die katrin

my photography & other stuff

22. January 2008
by miss sophie
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The Actor is the new Author – two

Weiter geht’s mit der Ribisi-Reihe. Hier Teil eins.

The Dog Problem
Bei dem Plakatbildchen schwante mir der Typ schnulzige Hollywood-Liebeskomödie. Weiße Hintergründe auf Filmplakaten sind verdächtig. Mir gruselte ein wenig.
Ich warf keinen Blick auf die Produktionsdetails, und das Gegenteil ist der Fall. The Dog Problem hat sich zu einem meiner Lieblingsfilme überhaupt entwickelt. Eine herrlich herzliche Geschichte irgendwo zwischen Screwball und Woody-Allen-Neurose mit einem Schuss Kleinkriminellenattitüde. Giovanni Ribisi, Scott Caan, Mena Suvari, Kevin Corrigan, Don Cheadle. Ihre Figuren haben allesamt einen an der Waffel. Nur Lynn Collins darf einen nicht ganz so abgedrehten Menschen spielen. Das aber wohl Schönste ist: Dieser Film nimmt sich sowas von überhaupt nicht ernst.

Solo ist pleite, depressiv, ohne Frau und hat eins der schlechtesten Bücher aller Zeiten geschrieben. “The Naked Abyss”… Ein Jahr Psychoanalyse in einem graubraunen Büro hat ihm zu der Erkenntnis verholfen, dass er einen Hund braucht. Einen, der klein und zahm ist und möglichst nicht raus muss, pinkeln kann er auch auf dem Balkon. Solo ist pleite und depressiv und will den Hund auch gleich wieder los werden. Nicht aber bei Jules, einer gelangweilten L.A.-Schickse, die nicht ertragen kann, dass sie etwas nicht bekommt und alles daran setzt, diesen Hund zu kriegen. Solo ist pleite und schuldet Benny Geld. Dem ist das Geld bald schnuppe. Er will den Hund. Solo ist pleite und muss sich von Lola Geld für den Tierarzt borgen. Er kann es ihr nicht zurückzahlen und besucht sie dennoch im Stripclub, in dem sie arbeitet, um ihr zu sagen, was für ein Arschloch er ist. Er ist einfach zu gut erzogen. Dazwischen Casper. Casper ist Solo’s bester Freund, Fotograph und immer auf der Suche nach dem nächsten Mädchen. Da werden dann auch mal Fotos mit ‘ner Schweinsmaske auf dem Kopf geschossen.

Zwei Momente, die ich mag. Moment eins kommt nach ungefähr folgendem Vorlauf: Casper und Candy (Lolas Arbeitskollegin im Stripclub) vergnügen sich auf der Toilette. Derweil erzählt Solo, wie er zu seinem Namen kam. Seine Mutter hatte es im Gefühl, dass Solo in seinem Leben eher einsam sein würde. Also warum das Kind nicht gleich danach benennen. Nachdem das geklärt wäre, geht’s weiter im Plausch:

Moment zwei ist der schlagende Beweis dafür, dass mensch morgens nach dem Aufstehen einfach noch nicht klar denken kann:

Ich mag diesen Film!

22. January 2008
by miss sophie
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Dinge, die ich nie verstehen werde.

Ich arbeite ja bei einem Onlineshop und bearbeite dort die Kundenanfragen, die per E-Mail oder Onlineformular eintrudeln. Ich mache das alle 2-3 Tage, weshalb es vorkommt, dass einige Anfragen naheliegenderweise nicht sofort und auch nicht innerhalb von 24 Stunden beantwortet werden. Viele unserer Kunden wissen das bereits und warten – wenn’s blöd läuft bei mir – manchmal auch geduldigst bis zu 6 Tage auf eine Antwort. Aber sie bekommen sie, die Antwort. Und sie werden überdies mit einem der kulantesten Bestelldienste dieser Welt bedient.

Nun gibt es ein paar Kunden, die schon lange dabei sind. Kunden, die eigentlich wissen, dass eine Antwort auch mal länger braucht. Es sind nicht mal eine Handvoll Leute, von denen ich hier spreche. Das sind so Leute, die schreiben jeden Tag, manchmal auch 2x täglich. Sie beschweren sich dann ab der 2. Mail, dass sie bislang keine Antwort erhalten hätten. (Ich erinner kurz: Diese Leute müssten mittlerweile gecheckt haben, dass ich nicht jeden Tag Mails bearbeite.) Aber sie beschweren sich fröhlich weiter. Und bringen sich selbst völlig unnötig in eine schlechte Laune. Sie sorgen selbst für ihre negativen Erlebnisse. Und wundern sich dann, warum die Welt so böse ist.

