die katrin

my photography & other stuff

29. August 2007
by miss sophie
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Schrank-Punk

Naja, so ganz stimmt das nicht. Denn wer würde schon allen Ernstes behaupten wollen, Domäne sei Punk. Von dorther ist mein Kleiderschrank. Ein bisschen Unorthodoxes findet sich aber doch noch. Alles an Oberbekleidung, was einer Jacke auch nur ansatzweise gleicht, hängt an Bügeln, die wiederum an einer um einen Lattenrost meines Hochbettes gewickelten Wäscheleine hängen. Farblich angepasst übrigens. Also die Wäscheleine und die Farbe des Bettes.

Frau Anne war dann übrigens endgültig der Auslöser, meinen Zweitwohnsitz wieder lebhafter werden zu lassen. Stöckchen einfach so vor der Tür liegen lassen geht ja gar nicht.

Hast Du einen normalen Kasten oder z.B. einen begehbaren Kleiderschrank? Wie groß ist er?
Ein kleiner Kasten. 50cm breit, 35cm tief, 2m hoch mit 6 Böden. Kleiner Schrank für ein kleines Zimmer. Aber passt alles rein. Sogar 4 Bettwäschesets.

Wieviele und welche T-Shirts sind darin?
Oh Gott… Hätte ich doch nur nicht… Herrjeh… 37. 1 grade an. Nochmal 4 oder 5 in der Wäsche. Macht über 40 Shirts. Und ich hab doch schon so viele weggebracht zu meinem Umzug?!?

Und wie sieht’s mit den Tops aus?
Sind in der obigen Zählung und so auch bei den Shirts integriert. Die Trennung zwischen Shirt und Top ist eh reichlich schwierig. Bei Top muss ich immer an Spaghetti-Träger-Dinger denken und wozu sollte ich dann die ärmellosen und dennoch breitschultrigen Dinger zählen. Deswegen alles eins. Ach ja, welche. Ganz viel Bandshirts. Viel mit Aufdruck, was es halt so gibt bei Hasi und Mausi und den Second-Hand-Shops meines Vertrauens. Simpel einfarbig für die stilvollen Momente. Blumig für wenn’s mal ein bisschen Hippie sein darf.

Wieviele und welche Kleider?
2. Das kleine Schwarze und mein Abiballkleid. Nein 3. Ein altes Sommerkleid meiner Ma.

Auch Röcke?
Oh ja. Nachdem ich zu Kindes- und Jugendzeiten dieses flatterhafte Zeugs verdammt habe, bin ich mittlerweile im Besitz von bestimmt 6 Röcken.

Wieviele und welche Pullover besitzt Du?
11 Standard-Pullover, also die, die mensch im Winter noch zwischen Jacke und Shirt quetscht und im Frühjahr/Herbst als Oberbekleidung trägt. Dann sind da noch 9 sog. Langarmshirts. Liegen auf Grund ihrer HemdsärmeligLangarmigkeit halt bei den Pullovern.

Und Westen?
Wer mich je in einer Weste durch die Welt spazieren sieht, darf mich erschießen, notschlachten, vor den Geschmacksrichter stellen, …

Wieviele und welche Jacken?
Jacken. Ein wundervolles Thema. *ins Schwärmen komm* Welche darf’s denn sein? Eine von den 5 Trainingsjacken (ja, ich bin ein Indie-Kind). Der grüne Altherren-Blazer? Eine der beiden Cord-Jacken? Oder doch lieber die Jeansjacke? Ich hätte da auch noch den grau-braun-blau-karierten Herbstmantel (au ja, bald wieder wie Sherlock Holmes durch die Straßen streifen)? Wenn’s regnet, vielleicht eher den Pseudo-Ostfriesennerz? Die rote Steppjacke? Oder eher eine der 3 Strickjacken?

Und Mäntel?
Und schon wieder. Da gibt es für mich keinen Unterschied. Ab wann ist ein Mantel ein Mantel und keine Jacke mehr? Ab den Knien oder doch schon, wenn die Jacke über den Hintern rübergeht?

Wieviele und welche Jeans hast Du?
2. Diese Frage nach dem welche hat ja viele verwirrt. Mich ebenso.

Auch andere Hosen?
Gehabt. Lange Jahre trug ich quasi ausschließlich Altherrenbundfaltenhosen (ich sagte es bereits, ich bin ein Indie-Kind). Meist noch original in den VEB-Werken der DDR hergestellt. Dann sind sie mir irgendwann alle über den Hintern gerutscht, meine Jeansphase begann, hält derzeit an, wird aber auch wieder vergehen.

Wie sieht’s mit Accessoires aus (Gürtel, Schals, etc)?
Eher standard. Der Nietengürtel für alle Anlässe. Der Rest für mal so.

