die katrin

my photography & other stuff

10. November 2007
by miss sophie
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Let’s talk about the weather.

Als ich heute morgen aufstand, öffnete ich mein Fenster und lächelte. Draußen war es fast wärmer als in meinem Zimmer. Ein lauer Herbsttag kündigte sich an. Vielleicht würde dazu eine kühle Brise wehen. Zwischendrin ein wenig Sonnenschein.

5 Stunden später schneit es.

9. November 2007
by miss sophie
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Danke Spreeblick!

Eine neue Serie bringt mich um den wohlverdienten Schlaf. Schnell noch muss ich alle bisher gesendeten Episoden schauen, damit ich wieder sehnsüchtig eine Woche warten darf – und derweil zu anderem Zeit habe.

Californication ist ganz großes TV-Kino. Malte hat alles gesagt, was es in wenigen Worten dazu zu sagen gibt. Bleibt nur noch, Johnny beizupflichten: Madeleine Martin ist einfach hinreißend.

Plus, dieses Serie hat so ziemlich die großartigsten ersten Minuten, die ich je in einer 1. Folge einer TV-Serie gesehen habe:

(DirektKirche)

6. November 2007
by miss sophie
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Es ist ein fortwährender Kampf.

Das lese ich manchmal über zwischenmenschliche Beziehungen. Nicht nur Beziehungen im engeren Sinne, mit sexuellem Beiwerk, auch Freundschaften sind davon betroffen.

Es ist ein Kampf zumeist mit mir selbst. Das englische struggle passt noch ein Stück weit besser. DIese Mischung aus sich abmühen und strampeln, ringen um und sich wehren.,

Ein Freund von mir braucht seine Zeiten, seine Freiheiten, wie es so schön heißt. Wann immer wir uns verabschieden, fällt es mir schwer. Seine Anwesenheit beruhigt mich. Der Mensch, der er ist, zeigt mir, dass es ok ist, in all meiner Widersprüchlichkeit zu sein. Einfach zu sein. Und vielleicht gerade dafür gemocht zu werden. Manchmal habe ich das Bedürfnis, ihn jeden Tag zu sehen. Doch das wäre zuviel. Für unsere Freundschaft. Für ihn. Für mich. Ich kenne das aus der Vergangenheit. Ich strampele, um nur ja nicht den Punkt zu erreichen, an dem etwas zerbricht, weil einer zuviel wollte. Zu oft präsent war. Noch haben wir sie, die Unbeschwertheit.

Ich habe mittlerweile gelernt – erfahren und daraus gelernt – was es heißt, dass ein sich überdrüssig sein zur Vergangenheit werden kann und neue Unbeschwertheiten da sind. Wie es sich anfühlen kann, wenn Freundschaften Freundschaften fürs Leben werden. Ich habe trotzdem jedes Mal Angst, diese Bruchstelle zu erreichen.

2. November 2007
by miss sophie
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Die Uni sorgt sich um mein Leben.

Meiner letzten Lohnabrechnung lag ein Schreiben bei, dass eine kostenlose, von der Uni organisierte und finanzierte Grippeschutzimpfung empfahl. So weit, so unspektakulär.

Vergangenen Mai lag meiner Lohnabrechnung eine Info der anderen Art bei.
Ich öffne den Brief, da lächelt mir schon ein grünes Blättchen entgegen.
Hallo, miss sophie.
Hallo, kleines grünes Leporello.
Miss sophie, ich hab hier was für dich…

Informationen zur Tabakentwöhnung

Ich las, ich lachte, ich griff zur Tastatur.
Ach, wenn du wüsstest, kleines grünes Leporello…

2. November 2007
by miss sophie
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Mit Sinn und Verstand.

Kleiner Nachtrag zur Diskussion um die Phrase “Sinn machen”, die vor einiger Zeit bei Herrn Grau aufgeworfen ward und derer sich parallel der Bremer Sprachblog in mehreren Posts ausführlich angenommen hat.

In der Reihe “Sinnesfreuden” hat sich Anatol Stefanowitsch abschließend mit der Frage beschäftigt, ob die Phrase “Sinn machen” denn nun wirklich überflüssig sei, denn – so das Argument der Verfechter dieser These – es gäbe ja bereits genügend andere Ausdrücke in unserer hübschen deutschen Sprache.

Genüsslich las ich seine Analyse, die mit sprachwissenschaftlicher Methodik nachweist, dass “Sinn machen” die Verwendungshoheit über einen nicht unerheblichen Teil unseres Sprachkorpus erlangt hat. “Sinn machen” wird mittlerweile häufig in Kontexten gebraucht, bei denen über Sinn oder Unsinn einer Entscheidung zwischen mehreren Alternativen gefragt werden kann: Eine Entscheidung macht unter Berücksichtung dieser und jener Argumente Sinn oder auch eben nicht.

So ganz nebenbei zeigt Herr Stefanowitsch in herrlich unaufgeregtem Stil den deskriptiven Ansatz der Sprachwissenschaft, der jeder Erscheinung einer sprachlichen Entität zunächst einmal zugesteht, dass sie ihre ganz eigene Funktion im Korpus einer Sprache hat. Dahinter steckt auch die grundlegende Bereitschaft des Principle of Charity, die Bereitschaft, einer Sprachgemeinschaft zuzutrauen, dass sie keine irrationalen Wege in der Kommunikation geht.