die katrin

my photography & other stuff

7. January 2008
by miss sophie
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Das Leben in klein.

Den Feedreader leer lesen ist manchmal wie ein kleiner Ausschnitt aus dem Leben, kondensiert in ein paar Stunden. Ein kleiner Ausschnitt aus dem guten Teil des Lebens. Heute zum Beispiel. Da wurde herzlich gelacht, mitgelitten (Essen vom Finger lecken um zu probieren, ist eine genauso schlechte Idee nach dem extensiven Zermahlen von Chili), verwirrt gestarrt, zustimmend genickt (immer gut, wenn Menschen zugeben können, dass sie dann jetzt mal Mist gebaut haben), ein bisschen kleine Kunst bestaunt, nochmal zustimmend genickt (obwohl das ein Fall für Hingehen und laut beschweren ist – aber mach ich ja auch äußerst selten), nochmal und gleich zwei Mal herzlich gelacht, Wolken bestaunt (Ich liebe Wolken!) und den täglichen Schlag Neuigkeiten aus der Technikwelt abgeholt.

7. January 2008
by miss sophie
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Der Wille zum Wissen.

Es ist deprimierend, wie verblendet Akademiker der Geisteswissenschaften (inkl. Philosophie) sein können. Welchen Muff sie auch heute noch, nach 1040 Jahren unter ihren Talaren mit sich tragen. Sie bilden sich ein, die Gralshüter über die Kultur, den Charakter einer Nation zu sein. Wo Nationen schon seit Jahrzehnten in größeren Föderationen aufgehen, und das nicht nur in der Politik.

Sie studieren sich mit ihrer Askese, allein an ihrem Schreibtisch sitzend, in die Bedeutungslosigkeit. Ein Weg dort hinaus ist der Weg in die weite Welt des Internet. Stefan Heidenreich von der taz skizziert diesen Weg und die Gründe, weshalb er gegangen werden muss. Es ist eine Bilanz nach einem Jahr der Geisteswissenschaften. (Mit bestem Dank an Herrn Grau.)

Eine andere Bilanz, mit nicht weniger Unverständnis ob der herrschenden Akademikerzunft und ebenso sinnvollen Thesen, hat Harald Welzer in der ZEIT am Beginn des Jahres der Geisteswissenschaften zusammengestellt.

Beides zusammen zeichnet eine Zukunft, die uns vor der totalen Beherrschung durch die Ökonomie bewahren kann.

7. January 2008
by miss sophie
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Tomatensauce – heute in selbst gemacht.

Oh Gott! Jetzt schreibt sie auch noch ihre Kochrezepte hier rein.

Korrekt!

Äh, nein. Keine Sorge. Damit fang ich jetzt nicht auch noch an. Aber, aber, aber. Ich habe soeben das erste Mal, genaugenommen das allererste Mal Tomatensauce komplett selbst gemacht. Mit Tomaten, die frisch aus der Gemüseabteilung kamen. Das ist ein Novum. Für mich, die ich Jahre meines Lebens damit zugebracht habe, sämtliche Fertiggerichte aus deutschen Supermärkten durchzuprobieren… Und deshalb und weil’s so lecker war, notiere ich mir jetzt hier mal für mich selbst das Rezept.

Tomaten häuten.
Zwiebel anbraten (in Rezeptsprech heißt das, glaub ich, glasig braten).
Tomaten klein schneiden und mit ein bisschen Salz rein in den Topf.
[note to self: Erst jetzt die Nudeln ins Wasser geben.]
Wenn genug Wasser aus den Tomaten raus ist, Tomatenmark und etwas Nudelwasser dazu.
Salz, Pfeffer, scharfes Paprikapulver, Muskat, Kräuter und ne Chilischote rein.
Einkochen lassen.

Knoblauch täte sich da auch noch gut drin. Fein, fein. Beim nächsten Mal.

3. January 2008
by miss sophie
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wer bin ich und wenn ja, wieviele.

Diese Worte stehen unter meinem Bildlein. Sie stehen dort gut. Gut zu Gesicht stünde mir, sie auch einmal hinzustellen. Am Besten vor mein geistiges Auge. Das Auge, mit dem ich denke. Das Auge, dass die Bilder sieht, in denen ich denke. Womit sich der Kreis schließt.

Diese Worte sind ein netter Spruch. Ähnlich dem “sind wir nicht alle ein bisschen bluna?” Doch sind sie – für jeden von uns? – mehr als das, wenn es um die eigene Person, gar um die Persönlichkeit geht. Wir alle haben die unterschiedlichsten sozialen Rollen inne. Wir sind Kinder, Eltern, Arbeitskollegen, Freunde, lockere Bekannte, Verbündete im ehrenamtlichen Engagement, Studenten, Konsumenten und noch vieles mehr. Doch gibt es da noch etwas.

