die katrin

my photography & other stuff

31. March 2010
by miss sophie
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Liebe Leute, Viele Grüße, miss sophie

Jungs! Bitte nicht übel nehmen. Ich lebe hier jetzt nur mal kurz meine Sprachneurose aus.

“Mein liebes Fräulein!” Die Ladies unter uns mögen diesen Satz – ausgesprochen mit warnend-säuerlichem Oberton – von ihren Eltern kennen. Wir haben uns mal wieder nicht an unsere Genderrolle gehalten und waren alles andere als lieb und brav. Waren, wie alle Kinder, vielleicht trotzig, weil es nicht nach unserem Willen gehen wollte. Vielleicht haben wir aber auch gerade wieder eine Grenze ausgetestet. Den lachenden Blick immer aufs Gesicht von Mama und Papa gerichtet, um zu sehen, wann jetzt wirklich gut ist. “lieb” ist das genaue Gegenteil seiner Bedeutung gewesen.
Cut.
Schwenk ins Ferienlager. Eine Gruppe Kinder/ Jugendlicher und eine Aufsichtsperson. Sagen wir, sie sind alle in einem Museum. Die Kinder/ Jugendlichen machen so ihr Ding, laufen herum, treiben Späßchen. Der Geräuschpegel steigt. Die Aufsichtsperson, vorzugsweise weiblich, ist eigentlich eine Gute. Sie ist meist ausgeglichen und immer höflich. Muss sie doch einmal erzieherisch eingreifen, ist Schritt 1 weiterhin höflich, wenngleich mit angehobener, zukünfitgen Zorn andeutender Stimme: “Liebe Leute! Ruhe da hinten!” Ist klar, dass sie alles andere als lieb waren in dem Moment.
Cut.
Schwenk in die Vorbereitung einer Einführungswoche für Erstsemestler. Das “Liebe Leute”-Trauma hat seine Spuren bereits tief in meiner Sprachneurose hinterlassen. Doch wer konnte es ahnen, da war noch Platz für mehr. Wir also alle in der Planung. Kopf der Orgagruppe war – fuck! Name vergessen. Egak. Nennen wir sie – Kristina Wegner. Kristina Wegner war der Typ erfolgreiche Studentin, die Karriere fest geplant, in langjähriger Beziehung, und dabei für keinen Spaß zu haben. Jeder Scherz während der Planungen wurde mit unverständnisvoll-genervtem Blick quittiert, die Organisation generalstabsmäßig durchgezogen. Sie führte sich immer auf wie eine Aufsichtsperson, die eine Gruppe wildgewordener Jugendlicher hüten muss. Oh, ich vergaß zu erwähnen, dass sie Lehramtsstudentin war. Die armen Schüler… Wieauchimmer. Ihre Mails begannen mit: “Liebe Leute”. Das Trauma nahm seinen Lauf…

Kommen wir zu “Viele Grüße”. Ich hab keinen blassen Schimmer, wann diese Abschiedsformel seinen Weg in den Sprachgebrauch gefunden hat. Anfänglich las ich es im Kontext freundschaftlich-kollegialer und darum immer noch so vierteloffizieller Emails. “Mit freundlichen Grüßen” und selbst die Kurzform “MfG” ist eindeutig dem Business und damit einem offiziellen Rahmen vorbehalten. Im privaten finden sich Formulierungen wie “Gruß” oder “Liebe Grüße”. Und dann gibt es den Raum dazwischen. Man hat in einem irgendwie geschäftlichen Rahmen miteinander zu tun oder arbeitet an der Uni zusammen. Man findet sich sympathisch, ist vielleicht sogar gleich alt und teilt in jedem Falle die gemeinsame Abneigung gegen das “mit freundlichen Grüßen”, das ja viel zu altbacken klingt. Hier nun also die Wahl zwischen “Beste Grüße” und “Viele Grüße”. So zumindest habe ich es kennengelernt: “Viele Grüße” im Kontext (vorzugsweise akademischer) nicht-privater, aber dennoch Sympathie und Freundschaftlichkeit ausdrückender Emails.
“Viele Grüße” hat ja tatsache einiges für sich. Ein lakonisches “Gruß, yxz” mag abschreckend und etwas zu kalt wirken. “Viele Grüße” hingegen legt mehr Effet in die ganze Sache. Aber irgendwie wirkt es auf mich immer semantisch-sprachstrukturell falsch. Irgendwas stimmt daran nicht. Fragt mich aber bloß nicht, was. Hinzu kommt die Wahrnehmung, dass es in einem vierteloffiziellen Rahmen gerne auch nach Verlegenheitsformulierung klingt, weil “Beste Grüße” auch schon wieder zu offiziell, aber “Liebe Grüße” einfach viel zu privat ist. Deswegen bin ich immer reichlich verwirrt, wenn ich “Viele Grüße” am Ende einer Email von Freunden lese. Aber weiter weiß ich auch nicht.