Dann sind dann auch die, die aus allen Wolken fallen, wenn wir Ihnen Gründe für längere Liefezeiten nennen. Oder wahlweise immer ein Unterton des Zweifels in ihre nächste Mail packen. Darüber, dass der Versand von Waren aus dem Ausland mit Risiken behaftet ist. Dass Päckchen verloren gehen können – wo auch immer die Päckchen dann landen… Dass nicht jeder Postbote brav die Benachrichtigungskarte einwirft und Päckchen dann nach der Lagerzeit zurück geschickt werden, ohne dass der Kunde auch nur die geringste Ahnung hat. Dass Lieferungen aus den USA auch mal vom Zoll geprüft werden. Das alles verlängert die Lieferzeit. Und genau aus dem Grund sagen wir dazu, Päckchen brauchen “in der Regel” bzw. “üblicherweise” soundsolange.

Aktuellstes Beispiel. Am Sonntag schreibe ich eine Mail, in der steht, dass die Lieferung schlimmstenfalls 4 Wochen dauern kann. Heute kommt eine Mail, wo denn die Ware sei, es sei ja jetzt schon 3 Wochen her. ??? Ich bin ehrlich sprachlos. Und könnte doch gleich explodieren.

SO! Das musste jetzt mal raus, damit ich nicht in die gleiche Falle tappe. Damit ich jetzt mit ruhiger Brust weiter nette, zuvorkommende Antworten formulieren kann. Damit mir kein “wie dumm sind Sie eigentlich und wie oft soll ich’s denn noch sagen?” aus den Fingern in die Tastatur gleitet.

[Nachtrag]
E-Mail an Kunde vor 2 Wochen: “Ware wurde am 03.01.08 versandt.”
Mail von Kunde heute: “Warum wurde Bestellung immer noch nicht versandt?” (Und ja, er hat meine Mail gelesen, der Text steht direkt unter seiner Frage.)

*kopfschüttel*

20. January 2008
by miss sophie
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Jetzt ist es amtlich:

Ich habe ein Abo auf den 2. Stock.

Ich gratuliere mir selbst zur neu erstandenen WG. Die Wohnung liegt im 2. OG. Meine letzten drei Wohnungen lagen im 2. OG. Diese Linie wurde nur kurz unterbrochen durch ein Hochparterre, nachdem ich meine Kindheit und Jugend ebenfalls in einem 2. OG verbrachte.

Die Gratulation zur neuen WG geht übrigens einher mit einem leicht hämischen Grinsen seitens einer Freudin. Denn: Ich werde in den Prenzlauer Berg ziehen. In die Danziger, unten am Arnswalder Platz. Ich beharre natürlich darauf, dass das nur 3 Kreuzungen von der Bezirksgrenze zum Friedrichshain entfernt liegt und damit nicht wirklich zählt. Aber ich fürchte, sie wird das nicht durchgehen lassen und weiterhin diebisch vor sich hin schmunzeln. Sie wohnt übrigens auch im Prenzlauer Berg, oben im Gleimviertel. Und musste sich schon einiges anhören – von uns Friedrichshainern.

19. January 2008
by miss sophie
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strange.

Ich erhielt heute folgende SMS:

Zimmer ist leider schon weg..viel erfolg..

Keine Name, Nummer bislang nirgendwo notiert. 3 Fragezeichen bilden sich über meinem Kopf. What the fuck…? Rückruf. Bob Marley tönt im Hintergrund. Eine männliche Stimme sagt mir, es handele sich um die WG in der Mainzer Straße. Ich bedanke mich, lege auf, denke an die WG in Neukölln, die ganz passabel klang und frage mich, in welchem vodkaumnebelten Moment ich mich dort gemeldet haben könnte. Denn die Wohnung liegt im 1. OG und das wiederum bedeutet dunkle Wohnung, was mein kleines Seelchen so gar nicht gebrauchen kann. Strange.

