die katrin

my photography & other stuff

15. February 2007
by miss sophie
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Corror-Hover

Die Süddeutsche hat ein bisschen mit ihren Lesern gekungelt und eine Mischung aus “Leser schicken was hin” und Leserpoll initiiert. Thema waren die vermeintlich schrecklichsten Album-Cover, woraufhin dann ein Voting stattfand. Zu sehen ist das nun in einer Bilderstrecke.

Mir persönlich ist ja nicht bei jedem Bild klar, warum das jetzt als Geschmacksverirrung gelten soll (vielleicht war dem Sender die Beschränkung auf die Hüllen nicht ganz klar und die Redaktion brauchte noch was)… aber Kunst hat ja immer auch was mit persönlicher Meinung zu tun – hab ich mir sagen lassen. Und der gemeine SZ-Leser muss ja auch nicht immer erkennen, was große Kunst so ist.

Wünsche angenehmes Stöbern.

15. February 2007
by miss sophie
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kurz vor einem Punkt, nach dem es weiter geht

Gelegentlich kommt mensch in seinem Leben an so Punkte, an denen das Ziehen eines Zwischenresumees sich scheinbar von selbst aufzwängt. Derzeit heißt der Punkt in meinem Leben Zwischenprüfung (ZP) und begegnet mir in diesem Jahr – geplanterweise – gleich zwei Mal. Meine beiden Nebenfächer wollen ihr Grundstudium als beendet ansehen und mich in die große, verbleibende Masse der Magister-Hauptstudiumsstudierenden kippen.
Nun könnte ich mich pragmatischerweise darauf konzentrieren, alle Scheine zu bekommen, genügend Stunden beisammen zu haben, einen Prüfer zu finden und das Thema gleich mit. Das alles mache ich auch. Doch würde es hier aufhören, wäre das viel zu einfach. Deshalb hat sich mein Hirn überlegt, es könnte sich doch wieder einmal die Frage stellen, ob ich denn eigentlich genug mitgenommen habe, um auch wirklich für die ZP gewappnet zu sein.
Für mein 1. Nebenfach kann ich mit Fug und Recht behaupten, dem ist so. Es handelt sich hierbei um Linguistik und nachdem meine Chefin letztens die Vermutung anstellte, ich würde mich so langsam zur Fundamental-Linguistin entwickeln, muss ich mir da wohl auch keine Sorgen machen. Die Linguistik zeichnet sich allerdings dadurch aus, dass sie als die naturwissenschaftlichste aller Geisteswissenschaften daher kommt (und das, wo sie sich mit dem Fundament der Geisteswissenschaften, der Sprache, beschäftigt; hm…). Das mit dem Kanonwissen ist demnach nicht weiter problematisch.
Anders sieht das bei Philosophie aus. Meine Studienordnung sieht für mich vor, dass ich am Ende meines Studiums “mit den Grundproblemen der Philosophie ihren historischen und systematischen Aspekten” vertraut sein soll und weiter: “diese Grundprobleme betreffen die logischen, sprachlichen, kognitiven, normativen und ästhetischen Fragen unseres theoretischen und praktischen Weltumgangs” (§2 der SO – pdf). Dann soll ich auch noch “selbständig und kompetent” (ebd.) wissenschaftlich philosophieren können.
Tja, und da fragt man sich schonmal, ob man diesem Ziel eigentlich ein Stück näher gekommen ist.
Und weil ich heute gute Laune habe und selbst angesehene Professoren eine Sammelband-Einleitung mit “Dass…” beginnen, sag ich mal: Ja, ich bin dem eine Stückchen näher gekommen.

(Wenn ich dann morgen wieder in meinem Wissenschaftstheorie-Seminar sitze und die Cracks mit ihren präzisen Argumentationen samt gutem Hintergrundwissen daher kommen, mag das wieder anders aussehen. Aber dann ist auch morgen.)