Ich leg mich jetzt einfach auf die Couch, kurier meine Sprachneurose aus und ihr achtet nicht auf mich. Deal?

22. March 2010
by miss sophie
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Ihr braucht mal wieder ein superduper Gelegenheit, mit dem zähnefletschenden Wolf in euch Kontakt aufzunehmen?

Ab ins Schwimmbad! Vorzugsweise an Tagen, an denen das halbe Becken mit Menschen aller Altersstufen und Gewichtsklassen für einen Wassergymnastikkurs zu den größten Hits der 80er, 90er und heute belegt ist. Whitney Houston my ass…

Bleiben noch 3 Bahnen für die, die ganz klassisch einfach nur hin und her schwimmen wollen. Auf besagten 3 Bahnen tummelt sich – herrgottnochmal! – natürlich alles, was bei der Vergabe lebensnichtsonotwendiger Zutaten wie “gegenseitige Rücksichtnahme” oder “mitdenken, leute” mit sich selbst beschäftigt war. Die 3 Bahnen sind übrigens so aufgeteilt, dass nur 1 davon eine echte, mit so überdimensionierten Perlenketten abgeteilte Bahn ist und die anderen beiden sind ein zusammengelegtes, großes Planschebecken. Auf der Perlenschnurbahn geht es sinnvoll voran. Rechts die Bahn runter, links die Bahn wieder hoch. (Das ist weitaus problemgespickter als der soeben geäußerte Satz vermuten ließe, doch dazu gleich mehr.) Nicht so im Planschebeckenareal. Hier wird wild rumgegurkt wo halt Platz ist. “Aber ich und meine allerallerbeste bff MÜSSEN nebeneinander schwimmen. Wir gehen sonst sofort unter! Das MUSST du doch verstehen.” Jaja (und das heißt hier, was es heißt), dann bringt euch mal in die Bikiniform, die ihr nicht habt, während das dazugehörige Kleidungsstück noch ein ganzes Weilchen in eure Hüften kneifen wird. Und immer schön das Köpfchen in die Höhe recken. Kann ja nicht sein, dass die Haare nass werden. Den Chlorgeruch kriegt man ja so schwer wieder raus. Neenee, ich hab da vollstes Verständnis für.

Sehr beliebt in meiner Hitliste paddelnder Hassobjekte ist die mittelalte bis alte Frau, deren Arzt ihr erzählt hat, sie müsse regelmäßig wie ein umgefallener Käfer mit ihren Treterchen auf ebensolche Weise gegen das kühle Nass ankämpfen. Da die mittelalte bis alte Frau nicht mehr so gut sehen kann, kann sie auch die Paneelendecke mit ihren schnurgerade angeordneten Platten nicht mehr erkennen. Die eignen sich ganz hervorragend dafür, beim Rückenschwimmen halbwegs gerade zu bleiben. Aber… die mittelalte bis alte Frau sieht das ja nicht mehr. Also muss sie sich – sie schwimmt käfert übrigens im Planschebecken – immer nahe der Perlenkette aufhalten. Da kann sie sich dann mit einem Ärmchen immer an der Perlenkette festhalten. Vermutlich das einzige Mal in ihrem Leben, dass sie dies tun kann. Dummerweise hilft auch die Perlenkette nicht dabei, grade zu schwimmen und so gerät die mittelalte bis alte Frau auch mal unter der Perlenkette hindurch mit ihren Beinchen auf die andere Bahn. Meine Bahn. Was ich alte Frauen in den letzten Wochen ungewollt getreten habe. Wundert mich, dass ich noch keine Anzeige wegen Körperverletzung sitzen habe.