Doch es lässt mir keine Ruhe. Stadtplan geöffnet. Aaah, stimmt ja, die Gärtnerstraße ist am oberen Ende die Mainzer Straße, vergess ich immer wieder. (Liebe Nicht-in-Berlin-Auskenner: Ich bin gedanklich mittlerweile in den Friedrichshain gewandert.) Aber mit dem WG-Kollegen hab ich doch schon telefoniert? Und hab ich nicht gleich am Telefon gesagt, dass das nix für mich is? 11qm im Plattenbau sind wirklich kein Spaß und Mitbewohner Anfang 20 will ich auch nicht. Egak. Die werden’s dann wohl gewesen sein und einfach alles abgenachrichtet haben, was nicht bei drei seine Rufnummer unterdrückt hat. Da muss jemand ein großes Kontingent an Frei-SMS haben…

Wo wir schonmal dabei sind.
So es keinen Sammelbegutachtungstermin gibt, sind WG-Zimmer in FriedrichshainKreuzbergNeuköllnEtc. meist 5 Tage nach Erscheinen der Anzeige vergeben – spätestens.
Und Zimmer in größeren WGs werden selten mehr als einen Monat im voraus angekündigt. Spontanes Völkchen, diese WG-Hüpfer.

16. January 2008
by miss sophie
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The Actor is the new Author – one

Es gibt viel zu sehen. Die Liste der “will ich unbedingt…und ja, den auch noch…das ist ja fast ne Bildungslücke, wenn nich…”-Filme ist lang. Damit könnte mensch sicher einmal den Äquator umrunden. Nach langer Zeit und dem Prinzip “kommt Zeit, kommt Film” ist jetzt mal was anderes dran. Ein roter Faden hält Einzug. Er nennt sich Der Schauspieler. Er soll mein Ordnungsprinzip sein. (Regisseure werden einfach gnadenlos überbewertet.)

Der erste rote Faden trägt den Namen Giovanni Ribisi. Der Plan: Alles gucken, was der Mann bislang so gemacht hat und was sich halbwegs problemlos ranschaffen lässt. And man, that pal’s a real full time actor. Ein erster Blick in die imdb-Liste offenbart eine ganze Reihe vielversprechender Filme. Doch auch Ribisi braucht zwischendrin ein bisschen Kohle. Oder will sich ausprobieren. Oder wasauchimmer. Augen zu und durch. Hier wird alles angeschaut, egal wie grottig der erste Eindruck sein mag.

Perfect Stranger
Halle Berry. Bruce Willis. Das Filmplakat sieht aus, als würde es sich um einen Thriller mit Horror-Anleihen handeln. Die Bilder erwecken den Eindruck eines Hochglanzfilmes. Kurz: Nichts was ich mir freiwillig angucken täte.

Doch: Surprise, surprise. Gut, der Film ist immer noch ein Hochglanzfilm. Er lässt sich auch ruhigen Gewissens in die Crime-Thriller-Drama-Ecke stecken. Aber er ist dabei unaufgeregt, wartet mit einer Reihe kleiner Überraschungen auf, das Ende ist nicht vorhersehbar und Herr Ribisi bringt eine Spur angenehmen Nicht-Glanz in diesen Film.

Rowena Price (Halle Berry) ist eine idealistische Reporterin, die immer noch glaubt, dass Journalismus etwas damit zu tun hat, die Wahrheit ans Licht zu bringen. Just in dem Moment, als ihre Enthüllungsstory über einen Senator von eben diesem in Verhandlungen mit dem Verleger gecancelt wird und sie den Job hinschmeißt, stirbt eine enge Freundin. Kurz vorher erhält sie von der Freundin eine Mappe mit ausgedruckten E-Mails, die eine Affäre mit dem verheirateten Werbemogul Harrison Hill (Bruce Willis) belegen. Rowena Price glaubt an Mord. Mit ihrem alten Kollegen und Computerexperten Miles Haley (Giovanni Ribisi) macht sie sich daran, Hill den Mord nachzuweisen.

Der Film hat zwei Atmosphären. Hier die schicke Business-Welt mit ihren guten Anzügen, teuren Lokalen, hübschen Assistentinnen, diversen Affären und korrupten, machtgeilen Bossen. Ein höfliches und eiskaltes Lächeln, der Hintergedanke um den eigenen Vorteil kreisend. Dort die Welt des Privaten mit Bier und Bloody Mary, dem kleinen Computerfreak, dem Rumgefluche und der vertraulichen Freude. Sie sind ineinander verwoben, miteinander verstrickt, die Grenzen verwischen.

The Dead Girl
Fünf Geschichten, aneinandergefädelt durch den Tod eines Mädchens.

Arden lebt mit ihrer tyrannischen, pflegebedürftigen Mutter allein in einem Haus am Rande einer Kleinstadt. Arden ist still. Und sie leidet. Sie versteht es nicht, sich gegen die Mutter zu wehren, die sie nur beschimpft und beleidigt. Eines Morgens findet sie die Leiche des Mädchens. Polizei und Lokalzeitung bevölkern das Haus der beiden. Die ganze Stadt kennt sie, keiner redet mit ihr, nur über sie. Rudy, der Fremde, ein verschrobener, warmherziger Kleinstadtkerl, ist der einzige, der sie anspricht. Sie brennen durch. Rudy erzählt dabei andauernd von Serienmördern und ihren Spezialitäten.

