Meine zukünftige Mitbewohnerin lernt gerade in einer großen Kette das Buchhändlerdasein, im Bezirk der Reichen und Schönen. Zum Schreien ist nicht nur die Filialleiterin, die nichts gebacken kriegt. Natürlich sind auch die Kunden die reinste Freude.
Mittelalte Frau: Guten Tag. Ich suche “Der Dativ ist dem Genitiv sein Feind”. Schüler: Tach. Isch suche “Dativ macht Genitiv fertisch”.
Eine ältere Dame mit Freude an koffeinhaltigen Getränken: Guten Tag. Ich suche das Buch von Frau Eduscho. Bestellt haben Sie ihr dann die Geschichte der Familie Jacobs.
Noch mehr Geschichten dieser Art gibt´s bei Acivasha.
Herr Grau hat im Grunde schon alles gesagt, was es zu zeigen gibt. Doch ließen meine Erinnerungen so dermaßen viele Künstler aufploppen, dass ich das jetzt dringend teilen möchte :-). Auf geht´s:
Heute habe ich mich zur Zwischenprüfung für mein eines Nebenfach angemeldet. Schöner Moment, so für sich betrachtet. Hat ja auch nur gute 6 Jahre und den Wechsel des Faches gebraucht, bis ich nun zu mittlerweile zwei Dritteln dem Grundstudium entronnen bin.
Interessant war der Weg dorthin. Ich meine jetzt nicht, die ganzen 6 Jahre. Die waren auch interessant, aber gehören hier nicht her. Gemeint sind die Schritte zwischen “Ich habe alle Scheine und Stunden beisammen” bis zu “Dame im Prüfungsbüro: ‘Gut, Sie sind dann jetzt zur Zwischenprüfung angemeldet. Schönen Tag noch.'” Der Weg begann mit ersten Informationseinholungen sowie dem Download zweier Formulare im Netz. Damit bin ich zu meinem Prüfer, um mir beide Formulare unterschreiben zu lassen. Formular 1 enthält meine persönlichen Daten sowie das Fach, in dem ich die Prüfung ablegen will. Formular 2 enthält alle erforderlichen Seminare in einer Übersicht, wo man dann ankreuzen soll, ob man im jeweiligen Seminar teilgenommen hat, einen Leistungsschein erworben hat oder einfach nur ein Testat (Unterschrift des Dozenten bei Hören seiner Vorlesung) bekommen hat. Mit diesen beiden Formularen ging´s erstmal ab ins Institutssekretariat. Dort wurde ich als kommender Prüfling in eine Liste eingetragen, die Formulare wurden gestempelt und der nächste Schritt auf dem Weg zur erfolgreichen Anmeldung mitgeteilt. Dieser nächste Schritt führte mich dann zum für Magister zuständigen Prüfungssauschuss. Dort legte ich dann (frei nach der alten Sparkassen-Werbung) meine Scheine, meine Studienbuchseiten, meine Formulare auf den Tisch. Als die Sachbearbeiterin das Vorhandensein der Scheine mir dem Ankreuzzettel (Formular 2) verglich und die Vollständigkeit beglaubigte, setzte es wieder 2 Unterschriften und 2 Stempel und den Hinweis, damit jetzt zum Prüfungsamt zu gehen. Dort angekommen, stellte ich mich gleich erstmal in der falschen Schlange an und schaute Menschen dabei zu, wie sie Formulare ausfüllten. Als ich dann in der richtigen Schlange stand, fragte ich mich, ob die allen Ernstes erst von den Sachbearbeitern ausgegeben werden. und ja, werden sie. Man steht dann am Pult und füllt erstmal ein Formular mit seinen persönlichen Daten aus… Ja, das hatten wir schonmal und ja, genau dieses Blatt (Formular 1 nämlich) habe ich auch zum Prüfungsamt getragen. Aber gut, Formular 3 ausgefüllt, über den Tresen gereicht, Formular 4 in Empfang genommen. 4 Seiten “Antrag auf Zulassung zur Zwischenprüfung”. Häh? Naja, die werden schon ihr System für all das haben. Und da ich selbst seit Jahren Hörsaalschmarotzerin und somit Steuergeldverschwenderin bin, hab ich in ganz eigenem Interesse da mal nicht weiter drüber nachgedacht. Auf den 4 Seiten “Antrag auf Zulassung…” wird dann übrigens das Prozedere meiner Prüfung auf Verwaltungsebene dokumentiert. Dann wollte die Sachbearbeiterin noch meinen Personalausweis, ging damit zu ihrem Rechner, um alles in die Datenbank zu häcken und mir einen (nicht mehr lesbaren) Durchschlag von Formular 3 zu überreichen. Damit verabschiedete sie mich mit den Worten: “Gut, Sie sind dann jetzt zur Zwischenprüfung angemeldet. Schönen Tag noch.” Ich bedankte mich artig und ging.