Das Planschebecken ist – ihr ahnt es – der beste Ort, um Hass in sich aufwallen zu lassen. Beim ersten Mal habe ich noch unfassbare 2 Bahnen mit Ausweichen, Systematik verstehen und Verständnis aufbringen verbracht. Bei meinem letzten Versuch hat es genau eine halbe Bahn gedauert, bis ich entnervt und kurz vorm Hackebeilschwingen die Biege gemacht habe.

Kommen wir zu den Problemen auf der Perlenschnurbahn. Ich sag nur: die Sonntagsfahrer unter den Schwimmern! “Schwimmen ist doch so gut. Hab ich mal gehört. Also… hat mein Freund gesagt. Der ist auch hier. Der wartet schon am Beckenrand auf mich. Weil, wir können natürlich auch hier beim Schwimmen nicht aufhören, miteinander rumzuturteln. Wir nehmen auch nur die Hälfte des Beckenrands ein. Ach? Da steht noch jemand und macht grade ‘ne Pause? Oh, ihr könnte gar nicht richtig wenden? Hmmm… hihi, egal, ich muss jetzt weiter turteln.” Dummerweise gehst du das erste Mal seit deinem Schwimmunterricht in der dritten Klasse wieder ins Wasser und genauso bewegst du dich auch. Für Schnecken ist das Planschebecken genau der richtige Ort, also ab dafür.
Das sind dann auch häufig die Frauen, die ihre Beine nicht auseinander kriegen. Anstatt beim Brustschwimmen die Beine froschartig mit den Knien seitlich nach außen einzuknicken, halten sie die Kniee schön beieinander und versuchen, mit einem vertikalen Fußkick vorwärts zu kommen. Mädel, da ist selbst die alte Frau auf der anderen Seite der Perlenkette scheller als du. Und der arme Typ. Ich frag mich immer, wie prüde der Sex mit solchen Frauen sein muss. Aber vermutlich hat er’s auch nicht anders verdient.

Nun ist es keineswegs so, dass ich zu den Kamikazes unter den Schwimmern zähle. Für meine 70-80 25m-Bahnen brauche ich etwa 1 Stunde inkl. Luftholpausen. Das ist so Mittelfeld. Aber es gibt nur selten Probleme mit den schnelleren Leuten. Nach 2-4 Bahnen hab ich in etwa raus, wer gleich schnell oder schneller ist. Beim Wenden ein kurzer Blick nach hinten. Und dann entweder warten und vorbei lassen oder weiter schwimmen. So einfach ist das. Da braucht man nur diese kleine, lebensnichtsonotwendige Zutat genannt “mitdenken”. Und wenn ein eigentlich schnellerer Schwimmer mit Blick auf die Bahn am Beckenrand steht, kann man ihn/sie auch einfach mal fragen, ob das jetzt ‘ne Pause ist oder nur ein kurzes Abwarten, bis die Schnecke da vorne endlich ein paar Meter vorwärts gekommen ist.

Zum Abschluss mal noch ne ernstgemeinte Frage: Wie anmaßend wäre es – so als Mittelfeldschwimmer, der ich bin – die Schnecken auf das Planschebecken zu verweisen? Es liegt mir jedes Mal auf der Zunge, aber oh! die gute Erziehung!

21. March 2010
by miss sophie
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MGMT. Congratulations.

Das demnächst erscheinende neue Album von MGMT gibt’s mittlerweile auf der Bandseite in Auszügen zu hören.

Jepp, es hat seinen eigenen Charme. Einige Songs knüpfen an “Oracular Spectacular” an. Andere gehen ihren eigenen Weg. Doch dumm ist der, der beide Alben stumpf mit einem besser/schlechter miteinander vergleichen wollte. Wie Thang schon sagt, dafür ist “Oracular Spectacular” mit dem, was es in seiner Zeit geboten hat und noch immer bietet, einfach zu einzigartig. (Und ja, der Satz musste jetzt hier rein. Der Erstling war einfach zu beeindruckend, als dass niemand gänzlich ohne Sorge dem Nachfolger entgegenblicken könnte.)

Auch “Congratulations” gehört in die Kategorie “musste ein paar Mal durchlaufen lassen”, ebenso wie sein Vorgänger. Einige Melodien setzen sich sofort in den Gehörgang und lassen die Füße wippen. Aber seine volle Kraft wird es erst in der Zeit entfalten. Und daruff freu ick mir wie Bolle.