15. February 2007
by miss sophie
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miss sophie ist

miss sophie ist… entzückt und begrüßt sie alle persönlich
miss sophie ist… aber echt eine ganz Liebe
miss sophie ist… in die Nähe von Aachen zur Familie Emonts gezogen
miss sophie ist… doch erst 24
miss sophie ist… derzeit nämlich nicht läufig
miss sophie ist… eine femme fatale
miss sophie ist… 90 Jahre alt geworden
miss sophie ist… im Stutbuch 1 des Pferdestammbuch Weser-Ems eingetragen
miss sophie ist… allein deshalb ein Thema für die Feuilletons
miss sophie ist… vom neueren Standard
miss sophie ist… eine Tochter von Frau Otto Schyll
miss sophie ist… wohl mit Sicherheit die gesuchte Loesung
miss sophie ist… 1 Angebot ab 9,99

DirektExistenz

(via (via (via (via (via (via (…)))))))

12. February 2007
by miss sophie
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und schon wieder Kind sein dürfen

poptarts

Vorhin wurde ich von diesem Anblick bei einer lieben Freundin begrüßt. Traumhaft! 11 Achter und 2 Zwölfer-Packungen voll mit süßen, kleinen toaster pastries. Jetzt stehen sie schön in reih und Glied in unserem Küchenregal und warten darauf, von mir genüsslich vernascht zu werden. Andere lass ich jetzt auch mitnaschen. Bisher war ich da immer sehr geizig. Bei 6-8 Euro die Achter-Packung waren poptarts bisher immer das Westpaket unter den KaDeWe-Einkäufen. Eine Packung hielt dann auch so 2-3 Monate…immer nur zu besonderen Momenten rausgeholt. Da muss ich mich jetzt auch erst mal dran gewöhnen, dass ich da öfter ran darf und nicht gleich alle weg sind.
Ich hab übrigens nicht im Lotto gewonnen. Nein, so ähnlich. Besagte liebe Freundin hat bei Ihren Tanzexzessen (auch genannt Tango-Kurs) einen Ami-Soldaten kennengelernt, der sie kürzlich mit auf eine Base nahm und dort mit ihr shoppen war. Sie hat sich selbst auch gleich diverse Wagenladungen von dem Zeug besorgt. Die Verkäuferin in dem Supermarkt hat dann auch nicht schlecht gestaunt, als der untere Teil des Einkaufswagens, auf dem üblicherweise Getränkekisten abgestellt werden, voll mit poptarts war.

[*krümel* 4 pastries später *mampf* Ich glaub, ich sollte mich da besser gar nicht so sehr dran gewöhnen, dass ich die jetzt häufiger essen kann. Ganz schön magenfüllend, diese kleinen Zuckerherzchen.]

12. February 2007
by miss sophie
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Hier bin ich Kind, hier darf ich´s sein.

seestern

Am Sonntag wurde ich wieder zum Kind. Also im Grunde passiert mir das eigentlich recht häufig, da ich sehr darauf bedacht bin, meine kindliche Freude zu behalten und dem Abgeklärt-und-mit-allen-Wassern-
gewaschen-Zynismus nicht gänzlich anheim zu fallen.
Aber… Sonntag war nun wirklich ein Tag fürs Kindsein. Meine Mama und ich (!) waren im Sea Life. Das ist das, wo der Fahrstuhl mitten durchs Aquarium fährt, ach was gleitet. Das nennt sich dann AquaDom. Das Sea Life hingegen ist wie das Aquarium im Berliner Zoo, nur in privat und mit mehr Event-Charakter. (wobei…der Zoo ist ja auch schon ‘ne AG…ach egal.)
Am Eingang begrüßte uns ein junger Herr mit viel zu guter Laune für einen Sonntag, nahm uns unser Geld und gab uns eine Quizkarte. Daraufhin begaben wir uns zu einer Tür, die uns zunächst einmal warten hieß. Besucherströme regeln, gute Idee in Anbetracht der engen Gässchen, die zwischen all den Aquarien hindurchführen. Dann öffnete sich das Tor und wir wurden in einen Zwischenraum geleitet, in dem wir wiederum warteten und dabei einer Stimme lauschten, die uns für die kommenden 1-2 Stunden ein außergewöhnliches Erlebnis versprach. Ich persönlich dachte mir in dem Moment: naja, da bin ich wohl inna Stunde wieder raus. Meine Mama dachte genau dasselbe, wie wir dann später feststellten, als wir nach anderthalb Stunden immer noch nicht alles durch hatten und erstmal pausieren mussten.
Davor gab es viele kleine Räume, herzallerliebst eingerichtet und mit vielen Fischen dazwischen. Rund um die Aquarien waren wahlweise wilde Pflanzen, Hafenkulissen, Schiffsinneres oder ein Mühlrad am Fluss drapiert. Ein “Findet Nemo”-Becken mit den Fischen zum Film gibt´s auch. Nachdenklich wurde ich jedoch bei der Größe einiger Aquarien. Ich kenn mich da ja nicht sonderlich aus, aber ein halber mal drei Meter erschien mir dann doch etwas zu wenig Raum für schätzungsweise 10 Tiere. Dummerweise vergisst mensch solche Gedanken, wenn das nächste Aquarium wie eine Brücke über den Besucher hinwegführt und man den Fischen auf den Bauch schauen kann.
Irgendwann waren wir dann raus und standen vor dem AquaDom. Imposant. Kann man nicht anders sagen. Der Fahrstuhl ist touristisch clever gebaut, mit zwei Ebenen und wie alles hier in rund. Dann geht´s langsam hoch, vorbei an noch ein, zwei Doris, anderen bunten Südseefischchen und einem Schwarm, der stetig seine Runden dreht. (Kriegen Fische eigentlich mit, dass sie sich immer im Kreis bewegen?) Oben angekommen, fährt an dann übrigens mit einem anderen Fahrstuhl gleich wieder runter. Touristisch weniger cleverer gibt es da nämlich nichts anderes außer den Blick nach unten.
Und dann wollten wir eigentlich ins “Gastmahl des Meeres”. Hatte meine Mama sich so gedacht, die offenbar schon geraume Zeit nicht mehr in der Gegend unterwegs war. Das “Gastmahl des Meeres” gab es da zu DDR-Zeiten mal. Eventuell auch noch etwas länger. Ich kann mich nicht mehr dran erinnern, weiß nur, dass der “Nordsee” da schon sehr lange seine Zelte aufgeschlagen hat.