Was ist sonst noch in Deinem Kasten bzw. begehbaren Kleiderschrank?
Ein kleiner Haufen Stofftaschentücher unten bei den Schals und Handschuhen. Meine Bettwäsche. Und ein paar Basketballtrikots von Alba Berlin.

Welche sind Deine Lieblings-Klamotten?
fave shirt
Dieses Shirt im Siebdruckstil zusammen mit meiner grauen Jeans. Hui. Das fühlt sich gut an. Ich komm mir dann immer vor, als wären die 70er am Ende ihrer Dekade, The Clash erobern die Welt und icke mittendrin.

Was machst Du, wenn Dir etwas zu gross / zu klein geworden ist?
Im Schrank lassen, wenn’s Shirts sind. Wegwerfen, wenn’s Hosen sind.

Knöpfe annähen etc. – Machst Du das selbst?
Alles was mit Nadel und Faden machbar ist, wird gemacht. Aber so Sachen wie Reißverschlüsse… nee, da sollen mal Fachkräfte ran.

Wieviele und welche Schuhe hast Du in Deinem Schuhschrank?
2 Paar Badelatschen, auch genannt Flip Flops. 1x echte Chucks, 1x Pseudo-Chucks. 1x Sneaker. Und 1x Puma Clyde steht auf der Liste der Dinge, für die ich sparen will. Die stell ich dann neben meine alten Puma Clyde. Meine ersten Sneaker. Ich habe sie getragen, bis sie meine Füße aufs Wundeste aufscheuerten. Und habe sie noch immer. Irgendwann gibt es einen ganz besonderen Platz für sie.

Extended Version: Nicht weggeworfene/Behaltene Sachen der Ex?
2 Pullover. Wurden mir noch während der Beziehung überlassen.

Ich merke, meine Kleidung ist eine putzige Mischung aus purem Pragmatismus und sinnloser Eitelkeit gepaart mit jungmädchenhafter Empathie.

Und weiter geht’s nach Nürnberg zum Parkster. Ich mag den häufig bei Männern anzutreffenden 5-Shirts-2-Hosen-muss-reichen-Pragmatismus. Mal schaun, was der Sir dazu zu sagen hat.

29. August 2007
by miss sophie
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Guten Abend.

Da bin ich wieder. Ich ahnte es. Ich sagte es. Meine Pause wird nicht lange dauern. Zu sehr hab ich Blogdorf vermisst. Im Grunde war es jetzt nur ein kleiner Wochenendausflug. Und selbst der glich eher dem heimischen Urlaub auf Balkonien. Freitag bei 9to5. Sonnabend mit Julie und dem Parkster und einigen Nicht-Bloggern Bier trinken. Zwischendrin bei den Liebsten vorbei schauen. Als wär mein Balkon im Erdgeschoss und die anderen würden bei ihren Wegen in der Welt vorbei laufen.
Den Tod von Blogscout betrauern und gleich bei site meter anmelden. Bei der Gelegenheit auch gleich mal die Rolle vorwärts neu gestalten-

Ja, ich habe meine alte irgendwie-nach-komischen-Merkmalen-sortierte Blogroll in die ewigen Jagdgründe geschickt und so ziemlich meinen kompletten Feedreader in die Sidebar überführt. Hat den unübertrefflichen Vorteil, dass ich selbst bestimmen kann, wann ich geliebte Seiten besuche und nicht mehr der Feedreader mit Massen an Posts daher kommt, bei denen ich mich schlecht fühle, wenn ich sie ungelesen lösche.

Ansonsten alles beim Alten. Also nicht beim Herrn Papa, sondern… ach ihr wisst schon.

25. August 2007
by miss sophie
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Ich nenne es die Pause von der Pause.

Ich erwähnte es bereits: Ich bin mit Arbeit überhäuft. Und weil ich gestern Nacht schon nicht zum Schlafen gekommen bin, kann ich es eigentlich auch ganz bleiben lassen und weiter arbeiten. Der Herr Grau und meine Wenigkeit weilen momentan bei 9to5, dem wir-nennen-es-arbeit-festival-camp. Und weil ich jetzt ganz dringend eine irgendwie halbwegs geeignete Begründung haben möchte, weshalb ich meine Blogpause, nein, eben nicht abbreche, sondern nur unterbreche, denke ich mir jetzt aus, dass das hier ganz viel mit Arbeit zu tun hat und ich ja grade auch ganz viel mit Arbeit zu tun habe und deswegen dann auch mal davon bloggen kann. Bzw. Bloggen als Arbeit begriffen – wir nennen es Arbeit und so, ihr wisst schon -, wird das Widersprüchliche, das ich grade empfinde, schnellstens im Spreeblick und der Berliner Luft aufgelöst.