20. March 2010
by miss sophie
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Da steht ein Nom aufm Flur. Jaja, ein Nom aufm Flur.

Meine Damen und Herren,

bitte begrüßen Sie mit uns die erlesene Auswahl des diesjährigen Gernseh-Specials:

*tusch*

Anne
Philipp
Herm
tristesse deluxe
Stefan Niggemeier
Maike von Ruhepuls
Benjamin, firmerly known as Der Tierpfleger
mspro
Julie Paradise (plus Expertin fürs Kinderfernsehen)
Mischa1
Mischa2
die tapfere Miriam
Nilzenburger
Jeriko
Spreeblick Johnny
Peter Noster
Robert von Other Times
Retroaktiv Ben
Ghostdog
Nico von Spreeblick

Wir gucken in den Fernsehr. 24 Stunden lang. Heute abend startet die Sause 18:10 mit den Simpsons. Und ich hege den großen Verdacht (ja gut, es ist meine Hoffnung), dass die Primetime mit DSDS und Volksmusik tiefe Einblicke in musikalische Strukturähnlichkeiten gewähren wird. Passend dazu ein Satz, den lt. Berliner Fenster André Heller einmal gesagt haben soll: (Wortlaut so oder so ähnlich) “Deutschland ist das einzige Land, in dem die Volksmusikmenschen genau so aussehen wie ihre Musik.”

update Tze Programm ist da! Wo? Na aufm Flur natürlich!

See you on the other side.

17. March 2010
by miss sophie
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Das Listenbüchlein.

Ein Stöckchen. Mei, wie ist das lange her. Also, eigentlich ja kein richtiges. Nicht so ein traditionelles mit “und dann erschlage ich…” und so. Mehr so eins zum Aufheben. Aber egal. Auf geht’s.
Ach halt. Die Credits gehen an Frau Gröner und Frau Kaltmamsell.

1. Der Herr der Ringe, J. R. R. Tolkien
Ich hab mal das Ding mit dem Hasen angefangen. War das überhaupt mit Hasen? Weiß ich schon gar nicht mehr. War irgendwie nix. Aber wo wir grade bei Phantasy sind: Philip Pullman “His Dark Materials”. Die Trilogie, die mit dem “Goldenen Kompass” beginnt und dem “Magischen Messer” und dem “Bernstein-Teleskop” aufhört. Meine Weihnachtsserie im Jahr 2007.

2. Die Bibel
Da gibt’s doch bestimmt auch Hasen drin, oder? Ernsthaft, nie draus gelesen. Selbst die Kinderbibel, in die meine Mum in die postsozialistische Bildung investiert hat… Keine Chance. Hat mich einfach nie gepackt. Ich hab aber auch vor langer Zeit aufgehört, mich dafür zu rechtfertigen. Die wichtigen Dinge sind qua Humanismus und Menschenrechten eh bei mir angekommen.

3. Die Säulen der Erde, Ken Follett

4. Das Parfum, Patrick Süskind
Ich muss so 14 oder 15 gewesen sein. Ich weiß noch, dass zwei meiner damaligen Schulfreundinnen das total toll fanden. Aber da hört’s dann auch schon auf.

5. Der kleine Prinz, Antoine de Saint-Exupéry
Hach ja…

6. Buddenbrooks, Thomas Mann
Ja, mensch kann Germanistik studieren und dennoch nie… Das geht.

7. Der Medicus, Noah Gordon
Wurde von denselben zwei Schulfreundinnen für total toll befunden. Hat mich von Anfang skeptisch gemacht. Nie auch nur in Betracht gezogen.

8. Der Alchimist, Paulo Coelho
Auch so ein Hype-Ding. Hab mir letztes Jahr mal einen frühen Coelho-Text zugelegt. Titel vergessen. Ging um ‘ne Frau und ‘nen Mann, die sich nach 20(?) Jahren wiedersehen. War aber recht bemüht geschrieben. Gleich wieder aufgehört.

9. Harry Potter und der Stein der Weisen, J. K. Rowling

10. Die Päpstin, Donna W. Cross
Untrennbar mit meinem Praktikum beim Aufbau Verlag verbunden. Nie gelesen. Fred Vargas war schneller in der Leseexemplar-Kiste und wesentlich nachhaltiger in der Wirkung.