Das alles für 15 Minuten mündliche Prüfung.
Ob das strategisch geplant ist, die Studierenden so aufs Leben in deutschen (Bürokratie-)Landen vorzubereiten?
Irgendwann mal unterhielt ich mich mit einem Kumpel darüber, wie wir eigentlich so musikalisch sozialisiert wurden. Er erzählte von teils älteren Kumpels, Dorfkneipen, Veranstaltungen in der Gegend und dem darauf folgenden Austausch per Mixtape. Ich hatte dem nur eins entgegen zu setzen: das Radio. Ich bin ja in der glücklichen Situation, meine Jugend und alles danach in einer Umgebung zugebracht zu haben und zuzubringen, die immer mindestens einen guten Radiosender bereit hält: Berlin/ Brandenburg. Besagter Kumpel kommt aus einem Kaff in der Nähe von Heilbronn und konnte mit meiner Begeisterung fürs Radio herzlich wenig anfangen. Er ist allerdings auch zu jung, um die alten Zeiten des SWF3 (Südwestfunk) kennen zu lernen. Sagenumwoben sollen die gewesen sein – hab ich mir sagen lassen. Er hingegen ist in einer Zeit groß geworden, wo das Radio in Baden-Württemberg nur Charts und Schlager im Angebot hatte. Berlin bzw. Potsdam war da um einiges glücklicher. Nachdem DT64 abgestöpselt wurde, ging 1993 Radio Fritz auf Sendung. Und wurde innerhalb kürzester Zeit the station to listen to. Das wurde dann auch meine Musik-Sozialisation. Martin Petersdorf mit seinem Soundgarden am Donerstag vorne weg. Trevor Wilson und… – verdammt, der Name seines Kompagnons will mir ums Verrecken nicht mehr einfallen – in der englischsprachigen Sendung “Puttin´ on the Fritz“, selbst Nachrichten und Wetter wurden von den beiden Herren in schönstem british english vorgetragen. Die Fußballergebnisse der Premier League gab´s dann immer in der zweiten Hälfte – und da wundere sich nochmal einer, warum ich´n England-Trikot besitze. Mike Lehmann: Wir reiten bis zum Horizont und wieder zurück. Die Morgensendungen mit Steffen Hallaschka und Holger Klein, “Horkheimer und Adorno der Radiolandschaft”. Anfangs aufgewacht mit Robert Skupin und Volker Wieprecht, bevor sie zu RadioEins gingen. Fritz spielte damals auch den Song von den beiden Pöbel-Puppen, die in den Neunzigern bei MTV eine Art Pendant zu Beavis und Butthead im british style waren. Weiß einer, was ich meine? Jingles mit subtilem und absurdem Humor. Kuttner, der das Astronautenlied über Jurij Gagarin spielt und immer noch ne halbe Stunde mit Johnny gequatscht hat, als der noch seinen Soundgarden am Dienstag hatte. Sonntag mittags lief immer das Frühstyxradio.
Aufgekommen sind diese Erinnerungen in den letzten Stunden, als ich Max Spallek auf motor.fm lauschte. Und wieder seine Vivid-Anekdote brachte. Hat er auf Fritz damals auch schon gebracht. Spallek kommt aus Salzgitter, ein Ort an dem nichts, aber auch gar nichts außer Industrie und kleinbürgerliches Leben zu finden ist. Selbst mit der Kultur is es da nich weit her. Und eines Tages erscheinen Vivid auf der Bildfläche und der Spallek kann allen erzählen, dass er da auch herkommt.
