die katrin

my photography & other stuff

16. April 2007
by miss sophie
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Nachtrag zur Nachlese der Nachlese

Beim Jovelstefan gibt´s den re:publica-Nachschlag in Gestalt von an die Tür gemeißelten ins Netz gehackten Thesen.
Ich möchte mich allerdings ausdrücklich vom Titel distanzieren: die re:publica-Teilnehmer sind nicht die Blogosphäre, lediglich ein Teil von ihr.

16. April 2007
by miss sophie
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Die Nachlese und ihre Nachlese

Viel wurde während ihr geschrieben, viel wurde auch im Anschluss an sie geschrieben: die re:publica. Die Menschen, die wir kennen lernten, die Gespräche, die wir führten, den Witz, den wir ums Dorf jagten, die Getränke, die wir tranken, die Scheiße, die trotz allem passiert, die Gedanken, die erst im Nachinein ihre volle Wirkung entfalten.

Auch für mich waren diese 3 Tage geprägt von der Mischung aus gespannter Erwartung, freudigem Kennenlernen, viel Bier und viel Wissen.

  • Identität heißt heutzutage ein, zwei, viele Profile zu haben. Das erinnert mich ein bisschen an die Poesie-Alben zu frühen Schulzeiten.
  • Datenschutz ist demnächst dann wohl den Schutz der Daten in Form von Backups auf Provider-Rechnern, damit die staatlichen Polizeikräfte nach einem Systemabsturz noch retten können, was zu retten geht.
  • Wissenschaft und Weblogs sind 2 Partner, die insbesondere für die Forschung sehr aufschlussreich werden können. Vorausgesetzt natürlich, der Wissenschaftler hat keine Angst vor dem Ideenklau und scheut das vergleichsweise direkte Feedback nicht.
  • Werbung und Weblogs: kann man, muss man aber nicht. Das Panel “Cash from Chaos. Geld verdienen mit Blogs” war echt missglückt. Keine Ahnung, was die Herren Haeusler, Lobo, Lau und Dahlmann konkret vorhatten. Aber vor allem anderen mit einer Existenzrechtfertigung von und für adical zu starten, war extrem unnötig. Eine sachliche Einführung in die direkten und indirekten Geldverdienmöglichkeiten wäre insbesondere gegenüber den Marketing-Vorträgen
    des Herrn Lobo eine angenehme Informationsquelle gewesen. Dies zu meiner einzig richtigen Kritik. (Alles andere wird unter “Erstes Mal. Das wissen die auch selbst” verbucht.)
  • Bloglesungen können langweilig sein, wenn die Texte fürs Lesen geeignet, fürs Hören aber zu lang und trotz Kuschelveranstaltung zu sentimental sind.
  • Toni Mahoni hat es verdient, mit seiner Musik die Bühnen dieses Landes zu füllen. Auch wenn es vermutlich eher die kleinen Theater- und Kabarettbühnen sein werden.
  • Die Leute von Spreeblick sind mittlerweile wohl zu so etwas wie Popstars Vorbildern avanciert. Anders kann ich mir nicht erklären, warum beim Freestyle einige die anfängliche Scheu des Themenreinrufens für Fragen des persönlichen Werdegangs ausnutzten. Schade, ich hatte mich sehr auf die improvisierten Sätze gefreut. Zum Beispiel zu Badewannen. Möglicherweise ist jemandem ja schonmal eine brennende Kerze ins heiße Wasser gefallen. Interessiert mich schon, was dann passiert. (Und nein, ich werde es ob dieser momentanen Neugier nicht selbst ausprobieren. Ich heiße ja auch Jackass.)
  • Mythen und ihr Logos. Mädchen sind wie immer in der Überzahl und die Jungs werden von allen gelesen.

Das blieb hängen und mein Schlüssel hängt jetzt auch an der öffentlichen Sache. Diese Tage werden mich noch lange begleiten.

13. April 2007
by miss sophie
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gestern auf der Kuschelveranstaltung

auch genannt re:publica07. Die Anne hat gestern bereits beim ersten Bier (oder war es doch schon das 2. ;-)) “ihren Mund nicht halten können” (O-Ton). Weil auf der re:publica alles so kuschelig ist, sich alle lieb haben und fast keiner auf die Kacke haut, wollte Anne noch eins drauf setzen und mit dem Herrn Lobo seinen Haaren in Kuschelkontakt treten. Das Bier geext, der Fotoapparat gezückt:

(made by Bjorn Grau)

update:
Wir ham uns alle verschworen. Hier ist der Rest der MafiaRunde: Björn Grau, Carsten Dobschat.