11. Tintenherz, Cornelia Funke

12. Feuer und Stein, Diana Gabaldon

13. Das Geisterhaus, Isabel Allende

14. Der Vorleser, Bernhard Schlink
Ein Buch, bei dem ich es nach wie vor unbändigst erstaunlich finde, dass weder die Schullektüre an sich noch die Unfähigkeit, die sich Deutschlehrerin nannte, es geschafft haben, diesen Text für mich zunichte zu machen.

15. Faust. Der Tragödie erster Teil, Johann Wolfgang von Goethe
13. Klasse, 1. Halbjahr, 1. Klausur Deutsch LK. Und ich hab verpennt. 6. Zur Rettung gab’s ein Referat über Schiller’s “Der Verbrecher aus verlorener Ehre”. Tausendmal besser als “Faust”. Gott, was hab ich diese Stunde gerockt! Es war das erste und einzige Mal, das unser LK _mit_einander und nicht gegen die Unfähigkeit, die sich Deutschlehrerin nannte, diskutiert hat.

16. Der Schatten des Windes, Carlos Ruiz Zafón

17. Stolz und Vorurteil, Jane Austen
Film gesehen! Allerdings sollte ich das etwas leiser sagen, denn es handelte sich hierbei nicht um die BBC-Verfilmung.

18. Der Name der Rose, Umberto Eco
DAS hab ich ja tatsache nie gelesen. Mir fehlten halt die Bezüge. Vielleicht sollte ich den Teil mit der Bibel nochmal überdenken…

19. Illuminati, Dan Brown

20. Effi Briest, Theodor Fontane
Film gesehen! An der Stelle frage ihc mich mal wieder ernsthaft, warum ich das nie in der Schule gelesen habe.

21. Harry Potter und der Orden des Phönix, J. K. Rowling
Oh, schon wieder der Harry. Naja, ihr wisst Bescheid: Philip Pullman.

22. Der Zauberberg, Thomas Mann
Das hab ich, glaube ich, mal angefangen. Wegen mir muss das mit der Handlung ja gar nciht sofort losgehen. Ich bin da durchaus offen. Aber wenn noch nichtmal die Bildersprache packend ist…

23. Vom Winde verweht, Margaret Mitchell

24. Siddharta, Hermann Hesse
Auch nie… Halt. Ja doch. Letztes Jahr im Indien-Seminar. Ich musste die ganze Zeit an Platon und Sokrates denken. Ich hab’s aber mehr so durchgezogen, denn -gelesen, geschweige denn genossen. Sehr gewöhnungsbedürftiger Stil in dem Moment.

25. Die Entdeckung des Himmels, Harry Mulisch

26. Die unendliche Geschichte, Michael Ende
Erst der Film und dann das Buch? Erst das Buch und dann der Film?

27. Das verborgene Wort, Ulla Hahn

28. Die Asche meiner Mutter, Frank McCourt

29. Narziss und Goldmund, Hermann Hesse

30. Die Nebel von Avalon, Marion Zimmer Bradley
Ihr erinnert euch noch an die zwei Schulfreundinnen? Eine von denen… total toll und so…

31. Deutschstunde, Siegfried Lenz

32. Die Glut, Sándor Márai

33. Homo faber, Max Frisch
Die Unfähigkeit, die sich Deutschlehrerin nannte. Den Film haben wir komplett gesehen. Das Buch nur in Auszügen gelesen. Zu mehr hat’s bei dieser unfassbar motivierenden Behandlung dann auch nie gereicht.

34. Die Entdeckung der Langsamkeit, Sten Nadolny

35. Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins, Milan Kundera
In mittlerer Jugend gelesen und für große Klasse befunden. “Der Scherz” ist auch seeehr gut.

36. Hundert Jahre Einsamkeit, Gabriel Garcia Márquez

37. Owen Meany, John Irving
“Garp und wie er die Welt sah”. Fantastischer Romananfang. Den Rest verschlungen wie Homer seine Doughnuts. Nur in die anderen Bücher bin ich nie reingekommen. Was ich immer eigenartig fand, weil’s ja der gleiche Autor ist. Ich ahnte schon damals, dass da irgendwas nicht mit mir stimmt.