Leah, die Schwester eines Mädchens, das seit 15 Jahren vermisst wird. Leah arbeitet als Pathologin an dem toten Mädchen. Sie hat, wie ihre Schwester, an der Hand ein Muttermal. Leah’s Mutter will nicht daran glauben, dass ihr vermisstes Kind tot sein soll. Sie ist es tatsache nicht. Leah leidet unter der stets wachgehaltenen Erinnerung, an der durch ihre Mutter stets wachgehaltenen Hoffnung. Sie will abschließen und ihr eigenes Leben führen.

Ruth, die Ehefrau, die daheim sitzt und auf ihren Mann wartet. Carl verschwindet, für 1, 2 oder 5 Tage. Keiner der beiden weiß es. Er geht. Sie findet einen Schrank voller Kleidung in einem der Lagerräume, die ihr Mann verwaltet. Unter anderem ist dort der Ausweis von Georgia Denby, dem Opfer eines Serienmörders, von dem letztens etwas in der Zeitung stand. Sie hasst ihn für die Dinge, die er tut. Von denen sie nicht weiß, was es ist. Sie macht ihm dennoch das Abendessen. Und verwischt am Ende alle Spuren.

Melora, die Mutter von Krista. Sie ist ausgerissen als sie 16 war. Sie kommt aus einem Kaff in Washington nach L.A. Sie vermutet nur, dass ihre Tochter hier irgendwo ist. Sie findet raus, dass sie tot ist. Geht zu ihrer Wohnung. Trifft auf ihre Mitbewohnerin. Die beiden verdien(t)en ihren Lebensunterhalt mit Männern. Sie trifft ihre Enkelin. Zwischendrin erfährt sie den Grund für das Weglaufen ihrer Tochter. Ihr Stiefvater hat sie missbraucht.

Krista, das tote Mädchen. She’s totally fucked up. Ihre letzten Tage. Das einzige, was sie will, ist ihre Tochter zum Geburtstag besuchen und ihr einen großen, weißen Kuschelhasen schenken.

Ich habe mir Gutes erhofft. Ich wurde nicht enttäuscht.

Sky Captain and the World of Tomorrow
Der Zufall wollte es, dass ich an die spanische Version geraten bin. Na, und wo ich schonmal dabei war… Ist schonmal jemandem aufgefallen, dass sehr schnell gesprochenes Spanisch ein bisschen nach Russisch klingt? So wie das Türkisch, das es hier in Berlin zu hören gibt, immer auch ein bisschen nach Französisch klingt. But what the heck.

Sowas ging mir nicht nur deshalb durch den Kopf, weil ich kein Wort verstanden habe. Nein, der Film ist auch einfach nur grottenschlecht. Zuviel 1930er Militärgehabe in einer kruden Mischung aus Batman-Anleihen, Science-Fiction-Riesenroboter-Angriffen, Lois-Lane-die-schöne-und-mutige-Reporterin-Gedöns. Oh, und Catwoman gibt sich auch die Ehre. Dann wären da noch ein paar alte, deutsche Wissenschaftler, die irgendein Totenkopf-wasauchimmer am Stecken haben, eine Rakete, die außer Kontrolle gerät, Giraffen auf dem Meer… Für’n Bad-Taste-Trash-Abend macht er sich aber sicherlich gut.

Soviel für diesmal.

13. January 2008
by miss sophie
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Fragen über Fragen.

Mr. Bateman hat bei dem Versuch, sich unbeliebt zu machen, eine interessante, weil zum Nachdenken anregende Äußerung getätigt: Überkandideltes, meist frisch hinzugezogenes Berliner Neuvolk sei ihm im Zweifelsfall lieber als eingesessene Kreuzberger Alt-Hippies.

Interessant, weil: Wer ist mir lieber? Die, mit deren Meinungen und Einstellungen ich durchaus konform gehe, die aber in der Offenheit gegenüber anderen Meinungen und Einstellungen so manches Mal festgefahren erscheinen? Oder die, deren Attitüde ich selbstherrlich, snobby und/ oder sophisticated finde, die aber dabei den Eindruck erwecken, das Leben und seine Möglichkeiten einfach zu nutzen und damit Veränderung und das Lebendige aufrecht zu erhalten?