12. April 2007
by miss sophie
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Das unvermeidliche Zwischenresumee

Der 2. Tag re-publica nähert sich seinem Ende. Jetzt kommt der Unterhaltungsteil: das Power-Point-Karaoke.
Für jeden Sänger gibt es Vodka. Dafür muss man die Jury – bestehend aus Sascha Lobo, Stefan Niggemeier, Philip Albrecht und dem blonden Supatopcheckerbunny – aushalten, die sich im Stil von D-sucht-schicke-Topmodels die neuen Robbie Williamse des Präsentationsentertainments von Hof zu jagen.

2 Min. später. Die ersten sind jetzt durch. Das 19. Dorstener Wirtschaftsgepräch wurde besprochen. Jetzt kommt der Verriss. Und deshalb hör ich jetzt auf. Die Jury ist guuut drauf.

12. April 2007
by miss sophie
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per Anhalter durchs Web2.0

Johnny Häusler ist der Truck, der uns auf dem Weg druchs Web 2.0 bringt.

So geht in etwas die Definition des Web der Bundesregierung: Das Web ist eine Gelgenheit, mit der Millionen Menschen eine sinnvolle Tätigkeit simulieren.

Web 1.0 war kompliziert, technisch aufwendig und nciht jeder Idiot konnte mitmachen. Denn Mensch brauchte html-Kenntnisse.
Web 2.0 hat Spracheingabe und des wegen kann jeder Idiot jetzt mitamchen.

Jetzt geht´s zu Blogs. Die wurden von der CIA unters Volk gebracht. Jaja. Der Johnny agt endlich mal laut, wie´s ist. Recht so!

Doch ein bisschen ernsthaft in der Grundkonzeption: Johnny sammelt alle Aspekte, die er zu 2.0 zählt. Da wären erstmal die Kommentare in den Blogs. Wikipedia, GoogleEarth, Twitter …
(13:19)

Twitter it ja DAS Selbstdarstellungstool schlechthin. Bisher. Und laut Johnny bewahrt es suizidgefährdete Jugendliche “vor dem finalen Schritt”. Denn das Leben der anderen ist noch erbärmlicher. Und jetzt kann man das dank Twitter in Echtzeit erfahren. Danke Twitter. Vielen, vielen Dank.
(13:22)

Second Life darf auch nicht fehlen. Es gibt erstmal ein Bild einer Wartehalle. Offenbar gibt es eine Area in Second Life, die die Apokalypse bereits hinter sich. Der Raum war leer. Vollständig leer. Und weil wir hier alle im Internet sind und das Internet die Pest ist, hat das Ende der Welt auch keiner überlebt.
(13:24)

MMORPGs. Und jetzt spricht das erstmal jeder 5x schnell hintereinander aus. Die bekannteste und größte Plattform für Multiplayer ist myspace. Die Angie, der George W. und der Adolf machen auch mit. Die Angie hat aber erst 5 Freunde. Der Georgie schon 91. Die müssen sie aber alle wieder an der Garderobe abgeben, wenn sie rausgehen.

Das alles ist Web2.0. Der Johnny bedankt sich und sagt auf Wiedersehen.
(13:29)

12. April 2007
by miss sophie
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Etwas, das ich nicht tun wollte

Heute rief mich ein Freund an. “Hey little miss sophie!” Er fragte nach meinem Befinden, wir tauschten die neuesten Neuigkeiten aus. Und dann kam sie. Die Aufforderung, mich beim StudiVZ anzumelden.

Ein paar alte und aktuelle Studikollegen sind dort schon seit einiger Zeit angemeldet. Wir lernten uns alle in einem Café in der Uni kennen. Und um der alten Zeiten und um sich nicht aus den Augen zu verlieren, haben sie eine Gruppe aufgemacht.

Innerlich schlug ich die Hände über dem Kopf zusammen. Ich hab wohl auch erstmal etwas verhalten reagiert. Nun ja, was soll ich sagen. Keiner von denen treibt sich in Kleinbloggersdorf rum. Und selbst die Berichte in den Traditionsmedien haben offenbar keine bleibenden Spuren hinterlassen. Nun was soll´s. Ich hab mich angemeldet. Kein schönes Gefühl. Aber mit digital-Identität als Name geht´s schon ein bisschen leichter. Und mit alten Freunden und Bekannten in Kontakt bleiben, ist mir dann auch wichtiger.