3. February 2007
by miss sophie
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Wir sind endgültig in der Postmoderne angekommen

wie ich zu dieser Einschätzung komme? Nun, im Zuge eines Streifzuges durch unser Seuchengebiet namens ‘Internet’ suchte ich u.a. Material zum Jahr der Geisteswissenschaften. Auf der Seite unserer Bundesregierung bin ich über folgenden Absatz gestolpert:

“Die Sprache – Brücke von der Vergangenheit zur Zukunft
Im Mittelpunkt dieses Wissenschaftsjahres steht die Sprache, denn sie ist das zentrale Element für die Geisteswissenschaften. Sprache ist mehr als ein Instrument, das Informationen weiter gibt. Sprache kann gestalten, Sprache verbindet Menschen und Kulturen. Sprache gibt nicht nur Inhalte weiter, sie ist verbunden mit der Fähigkeit, Inhalte zu erklären. Sprache ist Rede, aber auch Mimik und Gestik, Musik und Tanz, Komposition und Farbe.”
[Hervorhebungen von mir]

Auch wenn der letzte Satz klugscheißertechnisch nicht ganz korrekt ist – der terminus technicus müsste Zeichen bzw. Zeichnesystem lauten, war ich doch geradezu sprachlos. Da werden doch nicht etwa all die kleinen Jakobsons, Barthes’, Ecos, Austins und Grice’ in die höheren Schaltzentralen unserer Kulturlandschaft aufgestiegen sein.

2. February 2007
by miss sophie
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Helden der Musikgeschichte – Heute: Neil Hannon

Korrekterweise sollte da oben “The Divine Comedy” stehen. Ich kann mich ja immer nicht recht entscheiden, ob ich das nun gut oder nicht so gut finde, wenn Bandnamen immer nur an den Mastermind gekoppelt werden. Wenn hingegen auch der my-space-ich-stelle-mich-vor-Text zuallererst mit dem Namen Neil Hannon beginnt, dann ist das in diesem Fall wohl schon ok so. Egal, die grundsätzliche Entscheidung wird vertagt.

1996 erfreute Martin Petersdorf mein Herz mit der Vorstellung des damals gerade frisch erschienenen Albums “Casanova” sowie der Single “Becoming more like Alfie” von The Divine Comedy. An diesem Tag trat Neil Hannon in mein Leben und trug ein weiteres Mal zur emotionalen Ausbildung einer kleinen Brandenburger Göre bei.

(DirektVerführer)

27. January 2007
by miss sophie
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Glück

Glück ist gar nicht mal so selten,
Glück wird überall beschert,
vieles kann als Glück uns gelten,
was das Leben uns so lehrt.

Glück ist jeder neue Morgen,
Glück ist bunte Blumenpracht
Glück sind Tage ohne Sorgen,
Glück ist, wenn man fröhlich lacht.

Glück ist Regen, wenn es heiss ist,
Glück ist Sonne nach dem Guss,
Glück ist, wenn ein Kind ein Eis ißt,
Glück ist auch ein lieber Gruss

Glück ist Wärme, wenn es kalt ist,
Glück ist weißer Meeresstrand,
Glück ist Ruhe, die im Wald ist,
Glück ist eines Freundes Hand.