Diese Worte sind für mich der Inbegriff dessen, was andere als “die Persönlichkeit” bezeichnen. Frage ich mich selbst, was denn meine Persönlichkeit sei, gerate ich vor mir selbst ins Stocken. Ich kann es nicht sagen. Zu widersprüchlich empfinde ich die Summe meines Verhaltens und meines Denkens aus den vielen Bereichen meines Lebens. Ich weiß sehr gut, welche Spielarten von Sex mir den meisten Spaß bringen und ich kann mich meinen Leidenschaften hingeben, auf dass um mich herum alles in Bedeutungslosigkeit versinken möge. Aber mit anderen über Sex reden, no way. Es gibt Arbeitsaufgaben und Studieninhalte, die ich mit einer Tiefgründigkeit und Zuverlässigkeit bearbeite, die mir die besten Referenzen garantiert. Doch weiß ich, wann ich welche dieser Aufgaben wie am Besten bearbeiten könnte, wenn mensch mich danach fragte, nein. Ich bin gerne mit anderen Menschen zusammen und finde es immer ganz toll, wenn Leute sich seit Jahren kennen, sich alle paar Tage treffen und sich blind verstehen. Doch selbst solche Freundschaften aufbauen. Hmm, schwierig. Zu schnell habe ich das Bedürfnis, neue Leute kennen zu lernen, ohne dabei die alten Freunde zu vergessen und dennoch zwangsläufig weniger Zeit mit ihnen zu verbringen. Der Tag hat halt nur 24 Stunden. Es gibt Menschen, die sagen, ich sei offen und selbstbewusst. Sofort fällt mir zu jedem Beispiel ein Gegenbeispiel ein. Ich finde Mainstream fürchterlich, aber kann doch die Finger nicht davon lassen. Ich kann leicht mit einer Meinung daher kommen. Aber werde ich diese Meinung auch morgen noch haben? Wie bin ich denn zu solchen Meinungen gekommen? Im schnellen Durchdenken des Sachverhalts, immer abhängig von den mir zur Verfügung stehenden Aspekten und Fakten. Ich komme mit den unterschiedlichsten Typen von Menschen zurecht. Das führt zu einer interessanten Mischung in meinem Freundes- und Bekanntenkreis. Ich nehme zum Beispiel auch sehr schnell die unterschiedlichsten Gesten und Sprüche anderer Menschen an.

Was ist es, das MICH auszeichnet? Bis auf meine Liebe zum Lachen und den Sinn fürs Absurde fällt mir ad hoc nichts ein. Außer… die Mischung aus allem. Irgendwie schwammig, gell? So wenig handfest.

Ich bin ein Chamäleon. Das ist gut. Aber auch unglaublich anstrengend.

3. January 2008
by miss sophie
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Explosive Früchte

Diejenigen unter euch, die im Besitz eines TV-Empfangsgerätes sind, haben sicher schon die Werbespots für die neue fruchtige Zahnpasta gesehen. Fruit explosion. Großartiger Name übrigens. Und ich sag euch: Das ist wirklich ganz großes Herrentennis, diese Zahnpasta.

Ich seh sie schon, die Blicke. Einen Mischung aus Zweifel, Unglaube und diesem kleinen Ekel. Ich hör sie schon, die Ausrufe. Iiieh Bäh! Urks! Wie kann man nur? Und wie immer stehe ich da und grinse breit. Mit einem beerigen Geschmack im Mund.

Ich steh auf ausgefallene Dinge. Und Zahnpasta mit Beere-Minz-Geschmack ist definitiv eins der geilsten Dinge, die mir in letzter Zeit untergekommen sind.

3. January 2008
by miss sophie
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blogger.com ist nicht mehr ganz so doof

Vor rund einem Monat hab ich mich kurz mal darüber aufgeregt, dass beim Kommentieren auf einer blogspot-Seite die Angabe der URL des Kommentierenden nicht mehr möglich war.

Jetzt geht’s wieder. Einfach beim Kommentieren die Option “Spitzname” oder “Nickname” wählen, dann lassen sich Name und URL eintragen.

Geht doch! ;)

2. January 2008
by miss sophie
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Das Leben im Leistungskäfig

Meine bisherigen Lebenserfahrungen haben mir u.a. gezeigt, dass es sehr sinnvoll sein kann, Publikationen, die sich mit dem Thema “Karriere und Lebensgestaltung” beschäftigen, möglichst zu umgehen.