Doch genug der Selbstreferenzialität. 9to5 ist von reichlich anderem Kaliber als die re:publica. Dieser Vergleich drängt sich auf. Ob er sinnvoll ist, ist eine andere Frage. Die Atmosphäre ist wesentlich ruhiger. Es geht auch hier darum, Menschen zu treffen, Kontakte zu knüpfen und zwischendrin am eigenen Notebook rumzuhängen. Aber das alles erfolgt gedämpft. So gedämpft wie die Musik, die hinter den Wänden hervorschallt. Die digitale Bohème ist “deutlich mittiger” (O-Ton Herr Grau). War die re:publica irgendwie wie ein aufgedrehter Teenie an seinem 18. Geburtstag, ist 9to5 doch schon eher der 30.

Aber genug der Vergleiche. Wir sind hier, um ein bisschen gute Musik mitzunehmen. Auch wenn ich hier grade mit einem schicken MacBook auf den Beinen vor mich hintippe, komme ich mir ein wenig außenstehend vor. Ich habe kein eigenes Notebook dabei. Ich habe nichts dabei, an dem ich arbeiten könnte. Aber was rede ich denn hier. Das wird mich doch wohl nicht davon abhalten, hier irgendwas zu tun.

So, genug gearbeitet. Gleich geht die Musik los.
Tschüss.

23. August 2007
by miss sophie
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Ich verabschiede mich.

Ein lieber, mir sehr teurer Freund hatte Recht. Ich hätte diesen extra Job für den Sommer nicht annehmen sollen. Er wusste es besser. Und ich im Grunde auch. Doch ich bin jung und brauche das Geld. Nein, ich bin nicht mehr ganz so jung und brauche trotzdem das Geld. Wie auch immmer, das hält mich aufrecht.

Alles ein bisschen viel. Ich verabschiede mich aus Blogdorf. Nicht für lange. Ich kenne mich gut genug. Aber ich will es versuchen. Und dieses Statement soll mir dabei helfen.

ps: Bereits getroffene Verabredungen fürs Wochenende müsste ich mit der Willkür-Schere ausdünnen. Will ich aber nicht, und werde ich darum auch nicht.

21. August 2007
by miss sophie
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Es raunt. Raunt gleich hier, schräg links vor mir. Raunt, gleich hinter meinem Auge. Raunt, in den Schwingungen dieser Luft.

Der Tag begann mit einem Donnerknall. Erleuchtete die sowieso nie ganz dunkle Stadt noch ein bisschen mehr. Zu der Zeit, da diese Stadt am Stillsten ist, erfüllte ein Raunen die Straßen. Fegte über Dächer hinweg. Ließ die Blattspitzen erzittern. Der Schrecken ließ mich in Windeseile die Stufen hinabklettern. Schnell das Fenster zu. Ein Blick nach draußen. Das Gleißen der Blitze kündigt alles an. Ein Blick auf die Uhr. 4:39 Uhr.

Der Tag geht weiter mit einem süßlichen Säuseln. Immer unterlegt von diesem kleinen r. Die Sonne scheint. Die Blattspitzen spielen wieder ihr Spiel mit dem Wind. Alles friedlich. Bis auf das Raunen, das aus der Nacht heraus seinen Weg in den Tag gefunden hat.

18. August 2007
by miss sophie
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Meiner Maus geht’s gar nicht gut.

Meine Maus ist krank. Ich fürchte, es ist lebensbedrohlich ernst. Besonders das Ziehen und Fallen lassen bereitet ihr arge Probleme. Bei jedem neuerlichen Versuch heult sie auf als würde eine Katze nach ihr schnappen. Als hätte die Mausefalle schon wieder zugeschnappt.

Ich habe sie damals aus einem großen Käfig befreit. Sie hatte es gut bei mir. Sie hat es mir gedankt. Hat ihr wunderschönes Weinrot beibehalten. Gegen jedes “Ih, ist die klein” habe ich sie verteidigt. Sie jedes Mal liebevoll gestreichelt, wenn wir wieder allein waren. Auch ihr Bruder, das schwarze Schaf in der Familie, ist gut untergebracht. Meine Mama kümmert sich.

Nun aber…ist die Zeit gekommen, Adieu zu sagen. Ich werde sie nicht unnötig leiden lassen. Bald schon werde ich sie mit einem heldenhaften Ehrenbegräbnis in die Ewige Welt geleiten. Tschüss, meine kleine Maus.

file under: Ich geh dann mal das Abendessen zubereiten…

18. August 2007
by miss sophie
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Kommt ein Stöckchen geflogen,

setzt sich nieder in mein’ Blog.