Glück ist eine stille Stunde,
Glück ist auch ein gutes Buch,
Glück ist Spaß in froher Runde,
Glück ist freundlicher Besuch.

Glück ist niemals ortsgebunden,
Glück kennt keine Jahreszeit,
Glück hat immer der gefunden,
der sich seines Lebens freut.

(unbekannt)

via

26. January 2007
by miss sophie
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gone thinking noticing

here are the results:

– Wäre ich ein Mann, würde ich mit 38 Jahren eine Glatze bekommen oder größtenteils meine Haare verloren haben… (was hat das jetzt mit Denken zu tun? Egal, via)

– Dinge zu lernen, von denen keiner sagen kann, wie die Erkenntnisse fruchtbar gemacht werden können, kann manchmal richtig scheiße sein. Gemeint ist die Ansammlung von Wissen bzw. illustre Erklärungsansätze rund um die Dinge, die den Menschen und sein Leben so betreffen. Gerade aktuell am Beispiel von “Das Lesen von Wörtern und Sätzen” überfällt mich die große Sinnfrage: Wozu das alles? Der Mensch ist neugierig. Das ist auch gut so! Forschen um des Wissens willen ist einer der wichtigsten Motoren unserer Gesellschaftsformation. Und schließlich kann kein Mensch im Vorhinein sagen, wozu all die gesammelte Erkenntnis nicht irgendwann einmal nützlich sein könnte.
Aber wenn es darum geht, ein Forschungsgebiet via Referat für das geneigte Seminarpublikum aufzubereiten, dann kann das Stellen der Sinnfrage sehr, sehr hinderlich sein. (Hat zufällig jemand ´ne Idee, wozu das Wissen um die kognitiven Abläufe beim Lesen und Verstehen nutzbar gemacht werden könnte. Inwiefern spielt es eine Rolle, dass wir einen Satz bzw. Satzteile zunächst in einen syntaktischen Rahmen einordnen und dann die semantische Information hinzuaddieren. Und was sagt mir die alternative Erklärung, nach der diese Prozesse parallel stattfinden. Die Forschungsliteratur konnte mir dazu bisher auch keine wirklich passenden Antwort liefern, bis auf die Nutzung der Ergebnisse in anderen Disziplinen wie bspw. der Psychologie. Das nun aber ist bei einem Thema der Psycholinguistik irgendwie weniger überraschend.)

– Geduld ist das Motto dieses Winters. Mut und Geduld.

– Die Macht des “Pass dich an, dann wirst du ein zufriedenes Leben führen” kämpft weiterhin standhaft und unermüdlich gegen “Halt den Kopf über Wasser und werde glücklich dabei”. Irgendwo dazwischen wird´s wohl enden.

– Entgegen anderslautender Gerüchte ist die Fröhlichkeit anderer Menschen keineswegs immer ansteckend. Gleich gar nicht, wenn es sich bei den anderen Menschen um Betriebsausflügler handelt, die an einem Freitag nicht im Büro sitzen.

– Selber in einem Topf der Gerüchteküche zu schmoren macht irgendwie nervös. Die wissenden Blicke anderer zu ertragen, macht das alles nicht besser. Zum Glück handelt es sich hierbei um einen wohlwollenden Tratschinhalt.

18. January 2007
by miss sophie
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der Wind, der Wind, das himmlische Kind

Apokalypsenstimmung in einer Stadt, die sowieso schon der Teufel hat. Großer Spaß, das zu beobachten. Die Jungs und Mädels von der Netzeitung haben auch gleich ein paar Links zu Webcams zum heimischen Beobachten des Sturms zusammengestellt.
Eine Kommilitonin erzählte mir soeben davon, dass allgemein der heutige Arbeitstag im Kern nur bis 12 Uhr mittags ginge. Danach dürfe jeder Arbeitnehmer mit Verweis auf die nahenden Böen den Schreibtisch gen Sofa verlassen. Ob das stimmt, weiß ich nicht so genau. Im Netz kann ich da nix finden. Aber einer unserer Professoren hier hat gleichmal sein Colloquium heute abend abgesagt: “wegen des Orkans“. (Unterstreichung ist nicht von mir.)
Ob der in Berlin wirklich so krass wird, wag ich ja derzeit noch etwas zu bezweifeln. Die Horrorszenarien von der Küste und aus dem Süden klingen da schon anders. Mal gucken.