlich, um Geld fürs spätere Studium o.ä. zu verdienen? Gleiche Geschichte. Dementsprechend sind die Vorschriften und Verbote durchaus auch erwünschte Regularien von Seiten der Community-Oberhäupter und Politiker auf den pazifischen Inseln. Und neben der ökonomischen Komponente gelten die RSE-Worker auch als Repräsentanten für die Inseln, auf denen Australier und Kiwis ihren Urlaub machen sollen. Da sind unangenehm auffallende Zeitgenossen eher weniger hilfreich. </p>
<p>Mhmmm, nun jaaa &#8211; mag sich die eine oder der andere nun denken &#8211; wenn das beide Seite so wollen, dann wollen das beide Seiten so. Da kannste als dahergelaufener Europäer jetzt auch nicht viel dran aussetzen. Und in der Tat. Dieser Punkt hat mich in meiner anfänglichen Empörung auch erstmal wieder ruhig werden lassen. Aber was mich weiterhin keksig macht an der ganzen Sache, ist das Unbehagen, dass Neuseeland am längeren, finanziellen Hebel sitzt und damit in einer Machtposition steht, die Bedingungen zu diktieren. Es ist das alte Spiel. Arbeitskraft auf der einen Seite. Arbeitgeber auf der anderen Seite. Und dazwischen und drumherum Lebenswelten, die auf montärem Kapital aufgebaut sind und ihre Netze der Abhängigkeit spinnen. </p>
<p>Zum Schluss nochmal kurz was zum Duncannon und den work&#038;stay-packages. Das funktioniert so: Die Leute, die Arbeiter brauchen, rufen bei den Hostels an und fragen, ob es dort Backpacker gibt, die gerade Arbeit suchen. Und je mehr Leute von einem Hostel kommen, desto einfacher ist die Orga drumrum (Transport usw.). Einige Hostels bauen darauf nun ihr Geschäftsmodell auf, indem sie zu den Arbeitgebern sagen, ja wir organisieren das für euch. Und damit sich der Aufwand auch lohnt, muss man als Arbeiter dann in deren Hostel wohnen. (Wenn man einen eigenes Auto hat und relativ guten Kontakt zum Supervisor/Manager des Arbeitgebers aufbaut, kann man diese Situation schnell ändern, aber das muss man auch erstmal wissen.) Das Duncannon ist dabei noch einer der angenehmeren Orte. Die facilities sind nüchtern, aber sehr sauber und die Angestellten kümmern sich und helfen bei allen Problemen, soweit es ihnen eben möglich ist. Von Orten wie dem Kiwibunker oder dem Cherry House in Blenheim oder dem Hairy Berry in Te Puke habe ich da wesentlich Schlimmeres gehört. Vor allem das Hairy Berry soll wohl durch seine ausnehmende Dreckigkeit und Sorglosigkeit hervorstechen. </p>
<p>Grundsätzlich kann ich aber nur empfehlen, von work&#038;stay-packages die Finger zu lassen. Es geht immer auch irgendwie anders. Ja, es ist 2012, aber Neuseeland funktioniert nach wie vor am ehesten über persönliche Kontakte. Was im Netz an Farmarbeit zu finden ist, spiegelt lediglich gefühlt 25% der Saisonarbeit wieder. Alles andere läuft eben darüber, dass die Farmmanager bei den Hostels anrufen. Das Internet ist für mich mittlerweile mehr so ein Fingerzeig geworden, in welchen Regionen gerade ungefähr welche Arbeit zu finden ist. Für alles weitere fahre ich dann vor Ort. </p>
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		<title>Die halbe Stadt vor Augen.</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Sep 2012 22:52:35 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich schaue über Rotorua und bin in Gedanken bei meinen Freunden in Berlin und einer Freundin nahe Osnabrück. Sie fehlen mir hier. Ich habe mich noch nicht daran gewöhnt, hier mit Menschen durch die Lande zu ziehen, die ich gerade &#8230; <a href="https://die-katrin.eu/2012/09/03/die-halbe-stadt-vor-augen/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich schaue über Rotorua und bin in Gedanken bei meinen Freunden in Berlin und einer Freundin nahe Osnabrück. Sie fehlen mir hier. Ich habe mich noch nicht daran gewöhnt, hier mit Menschen durch die Lande zu ziehen, die ich gerade erst kennengelernt habe. Die meisten sind sehr sympathische Menschen, unbenommen. Aber wenn dein Herz und dein Kopf immer wieder flüstern &#8220;ach wie schön wäre es, wenn jetzt L. nebenher laufen würde und all die kleinen Dinge entdecken würde, von denen du immer nur die Hälfte siehst&#8221; – wenn dein Herz und dein Kopf noch nicht den Punkt erreicht haben, an dem Loslassen und Hiersein möglich sind – wenn dein Herz und dein Kopf sich gegeneinander ausspielen.</p>
