Des öfteren bekommt man in Bezug auf neue Bands zu hören und zu lesen, das sei ja nichts neues. Das hätten andere auch schon gebracht. Hier kommt dann meist ein Verweis auf Musik, die 10 bis 20 Jahre früher entstanden ist.
Fragt sich, was die Konsequenz daraus ist. Nur noch Musik hören, die originell ist bzw. als originell gesehen wird? Dann dürfen die Menschen, die solche Ansprüche stellen, schätzungsweise 3 Alben pro Jahr kaufen/für gut befinden/hören. Wenn überhaupt. Und dann auch nur über sämtliche Genres verteilt, inklusive Weltmusik, Schlager und E-Musik.
Nehmen wir die Beatsteaks. Deren Album “Smacksmash” erinnert über weite Teile stark an The Clash. “48-49″, “Launched” und “Living Target” sind Rock’n’Roll, immer mit leichtem Hang zum Hardcore. Alles nichts neues also. Dennoch begeistern sie die Musikhörer quer durch die Republik. Es kommt also auf etwas anderes an. Darauf, wie die jeweilige Musik begeistern kann, wie sie Emotionen hervorruft oder Beine unwillkürlich zum Zappeln bringt. Wenn ein Gitarrenriff oder der Klang einer Melodie den eigenen Körper elektrisiert, dann ist Musik gut. Scheißegal, wie originell das dann ist.
27. March 2007
by miss sophie
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