Das Radio, mit dem ich Fritz kennen gelernt habe, leistet mir übrigens auch heute noch gute Dienste.
Mit diesen Worten schlossen sie sich in mein Herz. Um mit den Worten “so don´t put your faith in time, she(?!) heals, but doesn´t change” gleich noch eins drauf zu setzen:
Seit über 10 Jahren sind die Herren jetzt schon am Start und kein bisschen müde. Ich bin auch ehrlich gesagt ein klein bisschen überrascht, dass die Stimme des Herren Sänger Mark Morriss nach all den Jahren immer noch solch zuckersüße Klänge von sich gibt. Und ich mag es, wenn Bands sich nicht hinter “Meine CD, Mein Video für MTV, Meine offizielle Hompage” verstecken. Das ist die offizielle Seite. Das ist die MySpace-Seite (mit Video von youtube, das der Bassist unter ´nem Eigenprofil reingestellt hat). Das ist der Blog.
Sehr schön auch, wenn sich eine Band dem Merchandise widersetzt, indem im offiziellen Shop einfach alles ausverkauft ist, mit Ausnahme einer kleinen EP :).
Manchmal gibt es auch einfach schöne Momente im Leben. Wenn man bspw. an seiner Arbeit sitzt (Kundenemails bearbeiten) und dann 3 Mails hintereinander ein kleines, aber feines “Vielen Dank” enthalten. Da weiß man, wofür man den Rest des Pöbels erträgt – und Pöbel ist hier im neudeutsch-wörtlichen Sinne von pöbelnden Menschen gemeint. Bei der Variante “danke danke dankeschööööön xD” ist auch klar: die Sachsen sind schon ein feines Völkchen.
Der René hat´s gesagtgeschrieben. Ich denke es grad die ganze Zeit über meine Gedanken. Ich lese es häufig. Quatsch mit Soße. Blubberlutsch. Gedöns. Unwichtigen Krams. Dinge, die einen einfach nur aufregen. Wie soll mensch denn da auch nur ansatzweise seine optimistischen Grundzüge aufrecht erhalten. Und zack, ist da auch gleich der kognititve Weg zu all den sinnvollen, schönen, anregenden Momenten und Seiten und Gedanken. Aber nö. Jetzt wird mal rumgekotzt. Es ist scheiße, wenn der Vorschlag nach flächendeckender Kita-Versorgung eine Erwiderung findet, die noch nicht mal in sich widersprüchlich ist, sondern einfach nur dumpf und unsinnig irgendwelche reaktionären Gedanken aneinanderreiht. Es ist scheiße, wenn ein Personennahverkehrsunternehmen seine Planungen nach der Auslastung seiner Fahrzeuge ausrichtet. Was irgendwann wohl dazu führt, dass innerhalb der Berliner S-Bahnrings 10 verschiedene Wege zum Ziel führen, während die alte Dame in Müggelheim zusehen darf, wie sie zu ihrem Arzt kommt. Es ist scheiße, so lange solo zu sein und nicht zu wissen, was dagegen tun. Es ist scheiße, wenn ein Prüfer seinen Prüfling eiskalt im Regen stehen lässt, wenn der nun just in der Prüfung einen Blackout hat. Es ist scheiße, dass die Vermutung durchaus gerechtfertigt ist, dass eben dieser Prüfer sich von einem Kollegen hat beeinflussen lassen (Prüfling hatte einige Semester vorher ne Auseinandersetzung mit dem Kollegen und 1 Tag vor der Tag ist der Prüfling dem Prüfer beim Kaffeetrinken mit dem Kollegen über den Weg gelaufen…). Es ist scheiße, seit 5 Monaten zu wissen, dass man umzieht und kaum einen Cent dafür gespart zu haben. Es ist scheiße, dass die Freizeit-/Kultur-Welt permanent mit seinen Verlockungen daher kommt und einen am Sparen für den Umzug hindert. Es ist scheiße, wenn ein großer Softwarekonzern versucht, auf Biegen und Brechen sein Quasi-Monopol mit noch mehr Macht zu versehen, indem Software vom Konzern lizenziert werden muss, damit sie auf dem Rechner läuft. Es ist scheiße, dass Wohnungssuchende jetzt schon zur Besichtigung Unterlagen mitbringen sollen, die bislang erst zur Bewerbung relevant waren. Es ist scheiße, dass… jetzt dürft ihr.