<p style="text-align: center;">℘℘℘</p>
<p>Es ist Zeit, weiterzuziehen. Rotorua ist kein Ort, der mir bekommt. Zu viele Prollos, zu viele Konservative, zu viel kleinbürglicher Bullshit. Für draußen-Sport ist das schon super hier. Aber ohne die richtigen Menschen ist diese Stadt nicht aushaltbar. Nicht für mich. </p>
<p style="text-align: center;">℘℘℘</p>
<p>Kleine Anekdote. Typ macht sich über Mädchen lustig. Kumpel von Mädchen ist pissed off und wartet morgens vor der Schule auf den Typen und verprügelt ihn. Wer ist schuld? Facebook, natürlich!<br />
Die Geschichte in lang: Typ und Kumpel sind auf verschiedenen Schulen, das St. John&#8217;s College und die Rotorua Boys&#8217; High School (RBHS), zwischen denen seit langem eine Fehde besteht, liebevoll gehegt und gepflegt von beiden Seiten. Die RBHS gönnt sich in diesem Zusammenhang eine Facebook-Seite für virtuelle Neckereien, auf der auch die Jungs des St. John College kräftig mitmischen. Dort kam auch der Kommentar, der zur Prügelei führte. Der Direktor des St. John&#8217;s College machte denn auch prompt Facebook und das böse Internet für alles verantwortlich. Die Administratoren der von der RBHS-geführten Page beeilen sich klarzustellen, dass das alles nur verbal stattfinden dürfe und körperliche Gewalt eindeutig die Grenzen überschreite. Alles in allem wirkt die Berichterstattung aber ein bisschen ratlos bzw. will es vielleicht auch keiner überdramatisieren. Sind ja am Ende des Tages nur heranwachsende Jungs. Ein paar Tage später bin ich an der Rotorua Boys&#8217; High School vorbeigekommen. Deren Schulmotto: &#8220;<a href="http://www.rbhs.school.nz">We take pride in ourselves and our achievements</a>&#8220;. In Richtung Straße und Stadt meterhohe Plakate, die sich einen runterholen auf die exzellenten Sport- und Performing Arts-Gruppen der Schule. Janeeisklar, wa!</p>
<p style="text-align: center;">℘℘℘</p>
<p>Die Aktionen dieses Wochenende gegen Monsanto und die anderen GE/Biotech-Firmen sind mehr so semi-geil organisiert. Es gab kaum Werbung für die Proteste und die Vorbereitung war mehr so lose. Dementsprechend sind nur die Kern-Aktivisten hier. Man bleibt unter sich, erfreut sich am gegenseitigen Informationsaustausch und bleibt insgesamt auf einem internen Level. Heute soll es noch einen Marsch durch die Stadt geben, bei dem Flyer etc. verteilt werden und eine Kundegebung stattfindet. Ich bin mal gespannt. Heute abend dann kommen die ersten Monsanto-Mitarbeiter. Da wird&#8217;s dann vielleicht spannend. </p>
<p style="text-align: center;">℘℘℘</p>
<p>Completely offtopic.<br />
<a href="http://u1.ipernity.com/23/40/84/13364084.715362de.jpg"><img title="cafe hard luck" alt="cafe hard luck" src="http://u1.ipernity.com/23/40/84/13364084.3c075fc8.560.jpg" height="560" width="419" /></a></p>
<p>PS: Wurde noch spannend, mehr so inhaltlich. </p>
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		<title>Milch, Monsanto und Māoris.</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Aug 2012 08:57:08 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ich würde jetzt gerne in einer Unterkunft sein, in der ich abends während des Bloggens auch nebenbei mal eine rauchen kann. Aber wahrscheinlich geht das nur in einer eigenen Bude. Oder es müsste Sommer sein und ich könnte draußen sitzen. &#8230; <a href="https://die-katrin.eu/2012/08/27/milch-monsanto-und-maoris/">Continue reading <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Ich würde jetzt gerne in einer Unterkunft sein, in der ich abends während des Bloggens auch nebenbei mal eine rauchen kann. Aber wahrscheinlich geht das nur