11. April 2007
by miss sophie
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Identity 2.0 – Ein Livebericht

Nach ein paar Minuten Verspätung, musste noch schnell meine Jacke von der Garderobe holen.

digital identity mapping: Wo ist unsere digitale Identität verzeichnet. Diverse andere Portale: OpenBC aka Xing, loopster etc. Eine Übersicht über die Bereiche, in denen Identitäten von Menschen zu finden sind. Das Ganze dient als eine nette Einführung ins Thema.

Interessant ist der Ansatz, einen Blick in die akademische Forschung zu werfen. Die Informatik behandelt das Thema unter dem Namen user-models. Es geht grundätzlich darum, Userprofile zu analysieren, um sie für entsprechende Programme und Serivces nutzbar zu machen. Sozialwissenschaftler schauen sich daran anschließend an, mit welcher Art von medialen und digitalen Profilen und Nutzerdaten soziale Interaktion stattfindet.
(19:43)

Tools im Zusammenhang mit unseren Web-Identitäten: OpenID, mittlerweile auch in 2.0, wird vorgestellt. Über eine Zentrale Plattform können alle Identitäten, die man im Laufe der Zeit in den verschiedensten Communitys, Spielwiesen und Blogs gesammelt hat, verwaltet werden. Mit apml ist dann die totale Auswertung des Tages möglich: Das Programm zeichnet im Hintergrund auf, an welchen Programmen und Webseiten man seinen Tag verbracht hat. Das wird minutengenau aufgezeigt. Ob ich wirklich immer wissen will, womit ich meine Tage so verschlonzt habe… Ich glaube nicht.
(19:50)

Der erste Referent heißt übrigens Stephan Baumann. Jetzt kommt der Ralf. Bendrath.

Herr Bendrath spricht über Privatheit, zu englisch privacy. Privatheit ist das Recht, allein gelassen zu werden. Mit dieser Eingangsthese formiert Bendrath seine Definition von Privatheit, die in ihrem Alleinsein auch die Abwesenheit von äußerer Kontrolle impliziert. Äußere Kontrolle zeigt sich z.B. in Überwachungstechnologien, wie sie staatliche Einrichtung nutzen und noch mehr nutzen möchten. Ergebnisse von Überwachungen können abgeglichen werden mit Datenbanken, die personenbezogene Daten, Transaktionsdaten, click-stream-Daten, andere Verhaltensdaten, digitale Beziehungs- bzw. Netzwerkdaten sein können. Wenn diese Daten zusammengeführt werden, … jeder kann sich denken, wieviel Wissen über einen Menschen gesammelt werden kann. Genutzt werden können diese Daten für Marketingkampagnen, aber auch für Kampagnen der Inneren Sicherheit. Mit dieser Argumentationskette macht Bendrath deutlich, weshalb Datenschutz bzw. das Recht auf das Wissen darum, welche eigenen Daten wo und wie lange gespeichert sind, weshalb dieser Schutz wichtig ist.
(20:03)

Die funktionale Differenzierung unserer Gesellschaft, die vielen verschiedenen sozialen Rollen, die wir alle in unserem Leben einnehmen, geht einher mit Identitäten, die es zu verwalten gilt. OpenID it das neue Tool für diese Verwaltung (siehe oben). Das Problem ist jedoch, dass jeder Schritt, den man mit seiner OpenID-URI geht, mitgezeichnet wird. Unklar ist, inwieweit andere über die eindeutige und immer genutzte URI das eigene Verhalten im Netz nachverfolgen können. Eine Diskussion darüber fand nicht statt, dafür gleich eine OpenID-Nein danke-Kampagne. Interessant ist, dass gerade Microsoft an einem ähnlichen Tool arbeitet, das aber Aspekte des Datenschutzes wohl sehr ernsthaft berücksichtigt. card space heißt es.
(20:15)

Das – etwas unklare und schnell vorgetragene – Fazit lautet: Selbstbestimmung heißt, die Kontrolle über seine Daten zu haben. Das ist aber noch ein weiter Weg.
(20:25)

Das hier war jetzt mein erstes Live-Bloggen. Ergebnisprotokoll schreiben ist definitiv einfacher. Aber angefixt bin ich dennoch.