Nachdem mich meine Mutter vom Ende der 9. bis zum Ende 13. Klasse in unregelmäßigen Abständen, aber dabei höchst kontinuierlich zu meinen weiteren Lebensplänen befragte, hat sich meine Wahrnehmung geradezu zwangsläufig auf entsprechende Publikationen gelenkt. In unserer Schule lagen neben Infobroschüren des Arbeitsamtes immer auch ein paar Exemplare der “Unicum Abi + Schule” aus. Hierauf datiere und verorte ich meine ersten konkret-subtilen Erfahrungen mit dem Thema “Welche Anforderungen werden eigentlich so an zukünftige Arbeitswillige gestellt?”. Inhalte waren und sind Beiträge zum Finden des Traumjobs, Möglichkeiten, die Zeit nach dem Abi mit gesellschaftlich anerkannten Tätigkeiten zu füllen, und die Karrieren engagierter Schüler, die bereits während ihrer Schulzeit Eventmanager oder Businessplaner waren. Mir ging immer durch den Kopf, dass diese Menschen es in ihrem Leben weit bringen werden. Und dass ich selbst das irgendwie auch haben wollte.

Doch Jahre vergingen und auch am Ende des 13. Schuljahres konnte ich meiner Mutter keine, von ihr so heiß ersehnte Antwort geben. Denn diese sollte vor allem eins sein: konkret und handfest. Kein “mal schaun, wo’s mich hinverschlägt”. Diesen Wunsch kann ich ihr bis heute kaum erfüllen. Ich hab dann angefangen, Germanistik zu studieren. Mein altes Nebenfach BWL hab ich wieder abgewählt und bin zu Philosophie gewechselt.

Irgendwann, nach einigen Lektüren von “Unicum Uni+Studium” und später “Unicum Beruf+Karriere”, hab ich einen Schlussstrich gezogen. Seither versuche ich, unter dem Schallwellenbereich des Marktgeschreis der “jungdynamischflexibel”-Personaler zu kursieren. Es gelingt mir gut. Es geht mir besser, wenn ich diese Parolen nicht ständig vor der Nase habe. Ich habe mittlerweile sogar ein grobes Berufsfeld für mich entdeckt. Eines, in dem ich mit etwas Glück auch Geld verdienen kann. Zumindest das Taxifahren hat sich als Zukunftsaussicht erledigt (und hey, nichts gegen Taxifahrer).

Was mir nach all den Jahren bewusst geworden ist: Ich bin ein Spätzünder und ein Quereinsteiger. Was mir aber auch bewusst geworden ist: Ich kann mein Leben nicht vollständig selbst und nur aus mir heraus definieren. Ich brauche so etwas wie Vorbilder. Es braucht jemand anderen, der meinen Antrieb mitträgt. Das ist vermutlich der Hauptgrund, weshalb ich es so toll finde, dass mehr und mehr Netzwerke und ihr Zusammenwirken betont werden.

2. January 2008
by miss sophie
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Guten Abend,

das zweite “zwischen den Jahren” hat begonnen. Der eine Jahresbeginn war heute. Der zweite folgt in wenigen Tagen. Eine Arbeitskollegin fragte, ob ich denn “big plans” hätte. Ja, die hab ich. Nicht wirklich freiwillig brechen die Planungen über mich herein. Aber wenn ich so darüber nachdenke, eröffnen sich gerade äußerst spannende Möglichkeiten.

Ich mache mich auf die Suche nach einer neuen WG. Groß soll sie sein. 5-6 Leute mindestens. Mit niemand, den ich bereits kenne. Mit niemand, der außerhalb des WG-Lebens etwas mit mir zu tun hat. Sachdienliche Hinweise werden gerne entgegen genommen unter sophie.is.a.virtue bei googlemail punkt com.

Damit starte ich in 2008. Ich bin gespannt, was noch kommen wird.

31. December 2007
by miss sophie
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Das Sonderangebot zum Jahresende.

Heute, und nur heute haben wir für Sie, den Raucher mit Anspruch, das besondere Schmankerl zum Jahresende:

Der Aschenbecher mit integriertem Feuerzeug

Der stylishe F6-Aschenbecher erhält seinen Charakter durch die individuell angefertigten Asche-Gebrauchsspuren und ist somit ein echtes Unikat. Doch das Besondere ist das integierte Feuerzeug aus billigstem 80ct.-Material, wie es sonst nur in handelsüblichen Eckkiosken erhältlich ist. In dieser einzigartigen Verbindung können Sie das Jahresende beschwingt ausklingen lassen und haben auch im neuen Jahr noch Ihre helle Freude an unserem Kleinod der Raucherkunst.

feuerbecher