in einer eigenen Bude. Oder es müsste Sommer sein und ich könnte draußen sitzen. Oder vielleicht auch bei diesen Farmern auf der Südinsel sein. Die haben einen richtig dolle alten Laster zu einem Häuschen umgebaut, das dann aussieht wie ein kleines Schloss aus dem Disneyland für Metallskulpturen. Keine Sorge, ihr müsst jetzt nicht verstehen was das heißt. Ihr könnt euch das Ganze einfach <a href="http://www.helpx.net/host.asp?hostID=147">auf diesem Bild hier</a> anschauen. Aber ja, das mit dem Rauchen ist alles nicht so einfach hier. 2020 wollen sie Neuseeland übrigens komplett rauchfrei haben. Der Alkohol wird in diesen Überlegungen natürlich dezent vernachlässigt. </p>
<p>Und das, obwohl Alkohol hier ein viel größeres Problem, vor allem ein soziales Problem ist, als das Rauchen. Hier in Rotorua bekomme ich das erste Mal so einiges mit, was die sozialen Probleme von Neuseeland anbelangt. Jaja, auch happy little New Zealand hat seine Sorgenkinder. Insgesamt scheint die Mittelschicht sehr weit ausgebreitet zu sein in diesem Land. Das heißt, man trifft hier im Laufe seines Lebens auf relativ viele Menschen, die in etwa die gleichen Lebensbedingungen haben. (Etwas, das den Eskapismus vieler westeuropäischer und anglo-amerikanischer Auswanderer erklären könnte. Aber das nur als Anheizer, ist lediglich ne wilde These bislang.) Aber auch hier gibt es Menschen, die von Sozialhilfe leben. Auch hier gibt es Menschen, die ihre Kinder schlagen, weil irgendwas ganz anderes in ihrem Leben mal so überhaupt nicht klappt. Viel im Alltag scheint mir trotz aller Gelassenheit und Freundlichkeit ziemlich patriarchalisch. Auch (neo-)liberalen bzw. eher falsch verstandenen Vernunftsubjektquatsch á la „Du allein bist verantwortlich für dein Leben und niemand sonst!“ könnte hier eine der grundlegenden Attitüden sein. Ist so eine erste Beobachtung. Mal sehen, wie sich das in Zukunft zeigt.</p>
<p>Zum Thema soziale Probleme habe ich btw dieses Buch samt dazugehörigem Film empfohlen bekommen: <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Once_Were_Warriors">Once Were Warriors</a>. Der Nachfolger heißen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/What_Becomes_of_the_Broken_Hearted%3F_(novel)">What Becomes of the Broken Hearted?</a> und <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Jake%27s_Long_Shadow">Jake‘s Long Shadow</a>. Gelesen oder gesehen hab ich&#8217;s noch nicht.  </p>
<p>Komplett rauchfrei, na sicher. Und für nächstes Jahr fordern, dass die Produktion von Milchprodukten und Obst und Gemüse doch bitteschön verdoppelt werden möge. Man (= die neuseeländische Nationalregierung und einige sogenannte Experten), man also möchte ja schließlich auch nächstes Jahr noch erfolgreich sein im globalen Wettbewerb der Lebensmittelindustrie. Natürlich ist das der totale Wahnwitz. Was sollen die Bauern machen? Auf den Kuhweiden eine Zwischenebene zwischen Boden und Himmel bauen, damit die Kühe Platz haben? Oder die Kiwi-Bauern, die dieses Jahr gerade erst einen Großteil ihrer Ernte an goldenen Kiwis verloren haben, weil ein Virus sein Unwesen treibt, welcher unglücklicherweise nicht nur die Pflanze selbst betrifft, sondern auch den Boden verseucht. Was sollen sie alle machen? Einfach noch mehr Buschwälder abholzen, bis am Ende gar nichts mehr da ist?</p>
<p>Und so ganz nebenbei macht Monsanto seine Lobbyarbeit. Neuseeland ist nämlich nach wie vor frei von genmanipulierter Saat. Zwei Testanläufe gab es laut Aussage meines derzeitigen helpx-hosts, seinerseits langjähriger Ökoaktivist mit kommunistischen Empathien. Beide Testanläufe haben den Kiwi-Standards nicht standgehalten. Für Monsanto natürlich kein Grund aufzugeben. Wir kennen ja Monsanto. Mal sehen, was die Proteste nächstes Wochenende so ergeben. Ein paar Protestler habe ich gestern schon kennengelernt. Ich glaube, das wird lustig (wenn auch nicht im 1.-Mai-Sinne). </p>
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