Ich geh jetzt erstmal´n Bier rauchen. Und überleg mir derweil, wie das gehen kann mit dem nicht-zynisch-werden-dabei.
Wenn ich 3 Wünsche frei hätte, dann wäre einer davon ein Abend cooler Säue. Selbstredend mit einem weniger blöde klingenden Titel, aber coole Sau bleibt coole Sau. Bedingung: nicht nur die Musik, sondern das gesamte Auftreten hinterlässt feuchte Höschen und bringt selbst gestandene, heterosexuelle Männer dazu, die Musiker mit Worten des Begehrens zu bedenken.
Opener: Arctic Monkeys. No2: Mando Diao Jetzt heißt es endgültig warm anziehen: The Strokes und als Headliner: Kasabian
Das wär´s. Kein Saunabesuch kann da noch Konkurrenz bieten.
Hach, ein Stöckchen, wie toll. Dass ein Stöckchen mir derart Freude bereitet, darüber denke ich jetzt mal nicht nach ;-).
Das Spiel zum Stöckchen: Soundtrack of my Life.
Die Regeln zum Spiel: 1. Öffne deinen Musicplayer (iTunes, Winamp, Media Player, iPod etc.) 2. Stelle es auf Shuffle/ Random 3. Drücke “Play” 4. Schreibe für jede Antwort den Songtitel auf, der gerade gespielt wird 5. Drücke für jede neue Frage den “next” Button. 6. Lüge nicht und tue nicht so als ob du cool wärst… Tipp’s einfach ein!
Der Spielverlauf:
Vorspann: Kasabian – Processed Beats (aus dem Album Kasabian) stampfende Beats, die die Füße in Bewegung setzen und die Hüften sexy im Kreis schwingen lassen. Da kann man gar nix gegen tun.
Aufwachen: Sonic Youth – Pink Steam (aus dem Album Rather Ripped) Grins. Mit 6:58 Laufzeit (Gruß ans Radioformat) sehr passend. Fragt mal meine liebe Mitbewohnerin und meine Kaffeemaschine… Reden kann ich morgens auch nicht, da kommen immer nur Klänge raus.
Erster Schultag: Kasabian – Last Trip (In Flight) (aus dem Album Empire) Wie wahr, wie wahr. (Mein Musikabspielgerät weiß offenbar, was ordentliche Konzertvorbereitung ist.)
Verlieben: System Of A Down – Bounce (aus dem Album Toxicity) Ja, großer Spaß. “I went out with a girl. She had so many friends. *giggle**giggle*”
Das erste Mal: Muse – Apocalypse Please (aus dem Album Absolution) “It´s time we saw our miracle. Come on, it´s time for something biblical. […] And this is the end of the world.”
Kampflied:¡Forward Russia! – Seven (aus dem Album Give Me A Wall) “Down, to the city underneath The conscious areas of mind, But I hope you have the time To realise That you’re alive” (Selberlesen)
Schluss machen: Cerys Matthews – Streets Of New York (aus dem Album Never Say Goodbye) “I´m somewhere I don´t wanna be.” Auf den Straßen von New York ´ne Abfuhr erteilen. Klingt irgendwie fies und so zwischen Tür und Angel. Schöne Filmszene.
Abschlussball: Magic Numbers – Most Of The Time (aus dem Album Those The Brokes) “I never ment to hurt you. And I try and I try and I try, but I don´t know why” Am Rande der Feierlichkeiten geht die erste Liebe in die Brüche…
Leben: RJD2 – 2 More Dead (aus dem Album Deadringer) Bei dem Versuch, gechillt durchs Leben zu gehen, irgendwie ahnen, dass das nix wird mit der eigenen Freiheit und dem dabei niemand anderem weh tun.