Obwohl es jetzt eigentlich heißen müsste: Hänschen klein, ging allein… Das wird nämlich das erste Lied, mit dem ich meine Umgebung ab sofort in den Wahnsinn treibe und welches ich auf meiner neu erstandenen Gitarre lernen werde. Ich hab ja sonst nix zu tun, wie der Herr Grau so schön feststellte.

Aber zurück zum Hergang des Vorgangs. Die westliche Hemisphäre hat noch ein bisschen Holz übrig und schickt ein Care-Paket in den Osten. Es enthält: das Schlaf-Stöckchen.

Lieblings-Schlafklamotte?
So eine lange, aus Sommerhosenmaterial verarbeitete Sommerhose, die es Ende der Neunziger mal als Sommerhose zu kaufen gab und dazu ein 2001 in Edinburgh erstandenes dunkelgrünes Spaghettitop mit indischem Aufgepräge, wo ich immer an Mandalas denken muss und schon in Gedenken an die beruhigende Tätigkeit des Mandalaausfüllens ganz schlummerig werde.

Lieblings-Bettwäsche?
bettwaesche

Lieblings-Schlafposition?
Leicht zur Seite hin angewinkeltes auf dem Bauch liegen.

Hast du ein “Einschlafritual”?
Momentan liegt ein PM-Logiktrainer bereit. Darunter schlummern aus vergangenen Zeiten eine Galore, aus der ich jeden Abend ein Interview gelesen habe. Und noch darunter liegt Irene Dirsches “Großmama packt aus”. Fand ich ja nich so spannend. Hab ich darum auch nicht zu Ende gelesen und was daran so witzig sein soll, ist mir ebenfalls fern geblieben.

Hast Du ein Kuscheltier, Knuddelkissen o.ä.?
Nö, nich extra. Da muss dann mein Kopfkissen herhalten. Manchmal – nämlich auf Reisen – wünschte ich mir allerdings, ich hätte ein Kuschelkissen. Ich war auch kurz davor, mir in Liverpool eins zu kaufen. Im Merchandise-Shop des Liverpool FC. Kennt ihr diese kleinen Anhänger bestehend aus Trikot und Hose? Diese Form hatte das Kuschelkissen und war in Anpassung an den Zweck natürlich auch ein bisschen größer als so ein Rückspiegel-Anhänger. 8 Pfund waren dann aber doch zu happig.

Was machst du, wenn du nicht schlafen kannst?
Ja genau, wach sein halt. Meist bleib ich solange am Rechner hocken, bis ich müde bin. Wenn’s dann halt um zwei, drei wird, ist dem so. Sollte hingegen der unglückliche Fall eintreten, dass mein Müdigkeitsempfinden mich getäuscht hat und meine Gedanken und Erinnerungen eine Party feiern, dann versuche ich ruhig zu bleiben, lasse die Gedanken und Erinnerungen vor meinem geistigen Auge vorbeiziehen und zähle sie wie kleine Schäfchen. Irgendwann sind dann schon alle durch und der geruhsame Schlaf darf eintreten.

Wie groß ist dein Bett?
150x240x220. Die Matratze darauf misst 140×200.

Linke oder rechte Seite?
Mitte. Wozu hab ich denn ein Riesenbett, wenn ich das nicht voll ausnutzen täte?

Wie lässt du dich wecken?
Motor.FM. Musik muss sein.

Dein erster Gedanke am Morgen?
Bitte was? Gedanke? Ach, das ist dieses Konzept, dass bestimmte neuronale Einheiten mit Semantik angefüllt sind, nich? Dann lautet mein erster Gedanke: Kaffee. (Ich würde das ja eher als Automatismus bezeichnen wollen.)

Was machst du, um wach zu werden?
Siehe oben. Meist passiert folgendes: Vom Bett runterklettern – mit schlafwandlerischer Sicherheit die Kaffeemaschine aufsuchen, um in den immergleichen Abfolgen Kaffee zu kochen – aufs stille Örtchen tapern – zurückkommen, fertigen Kaffee mit Milch anreichern, hinsetzen – dumpf vor mich her starren. Irgendwann zwischen den ersten 150 und 300ml koffeinhaltigen Heißgetränks kommt dann das, was ich schon eher als ersten Gedanken am Morgen bezeichnen würde, nämlich das bewusste sich darüber klar werden, was ich denn jetzt als nächstes so tun könnte.

Nach all dem Geraspel und Figürleschnitzle ist immer noch mehr als genug Holz über, das postwendend in der Großstadt verteilt wird: @ndi, Frau Uschi, Herr Tierpfleger, übernehmen Sie.