38. Sofies Welt, Jostein Gaarder
Sind hier eigentlich nur Bücher in dieser Liste, die ich nie oder nur in meiner Jugend gelesen habe? Na egak. Nie zu Ende gelesen. Eintönig ist dazu hängen geblieben. Und verstanden habe ich damals auch nicht so richtig viel. Diese Liste hätte mal rauskommen sollen, _bevor_ ich meine Bewerbung fürs Philosophiestudium eingereicht habe…

39. Per Anhalter durch die Galaxis, Douglas Adams
Adresse steht im Impressum. Ich behandle es gut und bringe es schnellstmöglich zurück. Und jetzt geh ich in die Ecke und schäme mich. (Keine Ahnung, was da mit mir passiert ist.)

40. Die Wand, Marlen Haushofer

41. Gottes Werk und Teufels Beitrag, John Irving
Garp. So ein toller Kerl.

42. Die Liebe in den Zeiten der Cholera, Gabriel Garcia Márquez

43. Der Stechlin, Theodor Fontane

44. Der Steppenwolf, Hermann Hesse

45. Wer die Nachtigall stört, Harper Lee

46. Joseph und seine Brüder, Thomas Mann

47. Der Laden, Erwin Strittmatter

48. Die Blechtrommel, Günter Grass
Immer ums Buch rumgekommen. Wie ich das geschafft habe? Da müsst ihr meine Lehrer befragen. Die hatten bestimmt auch keinen Bock drauf und haben lieber selbst immer den Film geschaut.

49. Im Westen nichts Neues, Erich Maria Remarque

50. Der Schwarm, Frank Schätzing

51. Wie ein einziger Tag, Nicholas Sparks
Sparks. Sparks? Sparks. Hab ich mal zur Hand genommen, als ich in der Bibliothek meiner Aufwachs-Stadt alles Gute weggelesen hatte und grade nichts Neues am Start war. War nich so.

52. Harry Potter und der Gefangene von Askaban, JK Rowling

53. Momo, Michael Ende

54. Jahrestage, Uwe Johnson
Ich kenn zwei, die haben dazu ‘ne Hausarbeit geschrieben. Soll ja narratologisch interessant sein. Sind aber andere auch.

55. Traumfänger, Marlo Morgan
Kenn ich nur das Federzeugs, das einem in den Neunzigern ständig geschenkt wurde.

56. Der Fänger im Roggen, J.D. Salinger
The Real Deal.

57. Sakrileg, Dan Brown

58. Krabat, Otfried Preußler

59. Pippi Langstrumpf, Astrid Lindgren
Was hab ich eigentlich in meiner Kindheit gelesen?

60. Wüstenblume, Waris Dirie

61. Geh, wohin dein Herz dich trägt, Susanna Tamaro

62. Hannas Töchter, Marianne Fredriksson
Geschenkt bekommen. Vielleicht von einer der beiden bereits erwähnten Schulfreundinnen. Weiß ich nicht mehr. Ich kann mich nur noch an meine Skepsis erinnern und daran, dass sie sich mit jeder gelesenen Seite weiter in den Äther verflüchtigte.

63. Mittsommermord, Henning Mankell

64. Die Rückkehr des Tanzlehrers, Henning Mankell

65. Das Hotel New Hampshire, John Irving

66. Krieg und Frieden, Leo Tolstoi
Nicht durchgehalten. Aber immerhin bis ca. zur Hälfte des 2. Bandes. Dann wurde es mir allzu verkopft. Ich hatte dummerweise zuerst Dostojevskij entdeckt Und das ist mal Leidenschaft!

67. Das Glasperlenspiel, Hermann Hesse
Hmmm… Liegt immer noch ungelesen in der hintersten Reihe meines Bücherregals.

68. Die Muschelsucher, Rosamunde Pilcher

69. Harry Potter und der Feuerkelch, J. K. Rowling

70. Tagebuch, Anne Frank
Auch nicht gelesen. Nein, auch nicht in der Schule. Also jetzt mal ernsthaft! Was haben wir damals gemacht?