Nervenzusammenbruch: Beatsteaks – Ain´t Complaining (aus dem Album Smack Smash) “After you laid off your medication…” 7.7. Wuhlheide. Hmm, das wird ein fetter Abend!
Autofahren: Joaquin Phoenix & Reese Witherspoon – It Ain´t Me Babe (aus dem O.S.T. Walk The Line) Die Cabrio-Verdeckung aufgefahren, Arm auf die Tür gelegt, die Lippen für ein feistes Pfeifkonzert gespitzt und los geht’s…
Flashback: Lemonheads – December (aus dem Album Lemonheads)
Wieder zusammenkommen: Tomte – Die Schönheit der Chance (aus dem Album Hinter all diesen Fenstern) “Ich bringe mich an Plätze, die die Männer nicht verstehn.” Einer der großen Sätze der Musikgeschichte.
Hochzeit: We Are Scientists – This Scene Is Dead (aus dem Album With Love And Squalor) Perfekt. So stell ich mir das vor. Alle Gäste zucken mit den Beinen und dazu die Überlegung der Braut: “this scene is dead”.
Geburt des ersten Kindes: Elbow – Station Approach (aus dem Album Leaders Of The Free World) Irgendwie passt´s.
Endkampf: Albert Hammond, Jr. – In Transit (aus dem Album Yours To Keep) Ja. Das darf gerne Realität werden. Mit dieser Engelsstimme im Hintergrund wird das ein leichtes Spiel.
Todesszene: Bibi McBenson – Backstage, Baby (online und netterweise veröffentlicht auf der Maxi “Jetzt gerade bist du gut” von OS&dHM) “Backstage, Baby. Ich weiß nicht was dagegen spricht.” Bibi, mach mir den Teufel und ich bin sofort bei dir.
Beerdigungslied: Mando Diao – God knows (aus dem Album Hurricane Bar) “God knows it ain´t easy to behave in this spotlight.”
Abspann: Beautiful South – I´m Stone In Love With You (aus dem Album Golddiggas, Headnodders & Pholk Songs) Am Ende einer Zeit ist die Zuversicht das, was bleibt.
Stöckchen in die Hand genommen und weiter geworfen Richtung miss schtoeffie und der Frau Uschi. Gi´me me music!
Hilfe! Meine Lautsprecher sind zum Medium unkontrollierter Sendungen geworden. Ich hörte gerade kontrolliert Musik an meinem PC. Als ich diese dann abstellte, kam trotzdem weiterhin etwas aus den Boxen. Ganz leise nur, aber hörbar. Eine Frau erzählte von irgendeinem CDU-Mann in Sachsen, der sich gerade Probleme eingehandelt hat und wo sich dann zeigen wird, wie sich diese Probleme auf seine nächste Kandidatur auswirken werden. Das Ganze klang nach Radio aus Mitteldeutschland. In meinem echten Radio habe ich das leider nicht gefunden. Ich hab dann der Reihe nach meinen Player und die Internetverbindung gekappt. Selbst das LAN-Kabel hab ich gezogen. Mittlerweile lief dann Musik und zwischendrin erzählte ein Mann von Dingen, die ich nicht mehr verstand, weil´s zu leise war. Die Virenprüfung steht noch aus. Ich vermute aber, nein ich hoffe inständig, dass meine PC-Lautsprecher zufällig eine Radiofrequenz hier in der Küche auffangen, so wie das bei MP3-Playern und Handys ja auch mit über das Kopfhörerkabel läuft.
Für einen kurzen Moment bekam ich das Gefühl: So muss es sein, wenn man schizophrene Symptome zeigt (oder die Figur eines Romans ist). Auch wenn ich gerne sage, es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, als wir kennen und mit naturwissenschaftlichen Methoden erklären können. Es ist sehr, sehr beruhigend, diese Erklärung mit dem Auffangen der Radiofrequenz zu haben. Völlig egal, was da dran ist.