die katrin

my photography & other stuff

1. December 2007
by miss sophie
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Du sollst nicht

über Unzulänglichkeiten anderer lachen. Gleich gar nicht, wenn sie gar nichts dafür können und es eben nicht besser wissen.

ABER: Wenn ein Inder aus dem englischen Begriff der ‘joint family’ im Deutschen eine Jointfamilie macht, dann, ja dann… ist es Zeit zu lachen.

1. December 2007
by miss sophie
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the b to the e to the c to the c to the a

where am i going. where did i come from. where am i here.

Die englische Sprache ist eine Sprache, von der gerne und immer behauptet wird, sie sei eine einfache Sprache. Eine vergleichsweise überschaubare Menge an grammatischen Regeln gehen für einen Deutschmuttersprachler einher mit jeder Menge Vokabeln, die eine phonetische und semantische Ähnlichkeit aufweisen. Nun gibt es einen Schlag Menschen – vorzugsweise aus den USA -, die es immer wieder schaffen, mein Vertrauen in diesen Grundglauben zu erschüttern: die Philosophen.

Die Philosophen der USA sind trotz ihrer Vorreiterrolle bei der semiotisch-pragmatischen Wende in großen Teilen ganz offenbar jahrelang mit Klassischer Logik getriezt worden. Anders kann ich es mir nicht erklären, dass sie solch komplizierte Texte schreiben können. An der Oberfläche kommen sie auch weiterhin sehr überschaubar daher. Viele Unterabschnitte, immer wieder ein Satz zum nun folgenden Aspekt. Der Leser wird an die Hand genommen, nie allein gelassen, immer umsorgt, gehegt und gepflegt. Der Teufel jedoch steckt wie immer im Detail. Wer, wie ich, nur wenig mit dem engstirnigen Denken der zweiwertigen, extensionalen Logik mit ihrem geradezu lächerlichen Wahrheitsbegriff anfangen kann, fasst sich bei den Argumentationslinien alle paar Zeilen dezent an die sich runzelnde Stirn. Da werden hanebüchene Beispiele konstruiert, nur um sie gleich im Anschluss als Argument für die jeweilige These anzuführen. Da werden Gedankenexperimente gebastelt, anstatt auch nur einmal, ein einziges Mal auf die Ergebnisse anderer Disziplinen zu schauen, um von dort her Inspirationen und Denkanstöße zu bekommen. Da wird standhaft an dem Glauben festgehalten, ein Begriff dürfe ja nicht und um keinen Preis dieser Welt mit den Begriffen des Begriffs erklärt werden. Und wenn dann doch mal eine analytische Untersuchung des in Frage stehenden Begriffs ansteht, wird diese mit einer Dilettanten-Semiotik durchgeführt, dass sich mir regelmäßig die Fußnägel aufrollen.

Fürchterlich! Mit sowas muss ich mich rumschlagen! Ich bin ein Kind der Postmoderne. Ich bin bislang in den Genuss von zwei Staatssystemen und drei Währungen gekommen. Es gibt für mich keine Wahrheiten, die aus sich heraus ‘natürlich’ wären. Sie erscheinen immer nur im geltenden Paradigma ‘natürlich’. Und dann sitze ich da als Grundstudiumsstudent in einem Proseminar, soll das Denken der Philosophie lernen, bin permanent hoheitlich verwirrt und kann meine Zweifel nur seltenst in eine Kritik verpacken, die vom Dozenten akzeptiert würde. Ständig sitze ich da und überlege, welche meiner sprachsystematischen Überzeugungen mich nun wieder vom Verständnis des besprochenen Textes abhalten. Überlege, welches Denksystem da dem Philosoph innewohnt, um fair zu bleiben und erstmal seine Theorie zu verstehen. Doch ich scheitere jedes Mal. Keine 90 Minuten dieser Welt reichen aus für dieses Dilemma.

27. November 2007
by miss sophie
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damn it

i have 94.7 GB free space left on my hard drive and the first thing that comes to my mind is: oh, i shoulda clean up a little!

94.7 GB!

any further questions?

25. November 2007
by miss sophie
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sounds like a new wave

Herr Grau sagt, über mich bloggen IST bloggen. Der tjockis hätte auch gern mehr über Mich! Also schön.

Ich bin urlaubsreif. Am Donnerstag mittag war ich noch recht unentschieden, ob dieser Zustand in der Tat auch auf mich zutrifft. Am Donnerstag abend konnte ich mir sicher sein, dass dem so ist. Ich hatte mir die Entscheidung darüber im Laufe des Tages selbst abgenommen.
Bin ich schizophren, wenn ich sowas über MICH! schreibe?

Ich bin grad noch so viel mehr. Oder wie Christina mal zu Meredith sagte: “You have too many things.” Da ist dieses Schiss haben, den ersten Schritt zu gehen. Da ist dieses nicht-nein-sagen-können. Da ist dieses Mahjongg-Spiel. Da ist dieses Fehlen von mich-auf-den-Hosenboden-setzen. Da ist dieses Fehlen von einen-Aufsatz-gelesen-haben-ist-gleich-etwas-geschafft-zu-haben.

Irgendwie spannend, das hier zu versuchen, wenn der Kopf vom Vorabend noch dezent in fuselige Laken eingehüllt ist. Nennen wir es ein Experiment. Was passiert, während ich mit halbgeschlossenen Lidern Buchstabe um Buchstabe in den Editor eintippe. Kurzfristig kommt erstmal alles Düstere ans Licht des RGB-Farbraums. Alles darüber hinausgehende muss sich erst noch zeigen.

Begleitet von dem “Tütata” des Neffen meiner Mitbewohnerin blättern die Bilder meiner Gedanken von dem Zimmer drei Straßen weiter hin zu der Frage, ob künstliche Intelligenz das Funktionieren des menschlichen Verstehens (understanding) abbilden und erklären kann, hin zu den Menschen, die ich heute abend treffen werde. Ich behandle sie wie Rockstars, die Bilder in meinem Kopf. Sie alle dürfen der Reihe nach auf die Bühne.

21. November 2007
by miss sophie
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Vertrauen in die Vorratsdatenspeicherung, oder wie?

Soeben las ich im Zuge meines Onlineshop-Jobs folgende E-Mail:
Name, Mailadresse, Betreff – alles brav ausgefüllt.
Body: “send free samples and coupons Thanks”

Das war’s. Sonst schicken die Leute ja wenigstens noch Ihre Adresse mit. Dieser Zeitgenosse hingegen ist offenbar/vielleicht/möglicherweise der Meinung, ein simpler Tabakproduzent (er hat uns dazu noch mit dem Hersteller eines Produktes, das wir lediglich verkaufen, verwechselt) ein simpler Tabakproduzent aus den USA also sei in der Lage, anhand einer E-Mail-Adresse eine postalische Adresse zu recherchieren.

???