71. Salz auf unserer Haut, Benoîte Groult

72. Jauche und Levkojen, Christine Brückner

73. Die Korrekturen, Jonathan Franzen

74. Die weiße Massai, Corinne Hofmann

75. Was ich liebte, Siri Hustvedt
Geschenk der Mitbewohnerin H. Großartig!!!

76. Die dreizehn Leben des Käpt’n Blaubär, Walter Moers
Der Moers. Ja, der kommt noch. Das, die anderen und vor allem “DieStadt der träumenden Bücher” gehört zu den Sachen, die ich immer mit einem leisen Lächeln gedanklich beseite lege. Ohne schlechtes Gewissen und mit viel Sympathie. Denn ich weiß, die Zeit wird kommen und erst dann wird sie die Richtige sein.

77. Das Lächeln der Fortuna, Rebecca Gablé

78. Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran, Eric-Emmanuel Schmitt
Beeindruckend.

79. Winnetou, Karl May

80. Désirée, Annemarie Selinko

81. Nirgendwo in Afrika, Stefanie Zweig

82. Garp und wie er die Welt sah, John Irving
Ha! Viel zu weit unten in der Liste!

83. Die Sturmhöhe, Emily Brontë
“Wuthering Heights”. In irgendeinem Film spielt das Buch ‘ne ziemlich wichtige Rolle. Aber welcher?

84. P.S. Ich liebe Dich, Cecilia Ahern
Grusel. Von all den Büchern, die in der S-Bahn gelesen werden, sehe ich das am Häufigsten. Und die Menschen, die das lesen… Ja, ich weiß, das ist arrogant. Ist mir in dem Fall aber herzlich egal.

85. 1984, George Orwell
Gute Frage. Müsste eigentlich Teil unseres Englisch-LK gewesen sein.

86. Mondscheintarif, Ildiko von Kürthy

87. Paula, Isabel Allende

88. Solange du da bist, Marc Levy

89. Es muss nicht immer Kaviar sein, Johannes Mario Simmel

90. Veronika beschließt zu sterben, Paulo Coelho
Oh! Das hab ich doch gelesen.

91. Der Chronist der Winde, Henning Mankell

92. Der Meister und Margarita, Michail Bulgakow

93. Schachnovelle, Stefan Zweig
And again! Was haben wir damals in der Schule…

94. Tadellöser & Wolff, Walter Kempowski

95. Anna Karenina, Leo Tolstoi
Hammer. Ich konnte gar nicht fassen, dass das Ende das Ende sein soll. In aufgeregter Auflösung noch mehrere Minuten bewegungslos dagesessen, bis meine Emotionen und mein Atem den Sturm überstanden hatten.

96. Schuld und Sühne, Fjodor Dostojewski
Dostojevskij! Und dann ausgerechnet mit “Schuld und Sühne”. Vergesst “Schuld und Sühne”. “Die Erniedrigten und Beleidigten”. Mein erster. Der Moment, an dem ich es schwarz auf weiß bekam. Happily Ever After ist der größte Bullshit of all times. Wahrhaftigkeit ist das, was in diesem Buch geschrieben steht.

97. Der Graf von Monte Christo, Alexandre Dumas

98. Der Puppenspieler, Tanja Kinkel

99. Jane Eyre, Charlotte Brontë

100. Rote Sonne, schwarzes Land, Barbara Wood

Es hat was für sich, Posts rauszuhauen, die keiner je vollständig gelesen haben wird. hihi.

Jetzt muss aber auch noch das Statistikerherz in mir zu Worte kommen. Also:
100 Bücher. 15 ganz gelesen, davon 4 in den letzten 10 Jahren. (Was ist das für eine Liste?!?!) 3 angefangen und zwischendrin beiseite gelegt, alle 3 in den ersten 13 Jahren meiner Lektürezeit. Und 23 sagten mir einfach mal gar nichts.

Zum Abschluss noch eins: John Fante. Und dann lest die frühen Sachen von Bukowski nochmal.

15. March 2010
by miss sophie
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Ein Bild ist kein Abbild.

Manchmal denke ich, es kommt alles von Edward Hopper. Aber den Part werd ich irgendwann nochmal in einem Post über Intuition abhandeln. Hier geht es um Bedeutungen. Und das, was Bildbearbeitung an Bedeutung in ein Bild hineinlegen kann.

Die Kontraste und Schwarz. Die Kontrastfaszination war schon vorher da. Klamotten zum Beispiel. Ich werde nie verstehen, wie Menschen ernsthaft – sagen wir – eine sandfarbene Jacke zu hellblauer Jeans anziehen können. Da gibt’s doch garantiert noch irgendwas anderes im Schrank. Aber nun gut…

Kontraste. Das Schwarz, das Dunkle, die Schatten. It serves poetry.