13. January 2008
by miss sophie
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Sonntagsessen.

fernsehturm

So richtig viel sieht mensch ja nicht auf dem Bild. Hm, aus 207m Höhe auch echt nicht so leicht. Und dann nur so ‘ne billige Handykamera dabei…

Ein wundervoller Tag. Sonnenschein. Blauer Himmel. Kalte, trockene Luft. Und zum Mittagessen ins Telecafè auf’n Fernsehturm. Entspannte anderthalb Stunden Staunen. Nicht wie zu DDR-Zeiten, wo mensch pünktlich nach 1 Stunde rausgeschmissen wurde. Guck mal da! Hast du die Gedächtniskirche schon entdeckt? Huch, mann kann sogar meine Firma von hier aus sehen. Meine Uni ist zu weit weg, die kann man von hier nich sehen. Wo ist denn das Ostkreuz? Siehst du den Ostbahnhof? Dann kommt dahinter die Anschutz-Arena und die Brücke daneben ist die Warschauer Brücke. Und dann noch 2 Brücken weiter, da ist das Ostkreuz. Siehst du diesen grau-weißen Streifen? Das ist die alte Fußgängerbrücke. Wow, in Tegel starten und landen sie alle paar Minuten, das geht wie’s Brezelbacken. Da ist Tempelhof, aber kann man eigentlich auch Schönefeld sehen? Hm, müsste eigentlich, aber ich hab noch nichts entdeckt, und bei dem Dunst in Richtung Süden wird das wohl nix. Der Park hier vorne ist aber nicht der Friedrichshain, ne? Nee, das ist der große rechts daneben, aber ich glaub das is’n Friedhof. Ach, im Friedrichshain war früher das ND-Pressefest, da sind wir immer gerne hingegangen. Oh, was bauen sie denn dort mitten auf dem Strausberger Platz? Keine Ahnung…

Toll war’s. Damals zu meiner Einschulung war ich das erste und für lange Zeit letzte Mal auf dem Fernsehturm, inklusive Essen. Mit rund 20 dann wieder. An einem Herbstabend. Es wurde schon früh dunkel. Hell yeah, es gibt nichts Schöneres, als eine Stadt in ihrem Nachtkleid zu bewundern. Wie die Schönhauser Allee, die Prenzlauer Allee, die Greifswalder Straße, die Landsberger Allee und die Karl-Marx-Allee/ Frankfurter Allee sich in Strahlen vom Alexanderplatz wegbewegen. Der Fernsehturm ist ein Ort, an dem mensch zum Kind werden kann. Heute wieder bewiesen…

10. January 2008
by miss sophie
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?

kreuzberg wird immer prenzlauer-berg-mäßiger. ich überlege, mir ‘ne WG in mitte anzuschauen. irgendwas stimmt hier nicht.

9. January 2008
by miss sophie
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English-experts wanted

Kennt einer ‘ne gute Übersetzung für “we’re sorry to hear”, die nicht “es tut uns leid, dass” ist? “Wir bedauern…” klingt irgendwie auch blöd.

[edit] Ein möglicher Kontext wäre übrigens folgender: Kunde hat bei Versandhaus bestellt. Lieferung hat sich verzögert, wofür das Versandhaus zwar nix kann (Schuld ist der liebe Zoll), aber dennoch soll der Kunde sich nicht vollkommen verloren vorkommen. Da ich mit unseren Kunden häufig auch eher umgangssprachlich kommuniziere, nutze ich im Englischen gerne das “we’re sorry to hear”. Ich würde dann sagen: “We’re sorry to hear you had that much trouble with your delivery.” Nur fürs Deutsche habe ich fast nur offizielle Register in meinem Textbausteinkasten. Das zum Hintergrund.

[edit #2] Huch. Da fehlte noch eine kleine, aber feine Info: Kunde hat zuerst von Verzögerung durch den Zoll erfahren und mir das mitgeteilt.

[edit #2] Danke an alle! Ich bin mit den möglichen deutschen Phrasen nicht glücklich. Aber dass ist dann wohl eins dieser Dinge, die man nicht 1:1 übersetzen kann. Nicht mit all den Konnotation in meinem Kopf. “Es tut uns leid…” – als Reaktion auf ein Gesagtes wie in “Es tut uns leid, dass das und das passiert ist.” – hat für mich etwas von Mitleid in Bezug auf ein Ereignis, das mit starken Emotionen verbunden ist. Wobei… Ein Nikotinsüchtiger, der darauf wartet, endlich den heiß ersehnten Tabak zu genießen und sich von ihm flashen zu lassen, dürfte auch einige starke Emotionen erleben…