Die Hausecke hier zum Beispiel. Nr. 1 kam so aus der Kamera. Nr. 2 ist das, was nach der Bearbeitung als Äußerung steht. Das Haus steht irgendwo in der Kopenhagener Straße. Es ist saniert. Weiß. Sauber. Farben bringen nur die wenigen vorhandenen Gardinen und die Blumen auf den Balkons. Der Tag, an dem ich das Haus photographierte, muss einer der ersten Frühlingstage im März 2009 gewesen sein. An der Kohlenquelle saßen Menschen draußen. Die ersten Blüten reckten ihre Hälse in die Luft. Das graubraune Unterholz entlang der S-Bahn-Strecke wurde erfolgreich von grüner Wiese durchzogen. Aber der Winter war noch da. In den Knochen. Über dem Schal. Im Herzen. Das in einer Stadt, die ihr Grau nie vollständig ablegen kann. Und Grau meint hier alles, was keine porentiefe Reinheit verheißt. Aalglatt wird es nie geben. Auch wenn der stete Versuch da ist.

Das Ausgangsbild ist viel zu stark belichtet. Selbst die Schatten der Dachrinne drohen, sich im Weißgrau des Himmels und der Häuserwand aufzulösen. Die Reflektion des Gehweges ist kaum wahrnehmbar. Zu technischen Aufnahmedetails brauche ich nicht viel mehr sagen. Ich habe damals noch komplett auf Automatik photographiert.

hausecke (kamera)

In der Bearbeitung (mit Lightroom). Ich habe das Bild auf Graustufen eingestellt. Viel Schwarz dazu und mit Aufhelllicht wieder dagegen gearbeitet. (Zumindest bei den Bildern aus der Canon AS1000 kommen hier oft großartige Körnungen hinein.) Den Kontrast hoch. Bei den Tonwerten vor allem die Schatten stark verdunkelt. Die Farbgebung dann über Split Toning rein. Ein dreckig-dunkles Gelb in den Lichtern. Ein dreckig-dunkles Rot in den Schatten. Beides mit wenig Sättigung. Dem unteren Bildrand via Verlaufsfilter die Helligkeit rausgenommen und die Klarheit verstärkt. Ich hatte kein fertiges Bild im Kopf, bevor ich loslegte. Viele Schritte sind Standardprozeduren, die fast jedem meiner Bilder widerfahren. Die Farbgebung war ein Spielen und Ausprobieren bis mein Bauch mir sagte, dass es jetzt gut sei.

hausecke (split toning)

Und jetzt? Jetzt kommt ein bisschen “der Autor liest seinen eigenen Text”.
Bei Hopper steht für mich das Schwarz in seinen Bildern für das um die Ecke wartende Unheil. Die hellen Blickpunkte ein an der Oberfläche Sichtbares. Die dunklen Ränder und Ecken eine Wahrhaftigkeit. Sie verheißen nichts Gutes. Ziehen die Oberfläche mit sich. Stellen alles in Frage und den Horror nicht in die dunklen Ecken, sondern in die hellen Oberflächen.
Die hervorstechenden, grellen Kieselsteine des Gehweges legen sich auf die Fassade. Bohren sich in die Spiegelung. Das Vergilbte ist all das, was dieses Haus derzeit vielleicht nicht ist, zumindest an der Oberfläche, aber vielleicht irgendwann sein wird, zumindest an der Oberfläche. Heruntergekommen. Jetzt oder später oder nie.

Ein weiteres Beispiel dieser Art hat Martin von visuelleGedanken neulich bei kwerfeldein beschrieben. Sein Bild ist ein “fantasyartiges Foto” eines Parksees.

13. March 2010
by miss sophie
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Schein her weg wie wo was. Ach nee, Ego baden.

Hierzu stellen Sie bitte nicht nur Bescheidenheit und Selbstzweifel, sondern auch Ihre analytischen Fähigkeiten kurz zu Seite, wir wollen hier schließlich ein Ego baden und keinen Wasserschaden im Hirn verursachen. Achten Sie darauf, Ihr Ego komplett zu bedecken, die Gelegenheit kommt so schnell nicht wieder.

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Und sowieso und überhaupt. Schmökert in diesem Blog!